Nicht nur in Deutschland, sondern auch auf EU-Ebene gibt es viele unterschiedliche Regelungen bezüglich der Reiseeinschränkungen während der Pandemie. Diesem Flickenteppich wollen die EU-Staaten nun mit einer Ampelkarte Struktur geben, damit Urlauber einen besseren Überblick über die Corona-Lage in Europa haben. 

In einem ersten Schritt einigten sich die Staaten am 13. Oktober darauf, dass es für grüne Gebiete mit niedrigen Infektionszahlen künftig keine Einreiseverbote mehr geben soll und auf die Umsetzung der Corona-Ampel-Karte. Die Karte, die von der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC wöchentlich aktualisiert wird, ist nun online.

In den Kalenderwochen 40 bis 41 erscheint Deutschland auf der Hauptkarte grün und orange. Grün markiert sind allerdings nur die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 

Auch ein Großteil von Norwegen, Finnland sowie etwa die Hälfte von Griechenland und ein Teil von Süditalien sind grün dargestellt – der Rest dieser Länder unterliegt der mittleren Warnstufe „orange“.

Die höchste Warnstufe „rot“ gilt unter anderem für ganz Frankreich, Spanien, Großbritannien, Belgien, Polen, Österreich, Tschechien, Ungarn und Kroatien.

So funktioniert die Ampelkarte für Europa

Den Status „grün“ erhalten Regionen in den Mitgliedsstaaten, in denen die Zahl der neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner in den vorangegangenen 14 Tagen unter 25 liegt und die Rate positiver Tests unter 4 Prozent liegt.

In oranger Farbe werden Regionen angezeigt, deren Inzidenz-Wert zwar unter 50 liegt, aber die Rate der positiven Corona-Tests 4 Prozent übersteigt. Außerdem sollen Regionen orange dargestellt werden, wenn der  Inzidenz-Wert zwischen 25 und 150 Fällen ist, aber die Rate positiver Tests 4 Prozent nicht übersteigt.

In diesen Fällen soll die Ampelkarte in Europa „Rot“ anzeigen

In Rot angezeigt werden sollen Regionen, in denen die Zahl aller innerhalb von 14 Tagen neu gemeldeten Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner bei über 50 liegt und die Positivrate höher als 4 Prozent ist. Denn bisher entscheidet jedes Land mit eigenen Kriterien, welche anderen EU-Länder und Regionen als Risikogebiete gelten. 

Allerdings sieht das Konzept keine gemeinsamen Standards für Reisende aus stärker betroffenen Regionen vor, die als orange oder rot eingestuft sind. So können die EU-Staaten Urlaubern aus diesen Gebieten beispielsweise weiterhin Corona-Tests oder Quarantäne vorschreiben. Außerdem sind die Empfehlungen der Ampelkarte nicht bindend.