In Spanien gilt seit Sonntag, 25. Oktober, wieder der nationale Notstand. Er gilt zunächst für zwei Wochen, Präsident Pedro Sánchez hat jedoch vorgeschlagen, ihn bis zum 9. Mai 2021 zu verlängern. Die mit dem Alarmzustand verbundenen Beschränkungen fallen weniger streng aus als im Frühjahr zur ersten Corona-Welle.

Nächtliche Ausgangssperre in Spanien – bis auf Kanaren

So gilt keine komplette Ausgangssperre – allerdings ein nächtliches Ausgehverbot zwischen 23 und 6 Uhr morgens. Diese Maßnahme gilt fast für das gesamte Land, einzige Ausnahme sind die Kanaren. Die beliebte Inselgruppe mit Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro wurde kürzlich von Deutschland und Großbritannien von der Liste der Risikogebiete gestrichen.

Eine nächtliche Ausgangssperre würde auf den Kanaren nur dann in Kraft treten, wenn die regionale Regierung diese beschließen würde. Denn die spanische Regierung hat die Zuständigkeit für die Maßnahmen für den Alarmzustand an die Präsidenten der autonomen Regionen delegiert.

Aktuelle Deals

Was ist während der Ausgangssperre in Spanien erlaubt?

Während der nächtlichen Ausgangssperre in Spanien ist es nur erlaubt, sein Heim oder die Unterkunft zu verlassen, um beispielsweise zum Arzt zu gehen, Medikamente oder lebensnotwendige Güter zu kaufen, zur Arbeit zu fahren oder Verwandte zu pflegen. Der Besuch eines Restaurants, einer Bar oder eines Strandes ist verboten.

Diese Corona-Regeln gelten noch in Spanien

Weiterhin gilt in ganz Spanien eine Maskenpflicht an allen öffentlichen Orten – auch im Freien. Wer ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt wird, muss mit einer Strafe von etwa 100 Euro rechnen. 

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

In vielen Regionen gelten außerdem Regeln für das Treffen in Gruppen, es sind maximal sechs Personen erlaubt. Vielerorts sind Bars, Restaurants, Clubs, Casinos sowie Discos wieder geschlossen und Parks schließen bereits am Abend. Die gesamte Autonome Gemeinschaft Navarra ist seit dem 22. Oktober 2020 räumlich abgesperrt, Transitfahrten durch die Region sind erlaubt.

Wer mit dem Flugzeug nach Spanien reist, muss ein Formular im Spain-Travel-Health-Portal (online oder via App SpTH) zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Danach erhalten die Reisenden einen QR-Code, der vorgelegt werden muss. Die Registrierung ist frühestens 48 Stunden vor der Einreise möglich.

Kreuzfahrten sind weiterhin nicht möglich, die spanischen Häfen sind für international verkehrende Schiffe gesperrt.

So ist die aktuelle Corona-Lage in Spanien

Grund für die verschärften Maßnahmen in Spanien ist der starke Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Landesweit beträgt die Inzidenz deutlich mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage – der Inzidenzwert liegt in ganz Spanien durchschnittlich bei etwa 152. 

Das gesamte Land, mit Ausnahme der Kanaren, gilt daher aus deutscher Sicht als Corona-Risikogebiet und wird in der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) aufgeführt. Die Einreise nach Spanien ist zwar trotzdem möglich, allerdings müssen Reisende nach der Rückkehr in Deutschland einen Corona-Test machen und bis zum Erhalt des Ergebnisses bis zu 14 Tage in häusliche Quarantäne.

Insgesamt haben sich in dem Land seit Beginn der Pandemie mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 34.752 starben in Zusammenhang mit Covid-19.