Mitten in der weißen Schneelandschaft der Schweizer Alpen ist eine beeindruckende Eisskulptur entstanden. Die prachtvolle Eisgrotte ist auf dem besonders bei Skifahrern beliebten Glacier 3000, einem Berg zwischen den Orten Gstaad und Les Diablerets im französischsprachigen Teil der Schweiz, entstanden.

Eiskathedrale: seltener Anblick für Wanderer

Dort entsteht durch ein Naturphänomen normalerweise jedes Jahr eine märchenhafte Eisgrotte, in diesem Jahr ist sie allerdings das erste Mal auch für Besucher zugänglich. „Es ist das erste Mal, dass wir es anzeigen und offiziell öffnen. In den letzten drei oder vier Jahren hatten wir eine Art Eishöhle, aber es war anders, es war steiler. Und dieses Jahr sieht es aus wie eine Eiskathedrale. Es ist wirklich schön“, sagte Bernhard Tschannen, CEO von Glacier 3000.

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Die Eiskathedrale taucht jedes Jahr im Winter auf.

Grund für das Naturwunder ist der sogenannte Siphon-Effekt. Demnach füllt sich der Hohlraum im Gletscher in den warmen Monaten mit Wasser, aus dem dann ein See entsteht. Im Herbst sorgt der Wind dafür, dass das Wasser aus dem Hohlraum gewirbelt wird und wunderschöne Eiswerke hinterlässt. 

Die Eiskathedrale taucht jedes Jahr im Winter auf.

Begehung der Eisgrotte auf eigene Gefahr

Was dieses Jahr anders als sonst ist: Die Grotte ist mit zwanzig Metern Länge und fünf Metern Höhe deutlich größer als in früheren Jahren und damit sicherer für Wanderer zu begehen. Trotzdem weisen die zuständigen Behörden darauf hin, dass die Erkundung der Grotte auf eigene Gefahr geschieht. 

Mitten in der weißen Schneelandschaft der Schweizer Alpen ist eine beeindruckende Eisskulptur entstanden. Die prachtvolle Eisgrotte ist auf dem besonders bei Skifahrern beliebten Glacier 3000 entstanden.

Dieser Hinweis hat auch einen Grund: Der Weg durch die Kathedrale ist sehr glatt und der Zugang zur Höhle hängt stark von der Witterung ab. Wer es trotzdem versuchen möchte, braucht von der Sessellift-Talstation „Ice Express“ etwa 15 Minuten dorthin.

Der Weg ist laut Betreibern gut ausgeschildert und bei klarem Wetter sicher. Wie lange die Eiskathedrale noch begehbar sein wird, ist unklar. Spätestens im Frühling wird sich die Grotte mit Wasser füllen und in dieser Form für immer verschwunden sein.