Falls „Mit dem Rad durch eine verlassene Geisterstadt fahren“ ein Punkt auf deiner Bucket List ist, kannst du ihn vielleicht bald abhaken. Denn dieses kuriose Abenteuer kannst du in Frankreich erleben. Im idyllischen Dorf Souzay-Champigny, etwa eine Autostunde von Tours entfernt, befindet sich ein mysteriöses Höhlensystem, durch das ein Radweg führt. 

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Verwunschenes Höhlensystem ist durch Zufall entstanden

Und die Geschichte des weitläufigen Tunnelsystems ist spannend und kurios zugleich: Im Jahr 1000 trugen Arbeiter Kalksteine ab, um daraus Kirchen und andere Gebäude zu bauen. Als sie fertig waren, hatten sie unbeabsichtigt auch ein Höhlensystem geschaffen, in dem durchgehend 14 Grad herrschten.

Also entschieden sich einige der Dorfbewohner, in den Höhlen zu leben, wie „The Tim Traveler“ in einem Youtube-Video erzählt. 

Und weil das immer mehr Menschen machten, entstand mit der Zeit sogar eine Einkaufsstraße in dem Höhlensystem, die rund 900 Jahre lang betrieben worden sein soll. Laut Informationstafeln in dem Ort wohnten die Menschen bis ins 19. Jahrhundert in den Höhlen, bis sie zur Arbeitssuche in die Städte zogen.

Radweg führt mitten durch das gespenstische Tunnelsystem

Die nun allesamt verlassenen und teilweise durchwachsenen Höhlen können allerdings noch immer besucht werden. Zu Fuß oder auf dem Rad kannst du dann durch die Gänge schlendern und sogar das ein oder andere alte Möbelstück aus einer längst vergangenen Zeit bewundern. Dabei ist besonders der Radweg „Parcours Troglodytique“ beliebt, da er direkt durch die vielen Tunnel führt.