Das Königreich Saudi-Arabien ist auf Modernisierungskurs: Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud will das Land schrittweise für nachhaltigen Tourismus öffnen. Dafür macht er Regionen wie Al-Ula zugänglich, die zuvor muslimischen Pilgern vorbehalten waren. In diesem Zuge soll im Jahr 2024 in der Oasenregion ein Luxusresort öffnen, das in einen Wüstenfels eingebettet ist.

Das ungewöhnliche Resort mit dem Namen Sharaan hat der Stararchitekt Jean Nouvel entworfen – seiner Idee entspringt auch der Louvre Abu Dhabi. Mit seinem neuen Projekt will er die Geschichte der Region ehren und vor allem die umliegende Landschaft ergänzen, nicht beeinträchtigen. 

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Neues Resort in der Al-Ula-Region soll Luxus bieten und Natur bewahren

„Jedes Wadi und jede Böschung, jeder Sandstreifen, jede felsige Kontur, jede geologische und archäologische Stätte verdient es, im höchsten Maße berücksichtigt zu werden“, sagte der französische Architekt. Daher soll jedes Detail des Resorts eine Geschichte über die Vergangenheit der Landschaft erzählen und die Komplexität der Natur widerspiegeln – und zwar in Form von fein behauenen Steinen auf den Balkonen bis hin zur Körnung jeder Felswand.

Im Sharaan Resort spielt der französische Architekt Jean Nouvel mit Licht und Schatten.

Resort entsteht nahe dem Unesco-Weltkulturerbe Hegra

Das Design soll eine Hommage an die Architektur der Nabatäer sein. Die Nomadenstämme bauten vor mehr als 2000 Jahren die antike Siedlung Hegra und meißelten dort 100 Monumentalgräber aus dem Fels. Seit 2008 ist der Ort, der sich in der Nähe des neuen Resorts befindet, Saudi-Arabiens erstes Unesco-Weltkulturerbe.

Während sich ebenfalls ein Großteil des Sharaan-Resorts im Fels befindet, zeigen die Konzeptbilder aber, dass das Tageslicht ein wesentlicher Bestandteil ist und für verschiedene Lichtspiele sorgen soll. Sowohl in der Eingangshalle als auch in den Zimmern entstehen Ornamente durch Licht und Schatten an den Wänden.

Das neue Jean Nouvel Resort soll nach seiner Fertigstellung 40 Gästesuiten, drei Resortvillen und über 14 private Pavillons umfassen. Dieses Maß an Luxus soll aber nicht auf Kosten der natürlichen Landschaft gehen. Deshalb greift das Resort auf emissionsfreien Strom zurück und will weitere Standards in der Nachhaltigkeit setzen.