In Gesellschaft einen leckeren Glühwein schlürfen, süße Köstlichkeiten naschen und nebenbei die letzten Weihnachtsgeschenke kaufen – das alles und noch viel mehr haben Weihnachtsmärkte zu bieten. Sie sorgen in der Vorweihnachtszeit für Festtagsstimmung und Geselligkeit. Doch in diesem Jahr fallen die meisten traditionellen Weihnachtsmärkte deutschlandweit aus. Grund dafür ist der Teil-Lockdown in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie.

Auf das Weihnachtsmarkt-Feeling musst du aber dennoch nicht verzichten, es gibt zahlreiche Alternativen zum Klassiker. Der reisereporter stellt dir in dieser Übersicht einige vor. Vorab: Informiere dich unbedingt über die Corona-Beschränkungen vor Ort. Eine Verschärfung der Maßnahmen würde das Aus für einige der hier vorgestellten Alternativen bedeuten.

Drive-in-Weihnachtsmärkte

Eine Alternative bilden aktuell Drive-in-Weihnachtsmärkte. Wie bei einem Fast-Food-Restaurant können die Menschen dort mit ihrem Auto bei einer Bude vorfahren und sich ihre Weihnachtsleckerei bestellen. So werden Kontaktketten auf ein Minimum reduziert und die Schausteller müssen nicht auf ihre Einnahmen in diesem Winter verzichten.

Einen Drive-in-Weihnachtsmarkt veranstaltet unter anderem das Wunderland Kalkar in NRW vom 10. bis 31. Dezember 2020 (außer Heiligabend). Auf einer Strecke von rund 2,5 Kilometern können sich die Besucher über Kunstschnee, Musik, Buden mit Würstchen und Glühwein und eine Krippe mit echten Kamelen freuen. Der Eintritt für eine Fahrt über das einstige Kraftwerksgelände kostet 12,50 Euro. 

Ein ähnliches Angebot in wesentlich kleinerem Umfang gibt es auch in Bochum-Wattenscheid, Rastatt in Baden-Württemberg, Elz in Hessen, Landshut in Bayern und im niedersächsischen Asendorf sowie in Wasrode in Braunschweig.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

In Landshut (Bayern) gibt es einen coronakonformem Drive-in-Christkindlmarkt.

Dezentrale Weihnachtsmärkte

Um Menschenansammlungen zu vermeiden, setzten einige Städte auf dezentrale Weihnachtsmärkte. Dabei werden einzelne Buden in der City verteilt. Im Berliner Stadtteil Charlottenburg verkaufen 24 kleine Buden am Kurfürstendamm, am Breitscheidplatz und in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße Glühwein, Süßigkeiten oder Handwerksartikel. Den Weihnachtsmarkt to go gibt es dort planmäßig vom 2. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021. Ein harter Lockdown würde dem aber ein Ende bereiten.

Auch in Essen in Nordrhein-Westfalen sollen 24 Buden verteilt über die Innenstadt zumindest ein wenig Weihnachtsgefühl versprühen. Die Hütten sind unter anderem verteilt auf den Willy-Brandt-Platz, den Kennedyplatz und die Kettwiger Straße. Geöffnet ist er montags bis samstags von 11 bis 19 Uhr.

Im bayerischen Dinkelsbühl sind unter dem Motto „weihnachtliches Dinkelsbühl“ über die historische Altstadt verteilt 18 Buden geöffnet. Sie sind an den wichtigsten Straßen und Gassen platziert. Und auch dort gibt es ein Angebot an Kulinarischem und Handwerklichem, das unter bestimmten Corona-Regeln verkauft wird. So wird täglich von 16 bis 18 Uhr die Polizei vor Ort sein,und jeder Betreiber, der an den Wochenenden Essen oder Trinken anbietet, muss einen Mitarbeiter haben, der die Einhaltung der Abstände kontrolliert.

Virtuelle Weihnachtsmärkte

Wenn sich diese Alternativen nicht in deiner Nähe befinden, dann bleibt nur noch die Möglichkeit, den Weihnachtsmarkt zu dir nach Hause zu holen. Das funktioniert zum einen mit virtuellen Weihnachtsmärkten. In Europa gibt es seit diesem Jahr verschiedene Livestreams und 360-Grad-Touren, die dich in festliche Stimmung versetzen. Alles, was du dafür brauchst, ist dein Smartphone – ein noch besseres Erlebnis wird es aber mit einer Virtual-Reality-Brille.

So kannst du virtuell über den den Wiener Weihnachtsmarkt spazieren, die Londoner Christmas Lights bestaunen oder den Berliner Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg besuchen, obwohl er in diesem Jahr abgesagt wurde. Auf die digitale Reise zu den schönsten digitalen Weihnachtsmärkten nimmt dich reisereporter Kilian mit.

Bei einem virtuellen Rundgang kannst du verschiedene Weihnachtsmärkte weltweit besuchen. (Symbolbild)

Tipps für den Weihnachtsmarkt zu Hause

Für noch mehr Weihnachtsfeeling sorgt dann noch ein Weihnachtsmarkt in den eigenen vier Wänden. Mit unseren Tipps kannst du dir einen Mini-Weihnachtsmarkt ganz einfach nachbauen, eine üppige Beleuchtung mit Lichterketten, leuchtenden Tieren und Weihnachtssternen in deinem Wohnzimmer tragen einen Teil dazu bei.

Dann brauchst du noch einen Weihnachtsmarkt-Stand, der mit Tannenzweigen und Kerzen dekoriert ist, damit du standesgemäß Glühwein, gebrannte Mandeln oder andere Weihnachtsmarkt-Klassiker zu dir nehmen kannst. Weihnachtliche Klänge wie der Song „Last Christmas“ und etwas Gesellschaft – auch per Videochats via Zoom oder Microsoft Teams – runden deinen Weihnachtsmarkt ab. reisereporterin Leonie führt Schritt für Schritt zu deinem perfekten Weihnachtsmarkt zu Hause.