Der „Tatort“ ist jeden Sonntag um 20.15 Uhr fester Bestandteil im deutschen Fernsehen – und das schon seit 50 Jahren. Im ersten „Tatort“ „Taxi nach Leipzig“, der am 29. November 1970 gesendet wurde, ermittelte der Hamburger Hauptkommissar Paul Trimm (Walter Richter) in einem Mordfall – Drehorte waren Hamburg und Frankfurt.

Mittlerweile dienen noch viel mehr Städte als Schauplatz für die mörderische Fernsehunterhaltung. Es gibt etwa 20 feste Standorte, davon sind 18 in Deutschland und jeweils einer in Österreich und der Schweiz. Ob nun in Berlin, Köln, Münster oder Kiel – die Fälle führen die jeweiligen Kommissare auch zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Stadtteilen, die du letztendlich besichtigen kannst. Wir verraten dir einige der bekanntesten Drehorte.

„Tatort“-Schauplatz München

In der Jubiläums-Folge „In der Familie“ am 29. November 2020 übernehmen die erfahrenen Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Laitmayr (Udo Wachtveitl) die Ermittlungen. Das Polizeipräsidium der beiden befindet sich im echten Polizeipräsidium in der Ettstraße in der Münchner Altstadt.

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Ebenso wie auch schon die ehemaligen Kommissare Melchior Veigl (1972 bis 1981) und Ludwig Lenz (1981 bis 1987) führen sie die Fälle von dort aus in die verschiedensten Stadtteile Münchens. So waren in den „Tatort“-Folgen bereits zahlreiche markante Punkte der Stadt zu sehen. Darunter: der Olympiapark, das Schlachthofviertel, der Stachus und der Heimeranplatz.

„Tatort“-Schauplatz Hamburg

In Hamburg als Schauplatz für den „Tatort“ haben bereits sieben Ermittlerteams Täter aufgespürt und gestellt. Seit 2013 ist das die Aufgabe von Nick Tschiller (Til Schweiger) und Yalcin Gümer (Fahri Yardim). Beliebte Drehorte im Laufe der Jahre waren bereits das Hamburger Rathaus, St. Pauli, die Elbphilharmonie und die Speicherstadt – das Unesco-Weltkulturerbe der Hansestadt.

Aber auch das Hotel Renaissance, der Alsterpavillon und einige Kneipen dienten als Kulisse. Auf der geführten „Tatort“-Tour Hamburg kannst du auf den Spuren der TV-Ermittler wandeln. Aufgrund von Corona finden die Führungen derzeit aber nicht statt. 

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„Tatort“-Schauplatz Münster

In Münster ermitteln der Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) seit dem Jahr 2002 an verschiedenen Schauplätzen. „Tatort“-Szenen wurden unter anderem in der Liebfrauenkirche, der Diözesanbibliothek, am Prinzipalmarkt, am St.-Paulus-Dom, am Münsteraner Hafen und im Schloss gedreht. Diese Drehorte kannst du auf eigene Faust besichtigen oder bei einer 90-minütigen Münsteraner Krimitour erkunden.

„Tatort“-Schauplatz Kiel

Beim „Tatort“ aus Kiel sind die Kommissare Klaus Borowski und Mila Sahin derzeit im Einsatz. Während die Schauspielerin Almila Bagriacik als Mila Sahin erst seit Juni 2017 als Fallanalytikerin den Kieler „Tatort“ unterstützt, ermittelt Axel Milberg als Hauptkommissar Borowski bereits seit 2003 in Kiel und Schleswig-Holstein. 

Seinen Spuren und denen seiner ehemaligen Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) kannst du bei der „Tatort“-Radtour Kiel folgend. Die Tour führt dich vom Hauptbahnhof über den Vinetaplatz bis hin zum Strand Hasselfelde. 

„Tatort“-Schauplatz Berlin

In Berlin sind die Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) die Hauptdarsteller des „Tatorts“. Das Ermittlerteam ist seit März 2015 dort zu sehen. Beim Lösen der Kriminalfälle agieren sie unter anderem in den Berliner Stadtteilen Schöneberg, Mitte und Weißensee.

Aber auch in nahe gelegenen Städten wie Potsdam wird ermittelt. Dreharbeiten für den Berlin-„Tatort“ „Das perfekte Verbrechen“ fanden beispielsweise in der Potsdamer Löwenvilla an der Georg-Mendel-Straße statt. In dem Bau- und Gartendenkmal lagerte der Widerstandskämpfer Major Fritz von der Lancken im Jahr 1944 eine Sprengladung, die für das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 bestimmt war.

2019 diente die Löwenvilla dann als Drehort für den „Tatort“, die Folge wurde am 15. März 2020 ausgestrahlt.

„Tatort“-Schauplatz Duisburg

Der „Tatort“ Duisburg-Ruhrort wurde von dem populären Ermittlerduo Horst Schimanski (Götz George) und Kollege Thanner (Eberhard Feik) geprägt. Dabei galt vor allem Schimanski als Publikumsliebling. Dem fiktiven Ermittler zu Ehren gibt es in Duisburg sogar spezielle Schimmi-Touren und eine kleine Straße am Hafen, die einst als „Tatort“-Filmkulisse diente, wurde in Horst-Schimanski-Gasse umbenannt.

Bei der Schimmi-Tour werden die wichtigsten Drehschauplätze zu Fuß angelaufen. Dabei erfährst du unter anderem, wo Schimmi seine erste Currywurst aß.

„Tatort“-Schauplatz Köln

Der Kölner „Tatort“ wird seit 1997 mit den fiktiven Kriminalhauptkommissaren Max Ballauf und Freddy Schenk gedreht. Dabei ist regelmäßig der Kölner Dom als Hintergrund der Schlussszene zu sehen. Konkrete Drehorte waren bereits die Benediktinerabtei Brauweiler, das Bundesgästehaus auf dem Petersberg, der Hochofen 4 in Bruckhausen und die Deutzer Brücke in Köln.

Ein beliebter Anlaufspunkt der Ermittler ist die Wurstbraterei Köln, die Fans außerhalb der Drehzeiten noch bis vor Kurzem am Rheinauhafen Südkai finden konnten. Allerdings haben die Inhaber aus Altersgründen den Betrieb im Jahr 2020 eingestellt.

Nun befindet sich der Imbisswagen im LVR-Freilichtmuseum in Kommern – dort soll er laut dem Museumsleiter bei Veranstaltungen wieder in Betrieb genommen werden. Im „Tatort“ kannst du den Wagen 2021 noch ein letztes Mal in der Folge „Brennen sollst Du“ sehen.