Ein Regenbogen hat etwas Magisches und sorgt mit den sieben Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett für einen echten Hingucker am Himmel. Allerdings ist das Phänomen relativ selten. Denn der bunte Bogen entsteht nur dann, wenn Sonnenstrahlen und Wassertropfen in der Luft aufeinandertreffen.

Das ist meist der Fall, wenn es regnet, nebelig ist oder Wasser aufgewirbelt wird und gleichzeitig die Sonne scheint. In Deutschland kannst du das prächtige Farbenspiel am Horizont mit etwas Glück am besten im Frühling oder Herbst entdecken. An anderen Orten ist die Wahrscheinlichkeit, einen Regenbogen oder sogar mehrere Regenbögen zu sehen, noch deutlich höher. Wir stellen dir zehn dieser Reiseziele vor.

Regenbögen im Naturschutzgebiet Masai Mara in Kenia

Im Naturschutzgebiet Masai Mara kannst du so einiges auf einer Safari entdecken: eine beeindruckende Steppenlandschaft sowie frei lebende Giraffen, Elefanten, Geparde und andere wilde Tiere.

Bevor aber in Kenia die Sonne untergeht, erwartet dich noch ein anderes Highlight. Denn dann färbt sich der Himmel zunächst rötlich, bevor mit etwas Glück auch ein Regenbogen am Horizont erstrahlt. Ist dann auch noch ein Wildtier in der Nähe, ist dir ein wunderschöner Schnappschuss garantiert.

Im Nationalpark Masai Mara in Kenia kannst du mit etwas Glück nicht nur wilde Tiere sehenn sondern auch einen Regenbogen.

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Sambesi/Simbabwe: Seltene Regenbögen an den Victoriafällen

Hast du schon mal von einem Mondregenbogen gehört? Das ist ein Regenbogen, der durch Mondlicht statt durch Sonnenlicht entsteht. Weil der Vollmond viel schwächer als die Sonne strahlt, sind Mondbögen aber viel seltener. Sie sind aufgrund von Lichtverschmutzung am Nachthimmel auch schwerer zu sehen. 

Chancen auf die seltene Erscheinung hast du bei den berühmten Victoriafällen, die sich zwischen Sambesi und Simbabwe befinden, in den Monaten April, Mai, Juni und Juli, weil dann die Wetterverhältnisse am besten sind. Noch wahrscheinlicher ist hingegen, dass du tagsüber an den Victoriafällen einen Regenbogen nach dem anderen entdeckst. Denn wo viel Wasser und Nebel ist, sind die farbenfrohen Phänomene nicht weit.

Die Victoriafälle in Zimbabwe sind für sich genommen schon ein Hingucker. Ein Regenbogen macht das Urlaubs-Foto aber perfekt.

Brasilien/Argentinien: Hunderte Regenbögen an den Iguazú-Wasserfällen

Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze von Brasilien und Argentinien sind mit 275 einzelnen Wasserfällen das größte Wasserfallsystem der Welt. Die Wasserfälle sind dreimal so breit und doppelt so hoch wie die Niagarafälle. Durch die Wassermassen werden Hunderte Regenbögen erzeugt. Die höchste Wahrscheinlichkeit, einen bunten Bogen zu sehen, besteht in der Trockenzeit von April bis Juni.

An den Iguazú-Wasserfällen sind immer wieder Regenbögen zu sehen.

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Hawaii: Regenbogen am feuchtesten Ort der Welt garantiert

Hawaii ist als „Regenbogenstaat“ bekannt, sodass du garantiert atemberaubende Regenbögen über der Inselkette sehen kannst. Am häufigsten werden sie auf Kauai gesichtet, denn auf der besonders regnerischen Insel befindet sich der Mount Waialeale, einer der feuchtesten Orte der Erde. Dort herrschen perfekte Bedingungen für das Entstehen des farbenfrohen Phänomens.

Hawaii ist auch bekannt als Rainbow State, weil du dort viele Regenbögen sehen kannst. Beispielsweise auf Kauai.

USA: Mondregenbogen im Yosemite-Nationalpark sehen

Der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien ist ein weiterer Ort, an dem du einen seltenen Mondregenbogen sehen kannst. Die beste Zeit dafür, einen zu entdecken, ist bei Vollmond im Frühling oder Sommer. Aber wie bei all den anderen Wasserfällen auch kannst du einen normalen Regenbogen tagsüber entdecken und in einem traumhaften Fotomotiv festhalten.

Im Yosemite National Park in Kalifornien stehen deine Chancen gut, einen Regenbogen zu entdecken.

USA/Kanada: Ganz viele Regenbögen an den Niagarafällen

Die Niagarafälle zwischen New York und Ontario sind einer der größten und berühmtesten Wasserfälle der Welt. Mit rund zwölf Millionen Besuchern jährlich sind sie eine der meistbesuchten Touristenattraktionen in Kanada. Jede Sekunde fließen 3160 Tonnen Wasser hinunter und erzeugen dabei viel Nebel und – du hast es erraten – ganz viele Regenbögen.

An den Niagarafällen sind oft Regenbögen zu sehen.

Irland: Regenbögen und ein Topf voll Gold?

In einem Text über Regenbögen darf natürlich Irland nicht fehlen. Das Land ist weltweit für seine Sage bekannt, dass am Ende eines Regenbogens ein Topf voller Gold verborgen ist. Denn die Leprechauns (Kobolde) nutzen das Ende, um ihre Schätze vor den Menschen zu verstecken. 

Aber nicht die Kobolde sorgen für die bunten Bögen, sondern das Wetter und Irlands Breitengrad. Da die Sonne immer wieder zwischen den Schauern herauskommen kann, bestehen in der nebligen und smaragdgrünen Landschaft die perfekten Bedingungen dafür.

Irland ist bekannt für Regenbögen. Dieser Regenbogen ist am Ballybunion Beach entstanden.

Regenbögen und Nordlichter – bunte Phänomene in Island

Auch in Island gibt es den Legenden nach Kobolde und Feen. Während du nach den Naturwesen vermutlich vergebens suchst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du in der Nähe der zahlreichen Geysire und Wasserfälle tagsüber einen Regenbogen entdeckst. 

Nachts hingegen kannst du gelegentlich ein anderes Naturspektakel sehen. Denn aufgrund der Nordlichter verwandelt sich der Himmel in ein grünes Lichtermeer.

In Island sorgen Geysire, heiße Quellen und Wasserfälle immer wieder für Regenbögen, so wie am Skógafoss-Wasserfall.

Schottland: Stürme und Sonnenschein sorgen für Regenbögen

Da es auch in Schottland gelegentlich etwas stürmischer zugeht, hast du gute Chancen, gleich mehrere Regenbögen an einem Tag zu sehen. Dabei ist es egal, ob du dich in der Hauptstadt Edinburgh befindest, in einem kleinen Dorf wie Dornie oder irgendwo an einer steilen Klippe in der Natur.

Auch in Schottland kannst du immer wieder Regenbögen bewundern, so wie hier am Eilean Donan Castle.

England: In Norfolk gibt es viele Regenbögen

In England regnet es bekannterweise ständig – das macht eine Sightseeing-Tour schwieriger, bietet aber perfekte Bedingungen für Regenbögen. Eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, einen Regenbogen zu sehen, hast du in Norfolk im Osten des Landes. Immer wieder kommt es dort zu dem bunten Phänomen an den Sandstränden.

In Norfolk kommen Regenbögen häufiger vor. Ob der Mann auf dem Foto mit seinem Metalldetektor wohl nach einem Topf voll Gold sucht?

Und wenn ein Regenbogen mal auf sich warten lässt, dann kannst du so lange den örtlichen Zoo oder einen Vergnügungspark besuchen.