Alles wäre so schön, wenn man einfach einen Blick in die Glaskugel werfen könnte! Die würde einem dann verraten, ab wann wir wieder sorgenfrei verreisen können. Wann für welches Land die Reisewarnungen oder Einreisebeschränkungen fallen und damit auch weniger Flüge und Reisen gestrichen werden.

Urlaub 2021: Tipps fürs Planen und Buchen

Natürlich ist das nur eine Wunschvorstellung, und die Reiseplanung wird auch für das Jahr 2021 erst mal von einigen Unsicherheiten geprägt sein. Du willst dich trotzdem endlich auf den nächsten Urlaub freuen und dich in die Planungen stürzen? Diese Tipps helfen dir dabei.

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Bei Flugtickets flexibel bleiben

Verschärfte Einreisebestimmungen, Quarantäne oder Krankheitsfälle: Vorfälle wie diese können Reise- und Flugpläne schnell durchkreuzen. Wenn die Airline von sich aus Flüge stornieren muss, erhalten die betroffenen Kunden ihr Geld zurück. Anders sieht es dagegen in vielen Fällen aus, wenn der Kunde aus eigenem Verschulden den Flug nicht antreten kann.

Um dennoch nicht auf den Ticketkosten sitzen zu bleiben, solltest du Flüge mit flexiblen Umbuchungs- und Stornierungsregeln buchen. Dasselbe gilt übrigens auch für Hotels, damit du diese im Zweifel ebenfalls noch kurzfristig umbuchen kannst. Viele Airlines haben angesichts der Pandemie ihre Umbuchungsregeln ohnehin gelockert.

Angebote der Reiseveranstalter prüfen

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist nicht nur ein günstiger Preis entscheidend, für Kunden der Reiseveranslter sind vor allem Sicherheit und Flexibilität ausschlaggebend. Dabei ist allen Veranstaltern bewusst, dass Kunden nur dann einen Urlaub buchen werden, wenn sie keinem finanziellen Risiko ausgesetzt sind. Die großen Konzerne locken daher mit zahlreichen Angeboten:

  • DER Touristik: Reisen, die bis zum 31. Janaur 2021 gebucht werden (Reisezeit bis 31.10.2021), können mit wenigen Ausnahmen bis zwei Wochen vor Abreise ohne Kosten umgebucht oder storniert werden.
  • FTI: Wer bis zum 15. Januar.2021 einen Urlaub (Reisezeit bis 31. Oktober 2021) bucht, kann meist bis 14 Tage vor Reisebeginn kostenlos umbuchen oder stornieren.
  • Tui: Wer zwischen dem 1. und 10. Januar 2021 einen Urlaub (Reisezeit bis 31. Oktober 2021) bucht, kann mit wenigen Ausnahmen bis zwei Wochen vor Abreise die Urlaubspläne kostenlos umbuchen oder stornieren.

Aber, Vorsicht: Du solltest vor der Buchung immer genau prüfen, ob die Stornoregeln auch tatsächlich für deine Buchung gilt – denn bestimmte Produktgruppen sind von den flexiblen Bedingungen ausgenommen.

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Reisebeschränkungen im Blick behalten

Wie schnell sich die Einreisebestimmungen der Länder ändern können, haben viele Urlauber im Jahr 2020 zum Teil schmerzhaft gelernt. Auch 2021 sollten Reisende die Beschränkungen der Regierungen genau im Blick behalten. Und zwar nicht nur im Zielland, sondern auch in Hinblick auf Reisewarnungen seitens des Auswärtigen Amtes. Die Beschränkungen können auch dazu führen, dass Flüge oder Pauschalreisen gestrichen werden.

Neben den Einreiseregeln kann es auch sinnvoll sein, die (aktuellen) Corona-Maßnahmen der Reiseländer zu checken. Wie streng wurde dort auf die Pandemie reagiert? Mit welchen Einschränkungen könntest du im Urlaub nicht leben? Ein Blick auf die diesjährigen Maßnahmen könnte einen Vorgeschmack darauf geben, wie die jeweilige Regierung auch im nächsten Jahr auf die Entwicklung der Pandemie reagieren könnte.

Und: Wenn ein Land die Pandemie gut meistert, Infektionszahlen niedrig bleiben und Maßnahmen wirken, schenkt das natürlich ein gutes Gefühl dafür, im Urlaub möglichst sicher zu sein. Vorausgesetzt, das Land lässt Menschen aus dem Ausland (wieder) einreisen.

Regeln beim Stopover checken

Apropos Reisebeschränkungen: Wenn du auf deinem Flug einen Stopover machst, musst du außerdem die Regelungen eines dritten Landes checken. Denn je nach Destination könnten dort Maßnahmen wie eine Corona-Testpflicht oder sogar Quarantäne auf dich zukommen. Letzteres gilt es natürlich zu vermeiden, wenn du an dem Flughafen eigentlich nur wenige Stunden auf dem Weg zu deinem eigentlichen Reiseziel eingeplant hattest.

Reiseversicherung mit Bedacht wählen

Bei der Wahl einer Auslandskrankenversicherung solltest du unter anderem darauf achten, dass diese auch Erkrankungen in Zusammenhang mit einer Pandemie mitversichert. Dasselbe gilt auch bei der Reiserücktrittsversicherung. Diese übernimmt zwar normalerweise die Stornokosten, wenn du eine Reise aufgrund von gesundheitlichen Gründen nicht antreten kannst.

Wenn du allerdings vor der Reise positiv auf Corona getestet wirst und in Quarantäne musst, könnte das bei vielen Versicherern eine Ausmahme darstellen: Das Kleingedruckte schließt Pandemie-Fälle bei einigen Policen aus. Achte deshalb für deine Reise 2021 besonders darauf, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, die auch bei einer Pandemie greift.

Übrigens bieten mittlerweile sogar einige Länder kostenlose oder kostenpflichte Corona-Versicherungen an. Diese übernehmen im Falle einer Covid-19-Erkrankung am Urlaubsort unter anderem die Kosten für Quarantäne und Behandlung.

Corona-Impfung: Auswirkungen aufs Reisen

Der Corona-Impfstoff könnte das die Reisebranche beeinflussen? Erste Auswüchse dessen spüren wir bereits: Als erste Airline kündigte Qantas an, künftig nur noch geimpfte Passagiere an Bord zu lassen. Besonders „notwendig“ sei diese Maßnahme für Reisende, die aus dem Ausland nach Australien kommen.

Ist eine ähnliche Bedingung auch bei anderen Fluggesellschaften oder Reiseveranstaltern denkbar? Bei der Lufthansa ist ein verpflichtender Nachweis einer Corona-Impfung derzeit zumindest noch nicht geplant.

Vorausschauend planen – aber spontan bleiben

Wer 2021 unbedingt verreisen möchte, sollte trotz all der Unwägbarkeiten eine frühzeitige Buchung nicht komplett ausschließen. Denn: Nachdem 2020 viele Reisepläne durchkreuzt wurden, wurden viele Reisen auf dieses Jahr umgebucht.

„Wir quetschen Reisen für zwei Jahre in sechs bis neun Monate – wenn man davon ausgeht, dass Reisen erst im zweiten Quartal des nächsten Jahres wieder an Fahrt aufnehmen“, erklärt Reisebüro-Inhaberin Linda Bendt gegenüber „USA Today“. Sie gehe deshalb davon aus, dass in der Hauptsaison Flüge voll und Hotels ausgebucht sein werden.