Stay at home – so lautet aus Sicht der Bundesregierung die Devise für auf für den Januar. Sie hat im Zuge des harten Lockdowns aufgrund nach wie vor steigender Corona-Neuinfektionszahlen auch ein Verbot für touristische Übernachtungen in Deutschland ausgesprochen. Reisen im eigenen Land sind damit praktisch unmöglich.

Reisen ins Ausland sind erlaubt – aber nicht erwünscht

Paradox: Eine Reise ins Ausland bleibt hingegen möglich, solange die Grenze geöffnet ist und das Ziel die Einreise erlaubt. Einen Urlaub in anderen Ländern kann die deutsche Regierung nicht verbieten.

Wer trotz des Appells, auf alle nicht zwingend notwendigen Reisen zu verzichten, einen Urlaub plant, dem werden jedoch in vielen Fällen Steine in den Weg gelegt. Denn die allermeisten Länder der EU gelten aus deutscher Sicht ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiet. Seit dem 20. Dezember auch die Kanaren und seit dem 9. Januar auch die Bretagne, Korsika und Madeira. Damit gilt nach der Rückreise in Deutschland zum einen die Pflicht zu zehntägiger Quarantäne, die erst mit einem Corona-Test ab Tag fünf verkürzt werden kann. Zudem gilt seit dem 11. Januar eine Test-Pflicht bei der Einreise.

Wer aus einem internationalen Risikogebiet nach Deutschland reist, muss entweder einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen oder sich unmittelbar bei der Einreise testen lassen. Das gilt sowohl bei Flugreisen als auch bei Reisen mit Bahn oder Auto. Anschließend besteht weiterhin die Quarantänepflicht, die ab dem fünften Tag verkürzt werden kann. 

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Umgekehrt verbieten Länder wie Dänemark, Finnland und Ungarn deutschen Urlaubern die Einreise. Andere Staaten in Europa setzen auf harte Quarantäne-Regeln, mit denen ein Urlaub praktisch unmöglich ist. Dazu zählen beispielsweise Österreich und Norwegen. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Urlaub in Europa ohne Quarantäne für Deutsche nach der Rückkehr

Denn in einigen Regionen wäre ein Urlaub derzeit ohne Konsequenzen möglich. Sie gelten nicht als Risikogebiet, und das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung ausgesprochen. Hier gibt’s den Überblick.

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Französische Überseegebiete Guadeloupe, La Réunion und Martinique

Ganz Kontinentalfrankreich gilt als Risikogebiet, ebenso wie die Überseegebiete Französisch-Guyana, Französisch-Polynesien und St. Martin. Die französischen Überseegebiete Guadeloupe, La Réunion und Martinique gelten aber nicht mehr als Corona-Risikogebiete.

Reisende nach Guadeloupe, Martinique und La Réunion müssen bei Abflug ein negatives PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist, vorlegen sowie eine Selbsterklärung zur Symptomfreiheit, darüber informiert das Auswärtige Amt. Eine Verpflichtung zur Einhaltung einer Quarantäne nach der Einreise besteht aktuell nicht, teilweise empfehlen die französischen Behörden die Durchführung eines zweiten Tests sieben Tage nach der Einreise sowie besondere Sorgfalt bei der Einhaltung von Abstandsregeln in der ersten Aufenthaltswoche.

Griechische Inseln

Nach Griechenland ist die Einreise für Deutsche möglich, lange Zeit war sie sogar ganz ohne Konsequenzen möglich. Inzwischen jedoch ist das Land stärker von Covid-19 betroffen. Die beliebten griechischen Inseln Kreta, Kos, Rhodo und Mykonos sind nach wie vor keine Risikogebiete, eine Reise ist daher aktuell ohne Konsequenzen möglich.

Folgende Regionen gelten hingegen aktuell als Risikogebiete: Attika, Nördliche Ägäis, Ostmakedonien und Thrakien, Thessalien, Westmakedonien und Zentralmakedonien.

Lockdown in Griechenland nach Corona-Rekord, Kurz-Quarantäne für Reisende

Aber: Touristen sollten sich darüber im Klaren sein, dass ganz Griechenland sich gerade im Lockdown befindet. Es gelten Ausgangssperren, Restaurants sind dicht. Und: Alle Personen, die bis zum 21. Januar 2021 nach Griechenland einreisen, müssen sich in eine siebentägige häusliche Quarantäne begeben.

Darauf müssen Reisende noch achten: Wer nach Griechenland will, sollte eines nicht vergessen, nämlich sich vorab anzumelden und einen Corona-Test zu machen.

Infos zur Corona-Testpflicht: Seit dem 11. November 2020 ist die Einreise nur noch mit einer Bescheinigung über einen negativen, maximal 72 Stunden alten PCR-Test eines anerkannten Testlabors aus dem Abreiseland mit begleitender Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass-/Personalausweisnummer möglich.

Infos zum QR-Code: Spätetens 24 Stunden vor der Abreise muss das Online-Formular „Passenger Locator Form“ ausgefüllt werden. Reisende erhalten dann eine Bestätigung samt einem QR-Code, der vorgezeigt werden muss. Wer ohne einreist, muss mit einer Strafe von 500 Euro rechnen. Einige Airlines und Fährgesellschaften verweigern auch die Mitnahme.

Urlaub außerhalb von Europa

Du willst trotz der Corona-Pandemie ins außereuropäische Ausland? Tatsächlich gibt es weltweit Ziele, die Touristen einreisen lassen. Dazu zählen beispielsweise einige Regionen in der Karibik sowie Namibia und die Seychellen in Afrika. Wir haben dir die Lage für Fernreisen im Herbst und Winter in einem Überblick zusammengefasst. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Karibik: Inseln ohne Reisewarnungen

  • Antigua und Barbuda: Negativer, maximal sieben Tage alter Corona-Test ist bei der Einreise vorzuweisen, ein weiterer Test erfolgt bei Einreise.
  • Grenada: Online-Registrierung und maximal sieben Tage alter Corona-Test sind Pflicht.
  • Kuba: PCR-Test bei der Einreise, Quarantäne für Touristen ist nicht vorgesehen.
  • St. Lucia: Online-Registrierung und maximal sieben Tage alter Corona-Test sind Pflicht; Aufenthalt nur im Hotelbereich erlaubt, Touren nur mit zertifizierten Anbietern.

Afrika-Urlaub: Staaten ohne Reisewarnung

  • Ruanda: Online-Registrierung und maximal fünf Tage alter negativer Corona-Test sind Pflicht; bei der Einreise wird erneut getestet – Quarantäne bis zum Ergebnis in einer staatlichen Einrichtung.
  • Uganda: Maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test; Kontakt zu Einheimischen ist verboten; für Touristen sind nur bestimmte Gegenden geöffnet.