Miami wird um eine Attraktion reicher, allerdings entsteht diese nicht an Land: Geplant ist ein neuer Unterwasser-Skulpturenpark als Erweiterung eines künstlichen Riffs an der Küste von Miami Beach. Wer die elf Kilometer lange Installation sehen will, muss also ein paar Flossen anziehen und schnorcheln gehen.

Das Projekt mit dem Namen ReefLine soll aber nicht nur als Touristenattraktion dienen. Die Initiatoren wollen damit den Korallen und anderen Meereslebewesen neuen Lebensraum bieten, aber auch das Bewusstsein der Besucher für den Klimawandel schärfen, der besonders in diesem Teil Floridas steigende Meeresspiegel und Korallenriffschäden verursacht.

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Unterwasserpark in Miami soll Kunst und Wissenschaft verbinden

Die Idee entstand, als die Gründerin des Projekts, Ximena Caminos, erfuhr, dass künstliche Riffe in den Gewässern von South Beach abgelagert werden können, um die Korallenpopulation wieder aufzufüllen. „Ich dachte: Was wäre, wenn wir ein von Künstlern entworfenes Riff schaffen würden?“, sagte Caminos gegenüber „CNN“. „Ich war schon immer daran interessiert, wie wir Kunst und Wissenschaft kombinieren können, um Fragen der Nachhaltigkeit anzugehen.“

Erster Teil des Skulpturenparks soll 2021 eröffnen

Zusammen mit Meeresbiologen, Forschern und Küsteningenieuren wurde die ReefLine vom Architekturbüro OMA  entworfen und soll demnächst in sechs Metern Tiefe errichtet werden. Dafür werden geometrische Betonmodule rund 275 Meter vor der Küste gestapelt. Sie erstrecken sich dann vom südlichen Ende der Stadt bis zum nördlichen Ende. Der erste Teil soll schon im Jahr 2021 eröffnet werden.