Tief im ländlichen Mexiko befinden sich die Pueblos Mágicos. Die Kampagne zu den magischen Dörfern und Städten wurde im Jahr 2001 vom Tourismusministerium initiiert. Mit dem Ziel, die Historie des Landes zu bewahren und eine touristische Infrastruktur zu schaffen.

Heute locken die Pueblas Mágicos viele Besucher an, die sich abseits von klasssichen Rundreisen oder all-inklusive-Hotels bewegen und Mexiko in seiner Ursprünglichkeit entdecken möchten. Mittlerweile gibt es 132 dieser Orte, welche die Vergangenheit wieder aufleben lassen. Authentische Orte, koloniale Architektur, urbane Landschaften und regionale Gastronomie zeigen die ganze Bandbreite dieses Landes.

1. Mexcaltitán in Nayarit – das Inseldorf

Mit knapp 40.000 Einwohnern scheint Mexcaltitán eher unscheinbar neben Mexico-Stadt mit seinen etwa 20 Millionen Einwohnern. Dennoch spielt die kleine Inselstadt eine große Rolle für die größte Metropole der Welt.

Experten vermuten, dass es sich beim heutigen Mexcaltitán um das frühere Aztlán handelt, das die Azteken im Jahr 1091 verließen und eine lange Pilgerreise antraten. Sie liefen nach Tenochtitlan, das heutige Mexiko-Stadt. Besonders die Änhnlichkeiten der kreuzartigen Gestaltung der Straßen des Dorfes könnten diese Vermutung stützen. 

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2. Maní auf Yucátan – lebendige Maya-Kultur

100 Kilometer südöstlich von Mérida, der Hauptstadt von Yucátan, befindet sich das verschlafen wirkende Dorf Maní. Doch dieser Eindruck täuscht, denn hier befindet sich eine umtriebige Gemeinschaft von Handwerkern, welche die Maya-Kultur leben. Dazu gehören neben der Herstellung von Blusen, Anzügen und traditionellen Kleidungsstücken aus Huipiles, die bestickt werden, auch ein Angebot an zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten.

Besonders zu empfehlen: Poc Chuc, Schweinefleisch in Zitrusmarinade, das langsam über den Grill geschmort wird. Sehenswert sind auch die Kirche und das Kloster von San Miguel Arcángel, die im 16. Jahrhundert aus Steinen vorspanischer Maya-Gebäude erbaut wurden.

3. Isla Aguada in Campeche – keine wirkliche Insel

Trotz des Namens ist das Fischerdorf Isla Aguada keine Insel – doch sehenswert ist es dennoch, vor allem wegen seines historischen Leuchtturms. Das rot-weiße Gebäude ist ein Hingucker in dem Naturparadies. Ansonsten lässt es sich auch hier besonders gut relaxen – viele Geschäfte und Restaurants suchen Touristen hier vergebens. Vielmehr finden sie unberührte Natur, viele Vogelarten und mit Glück auch den ein oder anderen Delfin in seinem natürlichen Lebensraum, der entlang der Lagune Terminus seine Bahnen dreht. 

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4. Ajijic in Jalisco – kolonial und lebendig

Die lebendige Stadt Ajijic am Nordufer des Lago de Chapala ist nicht nur bei Rentnern auf der ganzen Welt beliebt. Das ganzjährig milde Klima und die vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten mit Restaurants und Boutiquen locken viele jüngere Besucher. Dennoch hat sich der Ort seinen Charme bewahrt. Und wer genau hinsieht, entdeckt Überbleibsel aus der Kolonialzeit mit den typischen Straßen und seinen handbemalten Häusern.

Die Stadt Ajiji besticht durch bunt angemalte Häuser – außerdem findet sich hier noch Architektur aus der Kolonialzeit.

5. Paracho de Verduzco in Michoacán – musikalisches Mekka

Hochwertige und außergewöhnliche Gitarren, Violinen oder Celli gesucht?  Das Dorf Paracho de Verduzco ist Drehscheibe für Gitarrenbauer, die hochwertige Saiteninstrumente herstellen. Die kleine Stadt, westlich der Landeshauptstadt Morelia, ist voller kleiner Musikläden, in denen sich Handwerker auch mal über die Schulter schauen lassen. Es wird behauptet, hier fänden sich die am besten klingenden Gitarren und Vihuelas in ganz Mexiko. 

6. Santa Catarina Juquila in Oaxaca – Kirche der Jungfrau

Das malerische Santa Catarina Juquila, dessen Name bedeutet, „Ort, an dem die Rotwurzel reichlich vorhanden ist“, setzt auf seinen kolonialen Charme. Hauptattraktion ist eine neoklassizistische Kirche in weiß mit roten Details, die einer örtlichen Jungfrau gewidmet ist. Jedes Jahr reisen Pilger auf der Glaubensroute, der Ruta de la Fe, durch die drei Regionen von Oaxaca zur besagten Kirche der Jungfrau von Juquila. 

7. Tetela de Ocampo in Puebla – Ort vieler Hügel

Die Landschaft in Tetela de Ocampo ist beeindruckend: Berge und Hügel laden zum Wandern, Mountainbiken oder Klettern ein. Von oben haben Besucher einen atemberaubenden Blick über die Sierra. Das Zentrum der Bergstadt hat sich seine traditionelle Architektur mit den steilen Straßen und den weißen Häuserfassaden bewahrt. Lokaler Treffpunkt ist der Zócalo, hier sitzen Einwohner und Gäste unter den kühlenden, großen, alten Bäumen und den Portalen des Stadtpalastes. 

8. Santa Maria del Rio in San Luis Potosí – Kulisse für Western

In Santa Maria del Rio könnten alte Westernklassiker gedreht worden sein. Eine trockene, karge Landschaft mit vielen Sorten von Kakteen umrahmt von zahlreichen Berghügeln. Ob Ranch oder Hacienda – urbane Ferien sind garantiert. Die Kleinstadt Santa Maria del Rio wird auch Wiege der Rebozos genannt. Dabei handelt es sich um fein gewebte Stofftücher.  

9. Tonatico im Bundesstaat México – Ort der Sonne

Der „Ort der Sonne“ (Tonatiuh-co) macht seinem Namen alle Ehre. Subtropisches Klima verspricht ganzjährigen Urlaubsspaß. Dass der Ort zudem größter Zwiebelproduzent des Staates ist, dürfte die Touristen nur nebensächlich interessieren in Anbetracht der anderen Attraktionen. Zu den Highlights zählt der Hot Spring Spa, der mit über 38 Grad Celsius aus dem Boden sprudelt oder der Parque del Sol mit einer Salzwasserkaskade, die einen Wasserfall von 40 Metern hat.

10. Zempoala in Hidalgo – Ruinen der Azteken

Zempoala ist ein Naturschutzgebiet, das durch üppige Wälder und vor allem durch seine Lagunen beeindruckt. Der Nationalpark Lagunas de Zempoala vereint eine Gruppe aus sieben Lagunen, die durch den Regen und die umliegenden Bergflüsse gespeist werden.

Eine der Sehenswürdigkeiten von Zempoala ist das Padre-Tembleque-Aquädukt.

Ein Abstecher lohnt sich zu den Ruinen der ehemaligen Totonaken-Hauptstadt. Der Haupttempel und der Templo de las Chimeneas (Deutsch: Tempel der Schornsteine) sind sehenswert und zeugen von einer Zeit, in welcher der Spanier Hernan Cortez hier auf die ersten Ureinwohner traf.

11. Sisal auf Yucatán – viel Natur

Sisal ist eine kleine Küstenstadt, die sich dem Ökotourismus verschrieben hat. Zwischen zwei Naturschutzgebieten gelegen, ist es der ideale Ort, um Natur pur zu genießen. Ehemals wichtigster Seehafen treffen sich hier heute vorwiegend Touristen, die ganz nah an ursprünglicher Flora und Fauna sein möchten.

Herstellung von Sisal-Seilen im Landwirtschaftsmuseum der gleichnamigen Stadt in Yucatan.

Sisal verdankt seinen Namen der Naturfaser, die dort nach wie vor geerntet und exportiert wird. Außerdem genießen Touristen hier frischen Fisch und kilometerlange Strände laden zum Kitesurfen oder Kiteboarden ein.