Diese Wunder rund um die Welt sind Balsam für die Seele – also genau das, was du jetzt brauchst. Und es handelt sich nicht etwa um die sieben Neuen Weltwunder, zu denen die Chinesische Mauer oder das Kolosseum in Rom zählen. Da bist du wahrscheinlich schon längst gewesen, oder?

Mit dieser Liste von „Condé Nast Traveller“ kannst du dich einfach mal wegträumen und Pläne für das nächste Jahr schmieden. Vielleicht ist dein nächstes Reiseziel ja schon dabei? Unsere Reise beginnt in Südamerika.

1. Nazca-Linien in Peru

Diese rätselhaften Geoglyphen, die aus der Luft aussehen wie gigantische Tiere, gibt es in Peru. Das Geheimnis um ihre Entstehung in der Wüste bei Nazca beschäftigt die Menschen bereits seit mehr als 2000 Jahren. Die Formen sind teilweise mehr als 300 Meter lang und liegen auf gut 440 Quadratkilometern verstreut.

Ein echtes Weltwunder: die Nazca-Linien in Peru.

Niemand weiß so genau, wie und warum sie entstanden sind. Waren hier Außerirdirsche am Werk? Seit Oktober 2020 gibt es noch eine weitere riesige, in den Sand geritzte Zeichnung zu bewundern – eine 136 Meter große Katze. Um dieses Wunder optimal aus der Luft genießen zu können, gibt es von der Stadt Nazca aus Flüge zu buchen. 

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2. Große Gnu-Wanderung in Tansania und Kenia

Einmal im Jahr bebt der Boden in der Serengeti in Tansania und Teilen der Masai Mara in Kenia. Die Reise der wilden Gnus geht über ganze 1600 Kilometer, damit ist es die längste Wanderung von Landtieren auf dem Planeten. Eine einzige Herde kann sich bei der beeindruckenden Wanderung über ganze 40 Kilometer ausdehnen.

Die Gnus bei ihrer gigantischen Wanderung durch Tansania und Kenia.

Die Wanderung beginnt im Februar oder März im Süden, zum Ende der Regenzeit ziehen die Tiere Richtung Nordwesten. Die spektakulärste Phase findet im Juli statt, wenn die mehr als 1,3 Millionen Tiere beginnen, die Flüsse in Richtung Masai Mare zu überqueren. Ab November wandern sie wieder Richtung Süden. Die Tiere folgen mit diesem Kreislauf wohl dem Regen, der die Herden zu fruchtbareren Gebieten führt, wenn das Gras weniger wird.

Besucher der Wildparks konnten den Naturschutz vor Ort bisher optimal unterstützen, doch seit Corona sind die Tourismuszahlen gesunken. Vielleicht kann sich das 2021 ja endlich wieder ändern!

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3. Arches-Nationalpark im US-Bundesstaat Utah

Weiter führt unsere Reise nach Utah in den USA. Dort gibt es Felsformationen, die in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit kaum zu übertreffen sind. Die imposanten rötlichen Bögen im Arches-Nationalpark sind das Ergebnis von Naturgewalten: Wasser, Eis und extreme Temperaturen haben sie in mehr als 100 Millionen Jahren so geformt. Der Park befindet auf durchschnittlich 1499 Metern über dem Meer. Die höchste Erhebung ist der Elephant Butte im Osten mit ganzen 1696 Metern. 

Arches-Nationalpark – die Wunderwelt der Felsbögen in Utah.

Im Jahr 2021 wird der Nationalpark 50 Jahre alt – ein Grund mehr für einen Besuch! Gefeiert weden kann dann bei einigen „Rockstars“ – zum Beispiel dem Landscape Arch, der die Form eines Regenbogens hat. Von dort aus haben Besucher eine überwältigende Panorama-Aussicht auf die La Sal Mountains.

4. Fuji in Japan

Der wohl bekannteste Vulkan Japans gehört nicht ohne Grund zu den sieben Weltwundern – er erhebt sich auf der Insel Honshu stolze 3776 Meter in die Höhe – etwa 100 Kilometer westlich von Tokio. Er gilt als Symbol Japans und hat im Laufe der Zeit viele Künstler und Dichter inspiriert. 

Der Fuji ist der bekannteste Vulkan in Japan.

Den besten Blick auf den Fuji gibt es zwischen Oktober und Ende März – dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass keine Wolken die Sicht versperren. Jedes Jahr machen sich Tausende Pilger auf den Weg, um den Feuerberg zu besteigen. Unterwegs gibt es einige Hütten, die zum Übernachten einladen. Frühaufsteher können den beeindruckenden Sonnenaufgang über dem Gipfel miterleben.   

5. Large Hadron Collider in der Schweiz

Nicht nur Naturwunder befinden sich auf unserer Liste. In der Schweiz steht eine ganz besondere Maschine, ein sogenannter Teilchenbeschleuniger. Er ist der größte und leistungsstärkste der Welt und verläuft in einem 27 Kilometer langen Tunnel unter der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz, durchkreuzt unterirdische Hallen und wird von der weltweit größten Kühlanlage versorgt.

Der Large Hadron Collider ist verborgenen Raumdimensionen auf der Spur.

An keinem wissenschaftlichen Projekt waren jemals so viele Forscherinnen und Forscher beteiligt. Aber was ist eigentlich ihr Ziel? Mithilfe des Large Hadron Collider wollen sie die Zusammensetzung des Universums untersuchen und Bedingungen schaffen, wie sie kurz nach dem Urknall geherrscht haben. 

6. Amazonas-Regenwald in Brasilien

Weiter geht es nach Brasilien. Besonders in Hinblick auf die Erhaltung unseres Klimas ist der größte tropische Regenwald der Welt wichtiger denn je und auf jeden Fall eine Reise wert. Er erstreckt sich über einen großen Teil des Nordwestens Brasiliens und reicht bis nach Kolumbien, Peru und in andere südamerikanische Länder. Durch das Gebiet fließen Tausende Flüsse, der wohl bekannteste ist der Amazonas. 

Der Amazonas-Regenwald in Brasilien ist der größte tropische Regenwald der Welt.

Leider wird die Abholzung des Regenwaldes unter dem aktuellen Präsidenten Jair Bolsonaro beschleunigt. Dabei ist er mit rund 400 Milliarden Bäumen Lebensraum für schier unzählige Lebewesen und unerlässlich für die Bekämpfung der Erderwärmung.

Außerdem ist er für weitere Lebensbereiche enorm wichtig. So werden aus den Pflanzen des Regenwaldes zum Beispiel ganze 25 Prozent aller verschreibungspflichtigen Medikamente gewonnen.

7. Callanish Stones in Schottland

Unsere Reise zu den sieben Weltwundern, die „Condé Nast Traveler“ gekürt hat, endet in Schottland an einem Steinkreis. Aber dieses Mal geht es nicht um den wohl bekanntesten, Stonehenge, sondern um die Callanish Stones. 

Die strahlen eine ebenso mystische und magische Aura aus, die Steine sind aber nicht ebenmäßig behauen, jeder Steinriese bekommt so einen ganz eigenen Charakter. 

Die Callanish Stones sind nicht zu verwechseln mit Stonehenge in England.

Außerdem besteht Callanish nicht nur aus einem simplen Kreis, sondern aus mehreren geometrischen Formen. Im Zentrum steht ein riesengroßer Monolith von viereinhalb Metern Höhe.

Das beeindruckende Monument aus rund 50 Steinen wurde bereits vor über 5000 Jahren errichtet – das war in der späten Steinzeit. Aber zu welchem Zweck? Eine Theorie vermutet, dass damit die Mondphasen verfolgt wurden.