Herbstzeit ist Wanderzeit, aber wo findest du noch Ruhe? Der Wandertourenapp-Anbieter „AllTrails“ hat die Bewertungen seiner App-Nutzer sowie die Anzahl an Nutzern pro Route betrachtet. Herausgekommen sind schöne, aber einsame Wanderwege. Wir verraten dir, wo du viel Platz für dich in der Natur findest.

1. Tafelberg Quirl bei Königstein

Der Tafelberg Quirl ist einer der mächtigen Steine auf der linken Elbseite in Sachsen. Mit einer Höhe von 350 Metern ist er ein eher niedriges Sandsteinmassiv – bietet aber einen fantastischen Blick auf Pfaffendorf, den Gohrisch, den Pfaffenstein bis hin zum Schneeberg. Am Fuße des Quirls befindet sich die sogenannte Diebeshöhle in einer Felswand. Die Wanderung von Königstein zum Quirl und zurück dauert etwa drei Stunden.

Der Tafelberg Quirl ist einen Kilometer lang und mit einer eiszeitlichen Lehmschicht bedeckt.

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2. Via Adrina bei Bad Berleburg

Die Via Adrina, auch „Weg der Ausblicke“ genannt, verläuft rund um die Ederschleifen zwischen Arfeld und Schwarzenau bei Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen. Der Wanderweg hat eine Länge von etwa 20 Kilometern und beginnt in Arfeld an der Ederbrücke. Die gesamte Tour dauert ungefähr sechs Stunden und bietet spektakuläre Panoramablicke. Bei Bedarf kann der Weg in zwei etwa zehn Kilometer lange Rundwege unterteilt werden. 

Der Wanderweg führt durch eine hügelige Landschaft entlang des Flusses Eder, der früher Adrina hieß – daher der Name Via Adrina.

3. Dschungelpfad bei Volkach

Der Dschungelpfad ist ein 10,6 Kilometer langer, wenig besuchter Rundweg in der Nähe von Volkach in Bayern. Die Tour an der Volkacher Mainschleife ist sehr abwechslungsreich und dauert gut drei Stunden. Anfangs verläuft der Weg durch Quittenhaine etwas abseits des Mains. Danach beginnt der Dschungelpfad, an dem immer wieder kleine Sandstrände auftauchen. 

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Der naturbelassene Dschungelpfad schlängelt sich zwischen Astheim und Kaltenhausen ganz nah am Main entlang.

4. Vulkanpfad bei Kottenheim

Der Vulkanpfad wird seinem Namen voll und ganz gerecht, denn er bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die Vulkane der Osteifel in Rheinland-Pfalz. Er ist einer der kürzesten und doch einer der vielfältigsten Wanderwege. Dich erwartet eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte der Feuer speienden Berge. Ein absolutes Highlight der zweistündigen Tour ist der Aufstieg zum Kraterrand.

Das Kottenheimer Winfeld gehört zum Vulkanpark und ist auch Teil des nationalen Geoparks Laacher See.

5. Döberitzer Heide in Dallgow-Döberitz

Die Döberitzer Heide ist mehr als 3500 Hektar groß und ein einmaliges Naturparadies vor den Toren Berlins. Genau hier, in der Nähe von Dallgow-Döberitz in Brandenburg, findest du einen der schönsten und einsamsten Wanderwege. Mit etwas Glück kannst du verschiedene Wildtiere beobachten, zum Beispiel Wisente und Pferde.

Der Blick vom Aussichtsturm in der Döberitzer Heide. Bei klarer Sicht kann man den Berliner Fernsehturm erkennen.

Ein 25 Kilometer langer Rundweg führt durch das sandige Dünengelände, das für Kinderwagen oder Fahrräder leider nicht geeignet ist. Für die ganze Tour benötigt man ungefähr sieben Stunden. Auf der Hälfte der Strecke befindet sich der 13 Meter hohe Aussichtsturm am Finkenberg, der einen einzigartigen Blick bis nach Berlin ermöglicht.