Ob Industrie-Denkmal wie die Zeche Zollverein in Essen, religiöse Kultstätte wie die Wartburg in Eisenach, Naturwunder wie das Wattenmeer oder kulturelle Hochstätte wie die Weimarer Klassik – die 46 ausgezeichneten Welterbe-Stätten der Unesco bilden Deutschland in seiner ganzen Vielfalt ab. 

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation feiert am Montag, 16. November, ihren 75. Geburtstag. Auch wenn im Jubiläumsjahr keine neuen Stätten aus Deutschland ausgezeichnet worden sind, hat sich die Liste gefüllt, seit im Jahr 1978, also 33 Jahre nach der Gründung der Unesco, mit dem Aachener Dom das erste deutsche Bauwerk als Welterbe ausgewiesen wurde. Es war auch das Jahr 1978, als die Liste überhaupt erst begonnen wurde.

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Mehr als 1000 Unesco-Welterbestätten weltweit

Deutschland ist indes nur ein Teil der langen Unesco-Welterbe-Liste. Inzwischen finden sich weltweit 1121 Denkmäler, Stätten und Naturgebilde auf der Liste, als Weltkulturerbe oder als Weltnaturerbe. Alle 1121 haben einen universellen Wert gemeinsam, der sie besonders schützenswert macht. Die Stätten finden sich in insgesamt 167 Ländern und setzen sich aus 866 Weltkulturerbe-Stätten und 213 Weltnaturerbe-Gebieten zusammen. 39 haben einen gemischten Status.

Deutschland hatte übrigens noch ein weiteres Weltkulturerbe – den Status verlor die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal aber im Jahr 2009. Der Grund dafür ist der Bau der Waldschlößchenbrücke über die Elbe. Bereits infolge der Planungen wurde das Dresdner Elbtal in die Liste des gefärdeten Welterbes aufgenommen.