Oberbayern

Zur Region Oberbayern im Südosten des Freistaats zählen Städte wie Ingolstadt und München, aber auch Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen. Wintersport ist in Oberbayern eine der wichtigsten touristischen Einnahmequellen – es gibt allein 87 Skigebiete.

Wenn du lieber eine Schneeschuhtour durch die Natur unternehmen möchtest, kannst du das unter anderem in der Tourismusregion Chiemsee-Alpenland rund um Rosenheim. Dort, zu Füßen der Alpen und in Chiemseenähe, gibt es sieben mittelschwere bis schwere Schneeschuhrouten zwischen vier und 18 Kilometern Länge. Leichte bis mittelschwere geführte Touren können Anfänger vor Ort buchen und zudem Ausrüstung leihen.

In der Tourismusregion Chiemsee-Alpenland gibt es sieben verschiedene Schneeschuhrouten.

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Auch in der Gegend rund um Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land können Schneeschuh-Wanderer Erfahrungen sammeln: Die Stadt bietet auf dem ehemaligen Reichenhaller Höhenkurweg eine 1,4 Kilometer lange Schneeschuhtour zur Schlegelmulde an. Highlight dort ist vermutlich bereits die Fahrt auf den Hausberg der Stadt: Die Predigtstuhlbahn von 1928 ist die älteste original erhaltene Großkabinenbahn der Welt.

Ostbayern

Bayerischer und Oberpfälzer Wald, Bayerisches Jura und die als Bayerisches Gold- und Thermenland bezeichnete Donauebene gehören zur Region Ostbayern. Eine Hochburg für Schneeschuhwanderer ist der Bayerische Wald. In etlichen Orten gibt es Tourenangebote und Verleihfirmen.

Als besonders sehenswert gelten Schneeschuhausflüge rund um den 1.333 Meter hohen Dreisesselberg. An dem Massiv mit seinen bizarren Felsformationen treffen deutsche, tschechische und österreichische Grenze aufeinander, außer geführten Einsteiger- und Familienausflügen gibt es Dreiländertouren.

Im Nationalpark Bayerischer Wald geht es zum Beispiel mit der Rangerin Kristin Biebl zum Schneeschuhwandern – hier auf den Großen Rachel.

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Lohnenswert ist auch ein Besuch des Nordens der Region Ostbayern zwischen Waldmünchen und Furth im Wald: Dort führt eine Tour zu den Aussichtspunkten des Bergmassivs Gibacht inklusive Ausblicken auf den tschechischen Böhmerwald. Auch rund um den Großen Rachel, mit 1453 Metern höchster Gipfel des Nationalparks Bayerischer Wald, können Aktivurlauber Schneeschuhrouten und -ausrüster finden. Orte wie die Gemeinde Spiegelau am Rande des Nationalparks bieten Schnuppertouren für Anfänger an.

Allgäu/Bayerisch Schwaben

Besonders die Allgäuer Alpen bieten etliche Möglichkeiten für Schneeschuhwandertouren. Typisch für die Gebirgsgruppe östlich vom Bodensee sind die steilen Grashänge, die teilweise Neigungswinkel von bis zu 70 Grad haben. Aufgrund der hohen Niederschlagsneigung in der Region können die Winter sehr schneereich sein.

Eine Tour, die als nicht zu anstrengend gilt, ist die von der Gemeinde Blaichach zur Höllritzer Alpe: Sie beginnt im auf 900 Metern in einem Hochtal liegenden Gunzesried und führt zur Höllritzer Alpe, einer bewirtschafteten Alm auf 1438 Metern Höhe im Stubenbachtal. Von dort bietet sich ein weiter Blick über die Ferienregion Alpsee-Grünten. Die Route führt in der Nähe von gesperrten Wald-Wildschongebieten vorbei, in denen Gämsen, Auerhühner und Rothirsche leben.

Bei einer Schneeschuhtour auf den Gipfel des Wannenkopfs in den westlichen Allgäuer Alpen bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die verschneite Landschaft.

Etwas fordernder ist die Wanderung im Naturpark Nagelfluhkette in Oberstaufen: Die acht Kilometer lange Route verläuft auf der Hochebene zwischen dem Imberg und dem Hochhäderich, in Kehren geht es unterhalb der Baumgrenze in Richtung Steinernes Tor, einer markanten Felsformation.

Franken

Schneeschuhwandern geht in der Region Franken unter anderem im Fichtelgebirge im Nordosten von Bayern – und da besonders gut auf und rund um den 1024 Meter hohen Ochsenkopf, der sich zwischen den Orten Warmensteinach, Fichtelberg, Mehlmeisel und Bischofsgrün im Landkreis Bayreuth erhebt. Das Fichtelgebirge ist für seine Artenvielfalt bekannt, dort leben unter anderem Auerhähne, Schwarzspechte und Luchse.

Vom 1024 Meter hohen Ochsenkopf bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die verschneite Landschaft.

Wenn du die unberührte Natur bei einer Schneeschuhtour erkunden und dennoch die Lebensräume der Tiere nicht stören willst, kannst du in nahezu allen umliegenden Orten geführte Touren buchen – einige örtliche Anbieter sind nicht nur Gäste- und Wanderführer, sondern auch Geoparkranger.

Die Angebotspalette reicht von zwei- bis dreistündigen Schnuppertouren und leichten Wanderungen bei Sonnenuntergang bis hin zur sogenannten Fitnesstour, bei der die Teilnehmer in vier bis fünf Stunden bis zu 500 Meter Höhenunterschied überwinden. Auch der Fichtelgebirgsverein bietet mehrmals wöchentlich geführte Wanderungen an.