Urlauber mussten sich vor der Reise nach Griechenland bislang nur ein Einreiseformular für den bei Einreise benötigten QR-Code ausfüllen. Doch seit dem 11. November gilt in dem Land zusätzlich die Corona-Testpflicht. Aber: Aktuell betrifft diese verschärfte Regelung wohl nur wenige Touristen. Griechenland befindet sich wegen extrem hoher Corona-Neuinfektionen seit dem 7. November in einem Lockdown.

Lockdown in Griechenland mit Ausgangssperre

Dieser gilt vorerst bis Ende des Monats, das teilte Premierminister Kyriakos Mitsotakis mit. Folgende Maßnahmen gelten während der Zeit des Lockdowns auf dem Festland und auf den griechischen Inseln:

  • Wer nach Griechenland reisen will, braucht ab Montag, 11. November, einen negativen PCR-Test. Dieser darf maximal 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein.
  • Es gilt eine allgemeine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr – ausgenommen sind Berufstätige, die vom Arbeitgeber eine entsprechende Bestätigung mitführen. Auch Arztbesuche und Gassigehen mit dem Hund sind erlaubt.
  • Wer tagsüber das Haus verlassen will, darf dies auch nur für einen triftigen Grund, zum Beispiel zum Einkaufen, für einen Arztbesuch oder Sport. Darüber muss derjenige oder diejenige in einer SMS an 13033 senden oder ein Formular auf forma.gov.gr ausfüllen.
  • Es gilt im gesamten Land eine Maskenpflicht.
  • Alle Läden außer Supermärkten, Apotheken und anderen lebenswichtigen Geschäften müssen schließen.
  • Kindergärten und Grundschulen bleiben geöffnet, Gymnasien müssen auf Online-Betrieb umstellen.

Lockdown in Griechenland: Das Aus für den Urlaub?

Die Maßnahmen gelten für das Festland sowie auch die Inseln gelten. Was heißt das also für einen geplanten Urlaub auf Kreta, Rhodos, Santorini, Kos oder Mykonos? Anders als beim Lockdown im März soll der internationale Flugverkehr nicht eingestellt werden. Und auch Hotels sollen geöffnet bleiben, berichtet die Athener Zeitung Iefimerida.

Zehntausende Urlauber befanden sich kur vor dem Lockdown noch in Griechenland, denn viele Reiseveranstalter hatten das Reiseangebot für Griechenland bis Ende November verlängert.

Griechenland: Eine Region auf RKI-Liste der Risikogebiete

Insgesamt verzeichnet Griechenland seit Ausbruch der Pandemie bisher gut 60.500 Infektionen, 866 Menschen starben. Landesweit steht das Land nun bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von durchschnittlich 152,21 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner (Stand: 11. November). Das ist drei Mal mehr als der aus deutscher Sicht kritische Wert von 50. 

Nachdem zunächst nur Westmakedonien auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes (RKI) stand, gelten seit dem 8. November auch die Regionen Attika, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Epirus und Thessalien als Risikogebiete. Für diese Regionen gilt auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.