Wie heißt es so schön: Weihnachten ist die schönste Zeit des Jahres. Aber darunter versteht nun mal jeder etwas anderes. Während es die einen besonders gemütlich finden, Weihnachten nur im engsten Familienkreis zu feiern, plagt so manch anderen aufgrund von Corona das Fernweh. 

Denn auch so kann das Weihnachtsfest aussehen: Steak grillen in Argentinien, mit der Weihnachtsmütze am Strand von Australien entspannen oder feuchtfröhlich in einem Pup in Großbritannien feiern. Da Einreisebeschränkungen und Lockdowns das in diesem Jahr quasi unmöglich machen, ist eine Alternative notwendig.

Um also zumindest etwas Urlaubsgefühl nach Hause zu bringen, hat „Holidaycheck“ eine Auswahl an Drinks aus unterschiedlichen Destinationen zum Selbstmixen zusammengestellt, die wir um die alkoholfreien Varianten ergänzen. So kannst du dir Weihnachten auch ohne Prozente schöntrinken oder zumindest gedanklich an einen anderen Ort reisen.

Argentinien – Ananá Fizz

Weihnachten wird in Argentinien bei 30 Grad aufwärts gefeiert. Da darf eine erfrischende Abkühlung nicht fehlen. Zum Beispiel der Ananá Fizz. Der Cocktail besteht, wie der Name schon vermuten lässt, zu einem großen Teil aus Ananas. Das Püree wird mit einem Prickelwässerchen aufgegossen – und je nach Lust mit einem Schuss Hochprozentigem.

Für den Ananá Fizz (8 Gläser) brauchst du … 
… eine sehr reife Ananas. Die schälst du, entfernst den Strunk und pürierst das Fruchfleisch. Alternativ kannst du auch 0,5 Liter Ananassaft verwenden. Das Püree oder den Saft füllst du dann mit einer Flasche Sekt oder Prosecco auf. Für die alkoholfreie Variante passt Ginger Ale. Je nach Geschmack können für die perfekte Süße zwei bis drei Esslöffel Zucker hinein. Wer es etwas kräftiger mag, fügt noch Rum hinzu. In kalte Gläser gefüllt und mit Ananasscheiben dekoriert, kann der Genuss beginnen.

Der Ananá Fizz sorgt für eine Party wie in Argentinien.

Aber vor dem Trinken darf natürlich nicht der passende Trinkspruch fehlen. Also hebt das Glas mit den Worten: „Salud, Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo!“

Australien: Hot Mulled Apple Cider

Ein heißes und würziges Getränk ist im Gegensatz zum Ananá Fizz der Hot Mulled Apple Cider. Wer jetzt denkt, der Drink kommt aus einem Land mit Garantie für weiße Weihnacht, der irrt. Tatsächlich stammt das leckere Getränk aus Australien, wo Weihnachten mitten im Sommer stattfindet.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Der Apfelpunsch schmeckt mit oder ohne Schuss und am besten in Kombination mit Spiced Butter – und ist damit perfekt für kalte, verschneite oder verregnete Tage im deutschen Winter.  

Für die Butter: Je einen viertel Teelöffel gemahlene Nelken und Muskatnuss, einen halben Teelöffel Zimt, 230 Gramm braunen Rohrzucker und 60 Gramm Butter vermengen, in einer Klarsichtfolie zu einer Rolle formen, dann kaltstellen.  

Auch wenn in Australien zu Weihnachten Sommer ist, steuern die Australier mit dem Hot Mulled Apple Cider dennoch ein echtes Weihnachtszeitgetränk bei.

Für den Hot Mulled Apple Cider (2 große Gläser): 450 Milliliter Apple Cider (alternativ naturtrüber Apfelsaft) mit zwei Esslöffeln braunem Zucker, einer Zimtstange, fünf Nelken, der Schale einer Bio-Orange sowie je einer guten Prise Muskatnuss und Kardamom in einen Topf geben und für 30 Minuten simmern lassen. Durch ein Sieb in Tassen abgießen und je nach Wunsch pro Tasse 30 Milliliter Rum hinzugeben. 

Dazu die Spiced Butter mit Apfelscheiben servieren, und dann heißt es: „Bottum’s up and Merry Christmas!“ 

Griechenland: Rakomelo

Wo ansonsten Wein oder Saft die Hauptrolle im winterlichen Getränk spielen, lieben es die Griechen hochprozentig. Für den Rakomelo nutzen sie daher Raki (Anisschnaps). Dieser wird gewürzt mit Zimt, Nelken und Honig – eben passend für die Weihnachtszeit. Übrigens soll das Getränk Erkältungen vorbeugen. Damit ist es nicht nur lecker, sondern auch noch nützlich.

Für den Rakomelo (4 Portionen): 150 Milliliter Raki mit einer Zimtstange, zwei Nelken und zwei Teelöffeln Honig in einen kleinen Topf geben und unter Rühren langsam erwärmen. Wichtig: Bevor die Flüssigkeit kocht, solltest du sie vom Herd nehmen und noch einige Minuten ziehen lassen. Dann musst du sie nur noch abseihen und in vier Gläser geben.

Ein Raki lässt dich gedanklich nach Griechenland reisen und soll gleichzeitig Erkältungen vorbeugen.

Für die alkoholfreie Variante kannst du Anissirup verwenden und diesen je nach Geschmack mit Wasser vermengen. Und dann heißt es beim Trinken: „Jámas – kalá Christoúgenna!“

Großbritannien – Boozy Hot Mint Chocolate

Heiße Schokolade mit Sahne, etwas Minze und Schokoraspeln: Was gibt es Besseres bei nasskaltem Dezemberwetter? Kein Wunder also, dass sich die Briten mit diesem Getränk besonders gern aufwärmen – auch mal mit einem Schuss Likör.

Für die heiße Schokolade (2 Portionen) brauchst du: 

  • 100 Milliliter Schlagsahne
  • Puderzucker
  • Pfefferminzöl 
  • 300 Milliliter Milch
  • 100 Gramm dunkle Schokolade 
  • 50 ml Crème de Menthe (Pfefferminzlikör)
  • Minz-Zuckerstange

Die gesamte Schlagsahne mit zwei Teelöffeln Puderzucker und einigen Tropfen Pfefferminzöl steif schlagen und kühl stellen. Die Milch in einem Topf erwärmen und unter Rühren die dunkle Schokolade hinzufügen und schmelzen lassen. Dann nach Belieben Crème de Menthe (Pfefferminzlikör) hinzugeben, in zwei Tassen gießen und mit der geschlagenen Sahne, Schokoraspeln und einer Minz-Zuckerstange servieren.

Wie wäre es an Weihnachten mit einer Hot Chocolate mit Schuss, so wie es die Briten lieben?


Für das optimale Urlaubsfeeling heißt es beim Anstoßen natürlich: „Cheers, Merry Christmas and a Happy New Year!“

USA – Eggnog

Man kennt ihn aus zahlreichen Filmen und Sitcoms aus den USA: den Eggnog. Darin ist er unter den Wintergetränken der Klassiker schlechthin, um vor und während der Weihnachtsfeiertage den Familienbesuch besser ertragen zu können. Der Eierpunsch kommt dem Eierlikör nahe, enthält aber etwas weniger Alkohol, ist warm oder kalt genießbar und etwas aufwendiger in der Zubereitung. Aber der Aufwand lohnt sich!

Für den Eggnog (4 große Tassen) brauchst du … 
… 475 Milliliter Milch, die Schalen einer unbehandelten Zitrone und einer Orange sowie das Mark einer Vanilleschote. Alles in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Köcheln bringen, bevor du die Milch wieder vom Herd nimmst. Dann werden vier Eigelb mit 100 Gramm Zucker schaumig gerührt. Anschließend fügst du vorsichtig und unter ständigem Rühren die heiße Milch nach und nach der Ei-Zucker-Mischung hinzu. 

Danach kommt die Masse wieder zurück auf den Herd, wo sie mit einem Holzlöffel zwei bis drei Minuten gerührt wird, bis die Masse dicker wird. Dann heißt es: Erneut vom Herd nehmen und mit 225 Millilitern Milch aufgießen, abkühlen lassen. Zwei Eiweiß mit zwei Esslöffeln Zucker über dem Wasserbad aufschlagen, vorsichtig unter die abgekühlte Milch-Ei-Masse heben.

Eggnog – in den USA darf der Punsch zu Weihnachten auf keinen Fall fehlen.


Für die alkoholfreie Variante ist das Getränk fast schon fertig – du musst es nur noch kalt stellen. Beim Original kommen allerdings 150 Milliliter Rum und – je nach Geschmack – einige Teelöffel Bourbon hinzu. Als letzte Zutat fehlt dir noch der passende Toast. Der lautet auch hier: „Cheers, Merry Christmas and a Happy New Year!“

Kanada – Moose Milk

Auch in Kanada wird an Weihnachten mit „Cheers, Merry Christmas and a Happy New Year!“ angestoßen – meist allerdings nicht mit Eggnog, sondern mit Moose Milk. Ja, es ist tatsächlich Elchmilch damit gemeint. Doch keine Sorge: Für diese Variante reicht Vollmilch aus.

Der Ursprung des Originalgetränks liegt in der kanadischen Marine. Der hochprozentige Drink wärmte nicht nur, sondern lieferte dem Militär auch jede Menge Energie. Denn Moose Milk ist eine echte Kalorienbombe.

Für die Moose Milk (2 Portionen) brauchst du: 

  • 400 Milliliter Vollmilch
  • 4 große Löffel Vanilleeis
  • 80 Milliliter Rum
  • 40 Milliliter Bourbon
  • 40 Milliliter Kaffeelikör (Kalúha)

Alles in einen Mixer geben und anschließend in große Gläser füllen. Mit etwas gemahlener Muskatnuss, Sahne und bunten Streuseln toppen – fertig.

Auch wenn das Getränk ursprünglich aus Elchmilch hergestellt wurde, kannst du einfache Vollmilch für die Zubereitung verwenden.

Für die alkoholfreie Variante kannst du den Hochprozentigen einfach mit Espresso und etwas Ahornsirup ersetzen.

Spanien: Heiße Sangria

Für richtiges Urlaubsfeeling unter dem Weihnachtsbaum sorgt in jedem Fall das spanische Nationalgetränk: Sangria. Allein bei dem Gedanken an Rotwein, Orangen und einen Schuss Hochprozentigen kommt bei vielen Menschen Urlaubsgefühl auf. Im Winter lässt sich Sangria hervorragend auch heiß genießen. 

Für die heiße Sangria (4 Portionen) brauchst du …  
… den Saft von drei Orangen, eine Flasche spanischen Rotwein, zum Beispiel Tempranillo oder Rioja, und 300 Milliliter Grand Marnier (Orangenlikör). Das alles musst du in einen Topf geben, die Schale einer unbehandelten Zitrone und drei bis vier Esslöffel braunen Zucker hinzufügen, unter Rühren auflösen und leicht erhitzen.

Zum Schuss einen in kleine Stücke oder Spalten geschnittenen Apfel sowie eine ebenfalls zerteilte Orange hinzufügen. Für ein paar Minuten ziehen lassen, in hitzebeständige Gläser füllen und zuletzt mit Zimtstange, Sternanis und Orangenscheiben dekorieren.  

Eine heiße Sangria befördert dich gedanklich direkt nach Spanien.


 Für die alkoholfreie Sangria verwendest du einfach statt des Rotweins Traubensaft. Und zack: Fertig ist das mediterrane Heißgetränk. Wie in Spanien kannst du dann mit diesen Worten anstoßen: „Salud, Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo!“