Beeindruckende Berglandschaften, wilde Täler und verwunschene Wälder: Bayern hat für Ausflüge jede Menge Abwechslung zu bieten. Und nachdem es im Sommer an vielen beliebten Orten des südlichen Bundeslandes ziemlich voll war, wird es im Herbst und Winter allmählich leerer. Grund dafür ist nicht nur der Teil-Lockdown, sondern Gründe sind auch die niedrigeren Temperaturen und die erhöhte Regenwahrscheinlichkeit.

Wenn deine Abenteuerlust aber größer ist als deine Abneigung gegen ein bisschen Regen oder Kälte, dann haben wir in unserer Übersicht genau das Richtige für dich: spannende Ausflugstipps für die Zeit während und nach der Coronavirus-Pandemie.

Die Regeln für Ausflüge im Teil-Lockdown

Vorweg kommen hier die Regeln für Ausflüge trotz des Teil-Lockdowns, der bis Ende November gilt: Übernachten ist nicht drin, denn Hotels und Pensionen dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Grundsätzlich sollten auch „überregionale tagestouristische Ausflüge“ vermieden werden, es gilt jedoch kein Verbot. Aber: Ab wie vielen Kilometern Entfernung gilt ein Ausflug nicht mehr als regional?

Eine eindeutige Aussage gibt es hierzu nicht – der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Florian Hermann, sagte dazu beispielsweise gegenüber dem Sender „Antenne Bayern“, dass die Formulierung vor allem symbolische Wirkung habe. Einen genauen Radius, in dem man sich für Ausflüge bewegen darf, lege sie nicht fest.

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1. Wandere den Carl-von-Linde-Weg in Berchtesgaden

Wanderschuhe gehören schon fast zu den Must-haves dieses Jahres. Denn ganz egal, was gerade in der Innenstadt oder auf der Arbeit los ist, eine Tour in die Natur ist immer erlaubt. Allerdings gilt auch beim Wandern: Abstand halten. 

Auf dem Carl-von-Linde-Weg durch die Berchtesgadener Berge solltest du genügend Raum haben, um den Mindestabstand einzuhalten. Der Panoramaweg am Obersalzberg ist auch für Wanderneulinge geeignet, denn er enthält nur wenige Steigungen. Und die Ausblicke sind atemberaubend, du siehst Berchtesgaden, Schönau am Königssee, den Untersberg und den Watzmann.

Der Nationalpark Berchtesgaden in Bayern ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Los geht es am Dokumentationszentrum in Obersalzberg. Von dort aus wanderst du fast ebenerdig über die malerische Berglandschaft. Übrigens: Der Wanderweg wird auch im Winter geräumt. Für die 5,1 Kilometer lange Strecke solltest du etwa eineinhalb Stunden einplanen – plus Fotostopps.

2. Bewundere die Walhalla bei Regensburg

Es klingt eher nach einem Kampfausruf statt nach einem kunsthistorischen Gebäude, dabei ist es genau das: Die Walhalla südlich von Regensburg ist eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler. Und das ist nicht der einzige Grund für einen Ausflug an den schönen Ort an der Donau. 

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Die Walhalla ist ein bedeutendes Nationaldenkmal.

Die Gedenkstätte deutscher historischer Persönlichkeiten dient heute als Museum und umfasst eine Ausstellung mit 131 Marmorbüsten und 65 Gedenktafeln. Sobald der Teil-Lockdown beendet ist, lohnt sich also auch eine Tour durch die Innenräume des prächtigen Gebäudes. 

Aber auch vorher solltest du die Walhalla auf deine Ausflugs-Bucket-List packen. Denn sie steht inmitten eines verwunschenen Waldes am Ufer der Donau. Alles in allem gibt es dort viel zu entdecken. Und wenn du schon einmal dort bist, lohnt auch ein Abstecher ins nahe gelegene Regensburg. 

3. Speise am Rotwandhaus in den Schlierseer Bergen

Die Krönung einer Bergwanderung ist für viele Outdoor-Fans die Einkehr in einer Alm, inklusive leckerem Essen und einem heißen Getränk. In Zeiten des Teil-Lockdowns ist das allerdings nicht ganz so einfach. Einige Alm-Wirte in Bayern haben sich allerdings eine kreative Alternative zum Sit-in überlegt: Sie verkaufen Speis und Trank nun am Fenster. Eine der wohl beliebtesten Anlaufstellen ist dabei das Rotwandhaus in den Schlierseer Bergen.

Das Rotwandhaus in den Schlierseer Bergen.

Du erreichst das heimelige Häuschen inmitten der Berge vom Spitzingsee aus auf vier unterschiedlichen Wegen. Zum Beispiel in 1,5 Kilometern über die Taubensteinbahn oder auf der vier Kilometer langen Strecke über die Waitzingalm und den Pfanngraben. 

4. Wandere durch Klein Kanada im Chiemgau

Zugegeben, der offizielle Name unseres nächsten Ausflugstipps ist nicht wirklich Klein Kanada. Aber das Drei-Seen-Gebiet in Chiemgau ist bei Kennern unter diesem Namen bekannt. Und das aus gutem Grund: Die Landschaft in diesem Bereich des Chiemsees erinnert stark an die Wälder Kanadas

Das Drei-Seen-Gebiet in Chiemgau ist auch als Klein Kanada bekannt.

Du findest das Fernreise-Feeling in Bayern zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl. Mitten im Naturschutzgebiet Chiemgauer Alpen bilden die drei Gewässer Weitsee, Mittersee und Lödensee eine erholsame Seenlandschaft. Besonders märchenhaft wird das Ganze übrigens im Winter, wenn Wald und See mit einer weißen Schicht bedeckt sind. 

5. Erlebe den Staubfall im Chiemgau

In Bayern hast du die Chance, einige beeindruckende Wasserfälle zu bewundern. Einer der wohl schönsten in dem Bundesland ist dabei der Staubfall im Chiemgau. Der Wasserfall befindet sich genau an der Grenze von Deutschland und Österreich. 

Der Staubfall liegt direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Du erreichst ihn von Laubau aus innerhalb von etwa 1,5 Stunden. Bei starkem Regen solltest du allerdings einen anderen Ausflug in Betracht ziehen, denn der Weg führt auch an steilen Klippen entlang, die im Trockenen deutlich leichter zu bewältigen sind. 

6. Besuche den Fischener Eichhörnchenwald im Allgäu

Süße Tiere sind nachweislich gut für das Wohlbefinden. Zoos und Tierparks sind leider aktuell allerdings tabu. Zum Glück gibt es in Bayern aber eine verlockende Alternative: den Eichhörnchenwald in Fischen im Allgäu. Denn dabei handelt es sich nicht etwa um einen Wildtierpark, sondern um einen ganz normalen Wald, in dem zahlreiche süße und handzahme Eichhörnchen zu Hause sind. 

Eichhörnchen kannst du im Allgäu ganz nah kommen.

Also: Bereit für eine Runde Eichhörnchen-Knuddeln? Dann einfach auf dem Wanderparkplatz Grundbachweg in Fischen parken und im Wald rechts abbiegen. Nach etwa fünf Minuten heißt es dann: Augen auf und still sein. Übrigens: Die kleinen Nager freuen sich über Nüsse, die sie dir auch mal aus der flachen Hand klauen. 

7. Stapfe durch den Schnee in „Bayerisch Sibirien“

Tiefer, fester Schnee ist in vielen Teilen Deutschlands mittlerweile zur Seltenheit geworden. Deshalb schicken wir dich in die Region mit der höchsten Schneefalldichte des Landes. Der Ochsenkopf ist ein sagenumwobener 1024 Meter hoher Berg im Fichtelgebirge und auch als „Bayerisch Sibirien“ bekannt. 

Der Ochsenkopf im Fichtelgebirge gilt als Schnee-Hotspot in Deutschland.

Den wohl bekanntesten Berg findest du etwa 20 Kilometer nordöstlich von Bayreuth. Besonders im Winter lohnt sich eine ausgiebige Wanderung durch die Waldlandschaft, die an Weihnachtsmärchen erinnert. Oben angekommen wirst du dann mit einer Aussicht belohnt, die jeden noch so beschwerlichen Schritt durch den Tiefschnee wert ist.