Die Moai auf der Osterinsel

Von den kolossalen Steinstatuen auf der Osterinsel, einer isoliert gelegenen Insel im Südostpazifik, hat sicherlich jeder schon einmal etwas gehört. Sie sind Bestandteil von großen Zeremonieanlagen und sollen laut Forschern rund 1500 Jahre alt sein.

890 solcher Statuen soll es auf der Insel geben. Man geht davon aus, dass die Moai berühmte Häuptlinge oder Ahnen darstellen sollen. Erschaffen wurden sie von den Ureinwohnern der Insel. Die größte aufgerichtete Figur „Paro“ ist knapp zehn Meter hoch und wiegt rund 82 Tonnen. 

Die Moais auf der Osterinsel sind weltweit bekannt.

Mount Rushmore National Memorial

Im US-Bundesstaat South Dakota gibt es ein steinernes Denkmal mit politischem Hintergrund. Das weltweit bekannte Mount Rushmore National Memorial stammt aus dem Jahr 1941 und zeigt vier bedeutende und symbolträchtige US-Präsidenten. Von links nach rechts wurden hier George Washington (der erste Präsident), Thomas Jefferson (dritter), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.) in den Stein gemeißelt. 

Der Berg ist 1745 Meter hoch, die Porträts der vier dargestellten Präsidenten 18 Meter. Das geschichtsträchtige Monument ist ein beliebtes Touristen-Ziel. 

Das Mount Rushmore Monument zeigt vier ehemalige US-Präsidenten.

Nemrut Dagi: Der Thron der Götter

Im Südosten der Türkei liegt der Berg Nemrut Dagi, der für Touristen ganz besondere Schätze zu bieten hat. Rund um den 2150 Meter hoch gelegenen Gipfel des Berges sind viele Grabmale und Kultstätten zu finden. Unter anderem stehen dort riesige Götterstatuen, die den anatolischen König Antiochos in Gesellschaft von griechisch-persischen Göttern zeigen. Zudem ist die Ahnengalerie des Königs zu sehen.

Eindrucksvoll: Das Grab-Heiligtum des Königs Antiochos.

Durch Erdbeben und Unwetter haben die über 2000 Jahre alten Statuen jedoch schon gelitten. Ein großer Teil des Reliefs ist zerstört worden, einige der bis zu zehn Meter hohen Statuen sind kopflos. Ihre Häupter sind vor den Statuen aufgestellt worden. 

Der junge Mao Zedong

Ein weitaus jüngeres Denkmal steht auf der Orange Isle in Changsha (China). Das 83 Meter lange und 32 Meter hohe Monument wurde erst 2009 fertigstellt und zeigt den jungen Mao Zedong, den Gründungsvater der Volksrepublik China. 

Mehr als 800 Tonnen Granit wurden zu Ehren des im Jahr 1976 verstorbenen Kommunistenführers in dem Denkmal verbaut. Die Volksregierung der Provinz Hunan ließ das Denkmal in Changsha errichten, da Mao einst ein Gedicht über die Stadt geschrieben hat. 

Das Portrait des jungen Mao Zedong ist schon von großer Entfernung zu erkennen.

Die Olmeken-Köpfe in Mexiko

In Mexiko lebte einst das Volk der Olmeken, das laut Wissenschaftlern von 1500 bis 400 vor Christus existiert haben soll. Sie sollen an Götter oder andere übernatürliche Wesen geglaubt haben. Ihre bekanntesten Hinterlassenschaften sind die sogenannten Kolossalköpfe, die aus vukanischen Bomben und Blöcken hergestellt wurden. 

Es wird angenommen, dass diese Köpfe Porträts von ehemaligen Herrschern oder Kriegerhelden darstellen sollen. Zu finden sind die Überreste der Hochkultur rund um die südliche Golfküste Mexikos. 

Ein riesiger Kolossalkopf der Olmeken im Parque-Museo La Venta von Villahermosa.

Riesige Atatürk-Darstellung in Izmir

In der Türkei gibt es neben dem Thron der Götter noch eine weitere eindrucksvolle Sehenswürdigkeit aus Gestein. Im Westen der Türkei steht in Izmir ein riesiges Betonrelief von Mustafa Kemal Atatürk, das in einen Fels eingearbeitet wurde. 2009 wurde das Bauwerk zu Ehren des Begründers der Republik Türkei fertiggestellt. 

In den Stein eingearbeitet: Das Denkmal von Mustafa Kemal Atatürk in Izmir.

Das Porträt Atatürks gehört mit einer Höhe von 42 Metern zu den höchsten Reliefskulpturen der Welt. Die Kosten für den Bau des Denkmals betrugen rund 4,2 Millionen Euro.