Die Wintersaison in Deutschland steht vor der Tür. Sobald der erste Schnee fällt, steht dem Rodelspaß in den Bergen fast nichts mehr im Weg. Coronabedingt können einige Seilbahnen oder Rodelbahnen aber vorübergehend geschlossen sein. Bevor du einen Ausflug planst, solltest du dich also vorher informieren, ob die Bahnen geöffnet haben.

Die meisten Winter-Rodelbahnen gibt es natürlich in den Alpen. Aber auch außerhalb von Bayern kannst du dir einen Schlitten schnappen und mit Schwung ins Tal sausen. Der reisereporter stellt dir die besten Naturrodelbahnen vor. 

Bayern: Winter-Rodelbahn Oberaudorf

In Bayern findest du nicht nur die meisten Rodelbahnen, sondern teilweise auch die längsten. So richtiger Rodel-Spaß kommt beispielsweise bei der Winter-Rodelbahn in Oberaudorf auf. Zusammen mit deinem Schlitten bringt dich eine Bergbahn ganz bequem aufs Hocheck.

Wer sich lieber die Füße vertreten will, kann aber auch hinaufspazieren. Das geht allerdings ausschließlich über die geteerte und geräumte Fahrstraße zum Berggasthof Hocheck. Die Gehzeit beträgt etwa eine Stunde. Oben angekommen geht es dann ganze drei Kilometer wieder nach unten.

Die Rodelbahn ist in der Winter-Saison bei entsprechender Witterung und Schneelage geöffnet. Täglich von 9 bis 16.30 Uhr wird die Sesselbahn betrieben. Dienstags, donnerstags, freitags und samstags auch abends von 18.30 bis 21 Uhr. Außerdem wird die Rodelbahn an den Abenden bis etwa 23 Uhr täglich beleuchtet. Besucher können einen Schlitten direkt in der Talstation ausleihen.

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Oberbayern: Adrenalinkick beim Rodeln in Reit im Winkl

Einen Adrenalin-Kick können sich anspruchsvolle Rodler in Reit im Winkl holen. In dem beliebten Wintersport- und Kurort im Landkreis Traunstein in Oberbayern findest du eine der schnellsten Rodelbahnen in Deutschland. Die vier Kilometer lange und kurvenreiche Strecke führt von der Hindenburghütte aus, wo du auch einen Schlitten ausleihen kannst, direkt ins Tal.  

Bayern: Steile Rodelfahrt in Ramsau bei Berchtesgaden

Die Winter-Rodelbahn Hirscheckblitz in Ramsau bei Berchtesgaden sorgt mit einem Gefälle von 14 bis 22 Prozent für echten Nervenkitzel. Denn es wurden schon Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern gemessen. Die kurvige und zwei Kilometer lange Strecke ist daher nur für erfahrene Schlittenfahrer geeignet.

Ein Sessellift bringt dich nach oben. Alternativ kannst du auch durch den Nationalpark Berchtesgaden zur Naturrodelbahn hinaufwandern. Dafür benötigst du etwa eineinhalb Stunden Wanderzeit. Für Gäste, die selbst keinen Schlitten besitzen, steht an der Tal- und der Bergstation ein Rodelverleih zur Verfügung.

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Bayern: 30 Minuten Rodelspaß am Tegernsee

Eine der längsten Naturrodelbahnen Deutschlands findest du in Rottach-Egern am Tegernsee. Die Strecke ist stolze 6,5 Kilometer lang, wodurch die Talfahrt etwa 30 Minuten dauert. Bevor du mutig hinabrodelst, kannst du eine tolle Aussicht auf die Zugspitze und den Tegernsee genießen. Da die Rodelbahn Wallberg nicht ganz ungefährlich ist, wird auch geübten Fahrern das Tragen eines Helmes empfohlen. Kleinkindern und Hunden ist der Zutritt zu der Bahn nicht gestattet. 

Wer keinen eigenen Schlitten hat, kann sich an der Talstation der Wallbergbahn einen ausleihen. Die Rodelbahn kannst du von München aus bequem mit dem Bus oder der Bahn erreichen.

Thüringen: Naturrodelbahn von Oberhof

Thüringens längste Naturrodelbahn findest du in Oberhof. Bei einer Länge von knapp zwei Kilometern und einem Gefälle von etwa zwölf Prozent gibt es Abfahrtsspaß für die ganze Familie. Damit ist die Rodelbahn perfekt für Einsteiger.

Praktischerweise fährt dich jede halbe Stunde ein Busshuttle wieder zum Startpunkt zurück, sodass du immer wieder hinabsausen kannst. Und wer keinen Schlitten hat, kann sich vor Ort einen ausleihen.

Sachsen: Naturrodelstrecke in Oberwiesenthal

Rodeln hat im Kurort Oberwiesenthal eine lange Tradition. Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Bau- und Brennmaterial, später auch Gäste auf Schlitten zu Tale befördert. Später wurden spezielle Rodelhänge angelegt. Die Naturrodelstrecke am Fichtelberg hat eine Länge von 1740 Meter. 

Zum Ausgangspunkt gelangst du mit der Fichtelberg-Schwebebahn oder dem Vierersessellift. Hinab geht es aber durch den dichten Fichtenbestand des Fichtelberggebietes mit flachen und auch steilen Kurven – dafür solltest du im Rodeln etwas geübter sein. Da es keine Kunstschneeanlage gibt, ist Schneefall für den Rodel-Spaß Voraussetzung.

Sachsen: Rodeln am Schloss Augustusburg

Die Rodelbahn am Schloss Augustusburg legt noch eine Schippe drauf. Denn sie kann sowohl als Winterrodelbahn als auch als Sommerrodelbahn genutzt werden. Außerdem befindet sie sich direkt am Schloss Augustusburg, das beim Schlittenfahren für eine wunderschöne Kulisse sorgt. 

Erreichen kannst du die Bahn und das Schloss mit der Drahtseilbahn. Außerdem wird die Rodelstrecke von Dezember bis März künstlich beschneit, sodass Besucher auch ohne Schneefall die Bahn nutzen können.

Niedersachsen: Rodelbahn Wurmberg

Auch in Niedersachsen kannst du viel Spaß beim Schlittenfahren haben. Beispielsweise ist der Wurmberg im Harz bei Braunlage bestens dafür geeignet. Die Winter-Rodelbahn dort ist satte 1,7 Kilometer lang. Die Wurmbergseilbahn bringt dich bis zur Mittelstation, wo du dir auch einen Schlitten leihen kannst – wegen des Coronavirus ist sie aber derzeit geschlossen. Von dort aus sind es dann nur 150 Meter bis zum Startpunkt der Rodelbahn am Rodelhaus.

Da die Rodelbahn mit einer Beschneiungsanlage ausgerüstet ist, kann die Saison verlängert werden. Zunächst muss es aber erst einmal kalt genug sein und Schnee fallen. Ohne den bleibt die Rodelbahn geschlossen, ebenso wie das Skigebiet am Hexenritt. Wie die Wetterlage auf dem Wurmberg ist, dazu findest du alle Infos du auf der Website.

Nordrhein-Westfalen: Rodeln in der Skihalle Neuss

Klingt unglaublich, ist aber wahr: Rodeln ist auch indoor möglich – und zwar in der Skihalle Neuss. Neben der Piste für Skifahrer und Snowboarder gibt es auch mehrere Schlittenbahnen. Ein Gummiband namens „Zauberteppich“ befördert dabei alle Rodler mit ihrem Schlitten entspannt bis nach oben.

Aufgrund des Teil-Lockdowns in Deutschland ist die Halle im November vorübergehend geschlossen. Mit etwas Glück ist das Rodeln aber im restlichen Winter wieder möglich. Denn die Skihalle hat eigentlich das ganze Jahr über geöffnet. Besucher müssen sich allerdings vor dem Rodelspaß online einen Zeitslot reservieren.