Italien, ach Italien – was würden wir jetzt für einen sonnigen Urlaub im Land am Mittelmeer geben … Die schönsten italienischen Dörfer lassen uns schon jetzt von einer Reise durch Bella Italia träumen. Auch wenn das Reisen für einige gerade sehr weit weg zu sein scheint, ist das Planen des nächsten Trips doch erlaubt! Hier kommen die neun besten Reiseziele Italiens für jeden Urlaubstyp.

Für Pizza-Liebhaber und Foodies: Neapel

Sie wird auf der ganzen Welt gegessen, aber nirgendwo schmeckt sie so gut wie hier – die Pizza von Neapel. Seit Jahrhunderten streiten sich Restaurants in der Stadt im Süden Italiens darum, wer die beste Pizza napoletana zubereitet. Eine gute Anlaufstelle ist Di Matteo, eine der ältesten Pizzerien Neapels. Im riesigen Pizzaofen backt die Pizza mit dicken Rand knusprig auf.

Di Matteo zählt zu den ältesten und besten Pizzerien in Neapel.

Aber lass etwas Platz im Bauch, denn Neapel hat noch viel mehr zu bieten – zum Beispiel Spaghetti alle vongole (Pasta mit frischen Venusmuscheln) oder auch köstliche Desserts wie Sfogliatella, ein Croissant mit süßer Ricottafüllung, Zimt und dem Aroma von Orangenblüten. reisereporter Simon ist sicher: Mehr Italien geht nicht!

Für Weinliebhaber: Toskana

Tiefgrüne Berge, satte Olivenhaine und knallgelbe Sonnenblumenfelder – geht noch mehr Bilderbuchlandschaft? Kein Wunder, dass die Toskana jedes Jahr Millionen Besucher in ihren Bann zieht. Neben der atemberaubenden Landschaft und den beliebten Ausflugszielen Pisa und Florenz hat die Toskana aber vor allem eines zu bieten: Wein. Und zwar einen den besten der Welt.

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Vom klassischen Chianti bis hin zum beliebten Cabernet Sauvignon gibt es alles, was das Weinliebhaber-Herz begehrt. In der Toskana wird seit dem achten Jahrhundert am perfekten Wein getüftelt. Du musst dich also echt anstrengen, um hier enttäuscht zu werden. 

Die Toskana ist die wohl bekannteste Weinanbauregion Italiens. Wer guten Rotwein liebt, wird hier nie wieder weg wollen.

Der „sonnige Garten Italiens“ ist in etwa so groß wie Mecklenburg-Vorpommern. reisereporterin Bruntje nennt noch weitere Gründe, warum wir die Toskana so lieben.

Für Nachtschwärmer: Mailand

Mailand ist die Mode-Hauptstadt Italiens. Exklusive Boutiquen und hochpreisige Juweliere reihen sich aneinander. Wenig überraschend, dass Mailand zu den teuersten Metropolen der Welt gehört. Doch wer hinter den Vorhang der Reichen und Schönen blickt, findet italienische Architektur und Kultur zum Verlieben. Zum Beispiel den Mailänder Dom – das Wahrzeichen der Stadt gilt als das Postkartenmotiv schlechthin. 

Der Mailänder Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Vom Dach des Doms hat man einen spektakulären Blick über die Stadt.

Nach einem Besuch auf dem Mailänder Dom, von dem du einen fantastischen Blick auf die moderne Metropole hast, solltest du dich beeilen, denn die Happy Hour beginnt um 18 Uhr. In der malerischen Altstadt gibt es zahlreiche Restaurants und Bars, die Zucca zubereiten. Der typische Aperitif wird mit Rharbarberlikör, Crushed Ice, Soda und einer Orangenscheibe zubereitet. Und: Mailänder Nächte sind lang. Dass Clubs und Bars bis 6 Uhr morgens geöffnet haben, ist nicht ungewöhnlich. 

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Für Abenteurer: die Dolomiten

Urlaub in den Dolomiten bedeutet Abenteuer pur! Auf bis zu 3300 Metern Höhe ist alles möglich – egal ob Fallschrimspringen, Skifahren oder Rafting. Beeindruckende Bergpanoramen, die ihresgleichen suchen, gibt es on top. Die Gebirgsgruppe ist nicht ohne Grund Unesco-Weltnaturerbe.

Rafting-Tour im Sommer und rasante Abfahrten im Winter – die Dolomiten stehen für Abenteuer.

Übrigens: Einmal im Jahr findet der „Dolomitenmann“ statt. Extremsportler messen sich in vier Disziplinen: Berglauf, Paragliding, Mountainbiking und Wildwasser-Kanu. Doch neben der Action finden Urlauber auch Wellness und Entspannung, zum Beispiel im Südtiroler Eggental.

Für Kunst- und Architekturbegeisterte: Florenz

La dolce vita – wo könntest du das italienische Lebensgefühl besser aufsaugen als in der Renaissance-Stadt Florenz? Hier wandelst du auf den Spuren bedeutsamer Künstler wie Michelangelo, Raffael oder Botticelli. Seit 1982 gehört die komplett erhaltene Altstadt in Gänze zum Unesco-Weltkulturerbe. 

In Florenz gibt es mehr als 70 Museen, eines sehenswerter als das andere. Selbst wer an Kunst kaum interessiert ist, kommt um einen Besuch der Uffizien nicht herum! Der Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert ist an sich schon einen Besuch wert – drinnen hängen zusätzlich Gemälde der namenhaftesten Maler der Welt.

Das Stadtbild von Florenz ist einzigartig und weit über Italiens Grenzen hinaus bekannt.

Auch an der imposanten Kathedrale Santa Maria del Fiore führt im wahrsten Sinne des Wortes kein Weg vorbei, denn die riesige Kuppel im Zentrum ist nicht zu übersehen. 

Für Romantiker: Verona

Verona liegt nur etwa 30 Kilometer vom beliebten Gardasee entfernt und erzählt die vielleicht schönste Liebesgeschichte, die es überhaupt gibt: „Romeo und Julia“. Das Stück von William Shakespeare spielt in der mittelalterlichen Stadt im Norden Italiens. 

Zwei junge Menschen in Verona verlieben sich hoffnungslos ineinander. Das Problem: Sie gehören den verfeindeten Familien Montague und Capulet an. Die lang andauernde Fehde zwischen den beiden Häusern legt ihrer Liebe Steine in den Weg und treibt Romeo und Julia in den Selbstmord. Die Tragödie endet damit, dass sich die Angehörigen miteinander versöhnen.

Kurioser Aberglaube: Das Berühren der rechten Brust der Bronzestatue soll Glück bringen.

Dabei hat es wohl weder Romeo noch Julia in der Form gegeben – und Shakespeare war zu Lebzeiten nie in Verona. Das ändert aber nichts daran, dass die Stadt vor Romantik nur so sprüht. Ein kleines Haus aus dem 14. Jahrhundert in der Altstadt Veronas wird als „Haus der Julia“ bezeichnet. Dort soll Shakespeares Tragödie spielen. 

Ein steinerner Balkon ragt in den Innenhof, in dem auch eine Bronzestatue der Julia steht. In den Wänden der Häuser stecken viele bunte Zettelchen. Paare, die hier ihren Liebesschwur aufschreiben, sollen eine besonders glückliche Beziehung führen.

Für Sonnenanbeter: die Amalfiküste

Die Amalfiküste im Süden der italienischen Halbinsel von Sorrent erstreckt sich über 50 schroffe und zerklüftete Küstenkilometer. Viele kleine Strände und pastellfarbene Fischerdörfer machen die Gegend mit den Inseln Capri, Ischia und Procida zu einem beliebten Reiseziel.

Eine Küstenstraße zwischen Salerno und Sorrent führt an malerischen Villen, idyllischen Weinbauterrassen und gelben Zitronenhainen vorbei. Ein Postkartenmotiv jagt hier das nächste. Und wenn du schon mal hier bist, solltest du den Städten Amalfi, Positano und Ravello einen Besuch abstatten. Der Küstenabschnitt zwischen Positano und Vietri sul Mare gehört seit 1997 zum Unesco-Weltnaturerbe.

Zugegeben: Die Amalfiküste ist schon lange kein Geheimtipp mehr – weniger sehenswert macht es die malerischen Orte wie Positano aber nicht.

Neben dem Tourismus leben die Einwohner hier vor allem vom Zitronenanbau. Es gibt keinen besseren Ort auf der Welt, um den landestypischen Likör Limoncello zu probieren, als die Amalfiküste – mit der Sonne im Gesicht und den Füßen im türkisblauen Wasser.

Für Historiker: Pompeji

Pompeji, die einst wohlhabende römische Stadt im Süden Italiens, wurde nach einem folgenschweren Vulkansausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus unter einer meterhohen Ascheschicht begraben. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die „verlorene Stadt“ wiederentdeckt. 

Schnell hat sich Pompeji zu einem Magneten für Touristen und Archäologen entwickelt, denn unter der dicken Ascheschicht sind einige Teile Stadt bemerkenswert gut erhalten. Heute können Besucher für 15 Euro die freigelegten Ruinen erkunden, unweit der Küste am Golf von Neapel. 

Pompeji: Unvollkommene Statuen, Ruinen und Ausgrabungsstätten versetzen dich in die Zeit der alten Römer zurück.

Im Jahr 2019 wurden beeindruckende Teile der Stadt freigelegt und erstmals – seit fast 2000 Jahren – der Öffentlichkeit präsentiert. Es gibt nun unter anderem ein Thermalbad aus weißem Mamor und ein Fresko der alten Römer zu entdecken. 

Um Pompeji zu erkunden, solltest du dir mindestens drei Stunden Zeit nehmen – immerhin ist es eine Attraktion in Stadtgröße. Solltest du den ganzen Tag Zeit haben, ist ein Besuch in der Nachbarstadt Herculaneum zu empfehlen, die ebenfalls vom Vulkanausbruch zerstört wurde. 

Für Familien: Rom

Italiens Hauptstadt ist sicherlich nicht das perfekte Reiseziel für einen Erholungsurlaub. Dafür kommen Familien in Rom voll auf ihre Kosten, denn die „ewige Stadt“ hat für alle Altersgruppen, Budgets und Interessen etwas zu bieten. Die Dos und Don’ts für die Metropole verrät dir reisereporterin Alexa.

Es gibt historisch erstklassige Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum und das Forum Romanum, aber auch spaßige Attraktionen für Kinder – zum Beispiel Puppentheater im Park, Münzen in den Trevi-Brunnen werfen oder neben einem riesigen Marmorfuß posieren. 

Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt Italiens eignet sich perfekt für einen Familienurlaub.

Und dann ist da natürlich noch die Vatikanstadt, technisch gesehen ein unabhängiger Stadtstaat innerhalb Roms. Dort kannst du Michelangelos weltberühmte Kunstwerke in der Sixtinischen Kapelle und im Petersdom bewundern.