Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Touristenattraktionen auf der Welt. 4500 Jahre alt sind die Monumente vergangener Zeiten, erbaut von ägyptischen Pharaonen. Doch nun soll das Areal rund um das Weltwunder neu gestaltet werden – für umgerechnet 17 Millionen Euro. 

Ziel ist es, die Pyramiden von Gizeh besucherfreundlicher und einfacher zugänglich zu machen. Deshalb soll vor allem das Gizeh-Plateau, auf dem die Sphinx und drei Pyramiden stehen, renoviert werden. Dort sind ein Besucherzentrum und das erste Restaurant überhaupt geplant. Auch sollen künftig umweltfreundliche Elektrobusse und Golfkarts Touristen zu den Pyramiden bringen – das bedeutet auch das Aus für Kamel-, Pferde- und Eselritte zu dem Weltwunder.

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Verkündet hat die Umbaupläne das Newsmagazin „Euronews“ – dessen Mehrheitsaktionär Naguib Sawiris ist gleichzeitig Vorsitzender und CEO der Gesellschaft, die das neue Restaurant finanziert. Das Ziel sei es, Dienstleistungen für Besucher zu verbessern, sodass sie der Pracht der historischen Stätte angemessen seien, sagte er dem Portal. Durch die Neubauten sollte die Verschmutzung auf dem Areal reduziert werden, damit „ein faszinierendes Erlebnis für die Besucher“ geschaffen wird. 

Pyramiden von Gizeh: Hotel, Restaurants und Museum sind im Bau

Der Restaurant-Komplex, in dem es zwei Restaurants und ein Café geben soll, ist im Nordwesten des Areals geplant. Das alte Ingenieurverwaltungsgebäude soll dafür modernisiert werden. 

Erste Schritte wurden indes bereits unternommen. So wurde Ende Oktober eine neue Lodge an den Pyramiden von Gizeh eröffnet: Die „9 Pyramid Lodge“, mit natürlichen Materialien gebaut, ist einem traditionellen Beduinenlager mit vielen Kissen, die über den Boden verstreut sind, nachempfunden. Ebenfalls im Bau befindet sich das Große Ägyptische Museum, das zwei Kilometer von den Pyramiden entfernt entsteht. Das dann größte archäologische Museum der Welt sollte eigentlich bereits 2020 teileröffnet werden, aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Eröffnung auf das Jahr 2021 verschoben. 

Geplant wurde der Umbau bereits 2005, doch nach dem Arabischen Frühling 2011 wurde der Plan vorerst auf Eis gelegt. Die unsichere Lage in Ägypten führte zu Einbußen im Tourismus, doch 2019 kamen wieder 13,6 Millionen Touristen nach Ägypten. Für 2020 hatte man 15 Millionen Gäste erwartet – die Annahme stammt aber aus einer Zeit, als es die Corona-Krise noch nicht gab.