Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland müssen in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die Zeit kann nur mit einem negativen Corona-Test ab Tag fünf verkürzt werden – so lautet die Regel für die meisten Bundesländer seit dem 8. November. Eine Regelung für Rückkehrer aus Risikogebieten innerhalb Deutschlands gab es bisher nicht. Das will Mecklenburg-Vorpommern nun ändern.

Nach einer Corona-Sondersitzung hat die Landesregierung am Freitag.18. Dezember, beschlossen, dass Reiserückkehrer aus deutschen Corona-Hotspots für zehn Tage in eine Zwangsquarantäne müssen, wenn sie dort beispielsweise Freunde oder entfernte Verwante besucht haben. Das berichtet die „Ostsee-Zeitung“. Erst nach fünf Tagen kann die Isolation mit einem negativen Corona-Test ausgesetzt werden. Den Corona-Test müssen die Rückkehrer selbst bezahlen.

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Laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) könne es nicht verantwortet werden, dass einfach zurückkommen können, als sei nichts gewesen. Ein Besuch bei der Kernfamilie ist aber weiterhin möglich, auch wenn die Region, in der die Angehörigen leben, ein Corona-Risikogebiet ist. Zur Kernfamilie zählt Schwesig Eltern und Kinder.

Urlaub und Tagesausflüge nach Mecklenburg-Vorpommern verboten

Derzeit sind ohnehin die allermeisten Reisen in das Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern untersagt – auch Einwohner aus anderen Bundesländern dürfen beispielsweise nicht für Tagesausflüge einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Personen mit einem Haupt- oder Nebenwohnsitz, Besuche der Kernfamilie und notwendige Anreisen, für die aber ein Nachweis über den dringlichen Grund mitzuführen ist.

Landesweit liegt der Inzidenzwert bei 97,3 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Damit gilt Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland weiterhin als Risikogebiet. Nur noch im Landkreis Vorpommern-Rügen (48,5) und in der Hansestadt Rostock (19,1) liegt der Inzidenzwert unter 50 (Stand: 16. Dezember).