Das Heiligenhafen von Portugal ist Porto Santo – was übersetzt eben „heiliger Hafen“ bedeutet. 42 Kilometer nordöstlich von Madeira im Atlantik gelegen, wartet das Eiland allerdings mit wesentlich höheren Temperaturen auf als das deutsche Heiligenhafen. Immerhin liegen die Durchschnittstemperaturen auf Porto Santo ganzjährig zwischen milden 17 und 22 Grad.

Die kleine Schwesterinsel von Madeira beheimatet viele Tier- und Pflanzenarten – obwohl sie auf den ersten Blick und vor allem im Kontrast zur Blumeninsel Madeira eher karg wirkt. Auch die vom Aussterben bedrohte Mönchsrobbe sowie die Unechte Karettschildkröte sind vor der Küste von Porto Santo beheimatet. Diese Artenvielfalt soll nun noch besser geschützt werden: Seit dem 28. Oktober gilt Porto Santo außerdem offiziell als Unesco-Biosphärenreservat.

Elf Kilometer lang und sechs Kilometer breit ist Porto Santo und passt damit rund 16-mal in die große Schwester Madeira hinein. Die Inselhauptstadt Vila Baleira ist klein, aber pittoresk, kaum ein Gebäude ist höher als drei Stockwerke, Hotelbunker sucht man deshalb zum Glück vergeblich.

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Golden wie der Strand, blau wie das Meer

Besonders beliebt ist aber der neun Kilometer lange Sandstrand Campo de Baixo – bislang allerdings vor allem bei Urlaubern und Ausflüglern von Madeira. Darüber hinaus gilt Porto Santo noch immer als Geheimtipp.

Sein Sand und Wasser haben „Visit Portugal“ zufolge den Ruf, Heilkräfte zu besitzen. Grund dafür sei das Vorkommen von Jod, Kalzium und Magnesium, wodurch sie vor allem bei Rheuma und Knochenkrankheiten wohltuend seien. Noch mehr Wellness bietet das inseleigene Thalasso-Zentrum.

Strandbesucher auf Porto Santo, einer Nachbarinsel von Madeira.

Aber auch die Aussicht von einem der „miradouros“ verspricht pure Entspannung: Schließlich erstreckt sich von dort die das Meer bis zum Horizont. Besonders schön ist der Ausblick vom Pico do Facho, mit 517 Metern der höchste Punkt der Insel. Der Berg ist vulkanischen Ursprungs. Vulkanausbrüche haben auch die restliche Landschaft der Insel geprägt. So sind zum Beispiel die Basaltformationen am Südhang des Pico de Ana Ferreira im Westen der Insel ein Relikt dieser Zeit.

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Die Namen der Inseldelikatessen mögen deutsche Zungen schnell verknoten und außerdem Einiges an Knoblauchliebe abverlangen. Aber sie sind die perfekte Stärkung nach einem erholsamen Inseltag: „Espetada de vaca grelhada em pau de louro“ ist ein Rindfleischspieß auf einem Lorbeerstecken mit Knoblauchbutter. Das Fladenbrot „bolo do caco“ wird in einer Dachpfanne gebacken. Und auf „pão com batata-doce“ – Brot mit Süßkartoffeln – kommt ebenfalls eine Portion Knoblauchbutter.

Übrigens: Genau wie auf Madeira ist auch auf Porto Santo das Corona-Geschehen aktuell dank strenger Hygienemaßnahmen unter Kontrolle. Entsprechend gibt es für die Inseln aktuell keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Porto Santo besitzt einen eigenen Flughafen – die Flugzeit ab Lissabon beträgt rund eineinhalb Stunden, der Flughafen ist von Madeira aus in kurzer Zeit per Fähre erreichbar.