Die Nächte sind lang, die Tage kurz, die Sonne lässt sich oftmals nur selten blicken und noch dazu ist es kalt: Der Winter ist für einige Menschen die schlimmste Zeit des Jahres. Auch wenn Schnee in den letzten Jahren in weiten Teilen Deutschlands eher Mangelware war, zieht es viele Menschen in den Wintermonaten ins Ausland, um wohlig warme Temperaturen zu genießen und Sonne zu tanken.

Lange Flugreisen in weit entfernte Länder sind dafür nicht zwingend notwendig, auch in Europa gibt es Gegenden, in denen es sich im Winter gut aushalten lässt. Zwar macht die Corona-Pandemie zurzeit vielen Reisenden einen Strich durch die Rechnung, dennoch gibt es einige Orte in Europa, die für einen warmen Winterurlaub infrage kommen. 

Der reiseporter zeigt dir, welche Gebiete ausreichend Sonne bieten. Wichtig: Für die Winterplanung 2020/2021 solltest du dich detailliert über die aktuellen Bestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie informieren. Denn die Lage entwickelt sich dynamisch – das Robert-Koch-Institut listet die aktuellen Risikogebiete auf, für die auch eine Reisewarnung gilt. Ein Urlaub an diesen Zielen hat Konsequenzen wie Quarantäne für Reisende.

Zunächst gilt die Faustregel: Je näher das potenzielle Urlaubsland am Äquator liegt, desto wärmer ist es. Im Fall von Deutschland macht es also nur wenig Sinn, im Winter in den Norden zu reisen. Potenziell sonnige Reiseziele sind daher die weiter südlich liegenden Länder. 

Milde Winter im Süden Spaniens und Portugals 

Natürlich sind die beliebten Urlaubsländer Spanien und Portugal auch im Winter Sonnen-Fans zu empfehlen. Hierbei sind vor allem die im Süden liegenden Landesteile eine Reise wert. In Andalusien (Südspanien) etwa herrschen auch im Winter Temperaturen um die 20 Grad. Für Städtetrips empfehlen sich etwa Granada oder auch Malaga.

Die spanische Stadt Malaga ist auch im Winter Ziel von vielen Touristen.

Nähe zum Äquator: Auf den Kanaren lässt es sich im Winter aushalten 

Aufgrund ihrer Nähe zu Afrika ist es auf den Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören, im Winter noch etwas wärmer als auf dem Festland. Auf Gran Canaria, Teneriffa, Las Palmas, Lanzarote und Fuerteventura lässt es sich dabei im Winter bei Temperaturen um die 25 Grad mehr als aushalten.

Sogar das Baden im Meer ist noch problemlos möglich. Zudem gibt es fast eine Garantie auf Sonne: An mehr als 300 Tagen im Jahr scheint sie auf den Inseln – sie werden daher auch als die „Inseln des ewigen Frühlings“ bezeichnet.

Auf den spanischen Balearen, zu denen auch Mallorca und Ibiza zählen, ist es im Gegensatz zu Deutschland im Winter zwar eher mild, jedoch können die Temperaturen in der Nacht auch bis auf niedrige einstellige Werte fallen. Eine Jacke sollte bei einem Mallorca-Urlaub im Winter also zwingend zum Kofferinhalt gehören. 

Im südlichen Portugal lässt es sich im Winter ebenso wie in Spanien gut aushalten. Auf der Insel Madeira herrschen auch in den Wintermonaten im Durchschnitt Temperaturen um die 20 Grad. Auf dem Festland zählt die Algarve zu den wärmsten Gegenden im Winter. Neben den meisten Sonnenstunden in Europa gibt es hier im Januar auch Durchschnittstemperaturen um die 17 Grad.

Ideal für Winterurlaub: Zypern und Griechenland 

Ebenfalls warm ist es in den Wintermonaten am Mittelmeer – und zwar in Griechenland und Zypern. Werden hier im Hochsommer locker Temperaturen von 40 Grad geknackt, geht es im Winter mit Durchschnittswerten zwischen 15 und 20 Grad zwar deutlich milder, aber noch immer sehr angenehm zu. 

Zudem ist die Wahrscheinlichkeit für Sonnen-Genuss groß: Auf der griechischen Insel Kreta scheint an rund 300 Tagen im Jahr die Sonne. Regen fällt hingegen eher selten.

Auf Zypern gibt es selbst im Winter im Durchschnitt nur jeden dritten Tag Niederschlag. Schwimmen ist angesicht einer Meerestemperatur zwischen 15 und zehn Grad aber nur bedingt zu empfehlen. 

Die Strände auf Kreta sind auch im Winter eine Reise wert.

Auf Malta sind keine dicken Winterjacken nötig 

Auch auf Malta kann man es sich während der Wintermonate gut gehen lassen. Durchschnittstemperaturen von 16 bis 21 Grad in den Monaten November bis Februar sprechen für sich. Die Insel unterhalb Italiens ist also ebenfalls ein mögliches Reiseziel für all diejenigen, die keine Lust auf Schneeregen und das Tragen von dicken Winterjacken haben. 

Auf Malta gibt es das ganze Jahr über viel Sonne.

Auch ein Winterurlaub in der Türkei lohnt sich

In der Türkei herrschen im Winter ebenfalls Temperaturen, die Winterurlauber erfreuen dürften. An der südlichen Mittelmeerküste in Side etwa gibt es im November Höchstwerte von bis zu 20 Grad. Im Januar werden immerhin noch Temperaturen bis zu 15 Grad erreicht.

An der Südküste der Türkei herrschen im Winter milde Temperaturen.

Neben den genannten Ländern kann man den Winter auch im südlichen Italien, beispielsweise auf den Inseln Sardinien und Sizilien, verbringen. Hier sinken die Temperaturen in den kalten Monaten am Tag nur sehr selten unter zehn Grad.