Kreta, Rhodos, Kos, Korfu und Zakynthos: Die griechischen Inseln zählen für deutsche Urlauber zu den Top-Reisezielen im Mittelmeer. Während es in Deutschland und Mitteleuropa schon richtig herbstlich wird, warten in Griechenland vielerots noch deutlich über 20 Grad Celsius und viel Sonnenschein.

Das Land war lange eines der wenigen in der EU, die noch nicht zumindest teilweise Risikogebiet sind. Doch inzwischen gilt seit dem 30. Oktober für die Region West-Makedonien eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes und sie steht wegen der hohen Corona-Neuinfektionen auch auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes. Damit gilt für Reiserückkehrer, die in Westmakedonien unterwegs waren, die Pflicht zum Corona-Test und Quarantäne bis zum Erhalt des Ergebnisses.

So ist die aktuelle Corona-Lage in Griechenland

Insgesamt gibt es in dem Land bisher 40.929 gemeldete Covid-19-Fälle (Stand: 2. November). 635 Menschen starben in dem Land in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Der Inzidenzwert liegt nun nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten landesweit inzwischen auch bei durchschnittlich 94,61 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage – und damit deutlich über dem kritischen Wert von 50. 

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Regionale Schwerpunkte sind dem Auswärtigen Amt zufolge die Regionen Attika (Hauptstadtregion Athen), Epirus, West- und Zentralmakedonien (Thessaloniki) sowie einige Inseln.

Es könnte also sein, dass die deutsche Bundesregierung kurzfristig auch weitere Regionen in Griechenland zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausspricht. In der Folge wäre dann für Reiserückkehrer ein Corona-Test nötig, bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses würde eine Quarantänepflicht gelten. Außerdem gelten im land selbst verschärfte Regelungen.

Einreise nach Griechenland nur mit QR-Code 

Reisen in alle Landesteile sowie zu allen griechischen Inseln sind für Deutsche nach Angaben des Auswärtigen Amtes möglich, lediglich der Seeweg von und nach Albanien und in die Türkei ist gesperrt. Allerdings müssen sich Urlauber hierfür vor der Anreise anmelden. Reisende müssen sich bis spätestens 24 Stunden vor der Einreise auf der Website der Zivilschutzbehörde registrieren und die „Passenger Locator Form“ (PLF) ausfüllen, eine Bestätigung kommt per Mail.

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Alternativ können Reisende das Formular auch über die mobile App Visit Greece, die im Play Store und im App Store erhältlich ist, ausfüllen. Beide Angebote sind auf Deutsch und Englisch. Es gilt die Regel: Eine Anmeldung ist für eine Haushaltsgruppe gültig – Familienangehörige oder Partner müssen also nur eine Anmeldung ausfüllen.

Um kurz nach 23 Uhr am Tag vor der Abreise erhalten Reisende dann einen QR-Code, der ebenfalls für alle gilt, die im Anmeldeformular eingetragen sind. Während die griechischen Behörden auf ihrer Seite darauf hinweisen, dass alle Personen, die in einem Haushalt leben, nur gemeinsam eine PLF ausfüllen sollen, verlangen einige Airlines von jeder Person über 18 Jahre ein eigenes Formular. 

Der QR-Code kommt per E-Mail, er kann entweder auf dem Handy vorgezeigt werden oder in ausgedruckter Form. Viele Airlines wollen den Code bereits beim Check-in sehen, damit Urlauber vor Ort keine Probleme bei der Einreise bekommen.

Urlaub in Griechenland: So steht es um Corona-Tests

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff nach Rhodos, Kreta, Korfu, Peloponnes oder in die Städte Volos und Piräus kommt, muss einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen.

Wer mit dem Flugzeug aus Deutschland kommt, braucht keinen Covid-Test. Allerdings testen die griechischen Behörden stichprobenartig bei der Einreise, bis zur Vorlage des negativen Ergebnisses sollen sich Touristen selbst isolieren.

Trotz Corona nach Griechenland: Maskenpflicht gilt fast überall

Wie in Deutschland gibt es auch in Griechenland Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen. In weiten Teilen Griechenlands gilt seit Samstag, 24. Oktober, eine allgemeine Mundschutzpflicht.

Einschränkungen in Griechenland nach Infektionsgeschehen

Die griechischen Behörden haben für die Corona-Maßnahmen eine digitale Karte entwickelt, die immer wieder aktualisiert wird. Je nach Farbe – grün, gelb, orange und rot – gelten verschiedene Maßnahmen. In den rot markierten Gebieten gibt es einen lokalen Lockdown: Private Zusammenkünfte sind verboten und Geschäfte, Museen und Co. müssen geschlossen bleiben. Die Maskenpflicht drinnen wie draußen und die nächtliche Ausgangssperre gelten für alle roten und orangefarbenen Regionen.

Außerdem setzt das Land ebenfalls auf Social Distancing, also die bewusste räumliche Trennung von Menschen. Wer sich also im öffentlichen Raum bewegt, ist dazu verpflichtet, einen Sicherheitsabstand zu allen Personen einzuhalten, die nicht Teil des eigenen Haushalts sind. 

Auch „herkömmliche“ Hygienemaßnahmen, etwa das regelmäßige Händewaschen, empfiehlt die Regierung. Hierunter fallen auch die Nies-und-Husten-Etikette sowie die richtige Entsorgung von Taschentüchern. 

Wer Krankheitssymptome wie Husten oder Fieber aufweist, ist außerdem angehalten, sich bei der örtlichen Gesundheitsbehörde zu melden.