Nicht nur in den Sommer- und Herbstferien, sondern auch im Winter sind die Kanaren ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Grund dafür ist das milde Klima auf den Inseln vor der Küste Westafrikas. 

Doch am 23. Dezember hat das Robert-Koch-Institut Spanien samt den Kanaren zum Hochrisikogebiet hochgestuft – seit dem 25. Dezember gilt damit auch eine Reisewarnung für diese spanischen Inseln. Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer, die weder den Nachweis über eine Impfung noch über eine Genesung vorlegen können, müssen in Quarantäne und können diese mit einem negativen Corona-Test frühestens am fünften Tag verlassen. 

Trotz verschärfter Maßnahmen: Einreise für Urlauber erlaubt 

Auch vor Ort droht ein härteres Vorgehen: Wegen des starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionen wurde die allgemeine Maskenpflicht im Freien in Spanien und auf den Kanaren wieder eingeführt. Was du noch für den Urlaub wissen musst, erfährst du hier im Überblick:

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Aktuelle Lage: Die Inzidenz auf den Kanaren

Die Infektionszahlen in Spanien sind deutlich oberhalb des kritischen Wertes von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen, nämlich bei 1861,5. Daher gilt das gesamte Land als Hochrisikogebiet.

Auch auf den Kanaren steigen die Infektionszahlen seit Wochen deutlich. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Inselgruppe liegt aktuell bei 1073,70 (Stand: 10. Januar, Quelle: Spanisches Gesundheitsministerium). Innerhalb der Inseln gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Spitzenreiter ist hier La Palma mit einer Inzidenz von über 1700 – gefolgt von Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote mit einem Korridorwert zwischen 1240 bis 1500 – Gran Canaria und El Hierro mit einem Korridorwert zwischen 1100 und 1255. Auf La Gomera liegt der Inzidenzwert bei 922. 

Einreise-Regeln für die Kanaren

Für die Einreise auf die Kanaren und die anderen Regionen Spaniens müssen Menschen aus Deutschland folgende Regeln beachten:

  • Anmeldepflicht: Mallorca-Reisende müssen vor der Einreise ein Formular auf dem „Spain Travel Health“-Portal oder über die SpTH-App zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Das Formular erzeugt einen QR-Code, der beim Check-in und bei der Einreise vorgelegt werden muss. Airlines sind verpflichtet, sich vor dem Abflug das elektronische Einreiseformular (QR-Code) vorlegen zu lassen. Falschangaben oder das Fehlen des QR-Codes können mit Geldstrafen geahndet werden. Das Formular kann frühestens 48 Stunden vor der geplanten Einreise ausgefüllt werden. Die Sitzplatznummer im Flugzeug kann auch nachträglich in das bereits ausgefüllte elektronische Formular eingetragen werden. Der QR-Code wird aber erst danach generiert.
  • Nachweispflicht (3G): Für alle Reisenden ab zwölf Jahren aus Deutschland gilt eine Nachweispflicht. Sie müssen entweder eine vollständige Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder einen negativen Corona-Test (Antigen-, PCR-, LAMP- oder TMA-Test, jeweils nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können. Wer aus einem Bundesland einreist, das nicht als Risikogebiet gilt, benötigt keinen der genannten Nachweise bei der Einreise. Selbst Urlauberinnen und Urlauber, die noch nicht geimpft sind, müssen keinen Corona-Test vorlegen.

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Kanaren: Zur Einreise brauchst du einen QR-Code

Wie auch für Griechenland brauchen Reisende für ihren Trip nach Spanien und damit auch auf die Kanaren einen QR-Code. Den erhalten Urlauberinnen und Urlauber, indem sie das Formular im „Spain Travel Health“-Portal ausfüllen. Auch in der kostenfreien App SpTH können Reisende das Formular ausfüllen.

Nach dem Ausfüllen wird automatisiert ein QR-Code geschickt, den Urlaubende bei der Einreise vorweisen müssen. Das Registrieren ist frühestens 48 Stunden vor der geplanten Einreise möglich.

Bei der Einreise sind zudem weitere Gesundheitskontrollen möglich, etwa eine Temperaturmessung. Beträgt die Körpertemperatur mehr als 37,5 Grad, kann eine Untersuchung angeordnet werden. Gleiches gilt, wenn bei der Einreise andere Covid-19-typische Symptome wie Husten auftreten.

Kanaren: Diese Regeln gelten aktuell für Urlauber 

Maskenpflicht: In ganz Spanien und damit auch auf den Balearen und den Kanaren gilt aufgrund der Pandemie eine allgemeine Maskenpflicht – auch im Freien und auch dann, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Abnehmen darfst du die Maske, wenn du im Restaurant auf deinem Platz sitzt, wenn du auf deinem Liegestuhl liegst, und auch beim Sport sind Menschen von der Maskenpflicht befreit. Ein Vergehen wird mit bis zu 100 Euro Bußgeld bestraft. In Hotels gilt eine Maskenpflicht überall, außer auf dem eigenen Zimmer.

Rauchverbot: Das Rauchen ist im Freien beim Gehen generell verboten und außerdem dann, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Das gilt auch für die Außengastronomie.

Alkoholverbot: Auf der Straße darf auch kein Alkohol getrunken werden. Ab 22 Uhr gilt für den Einzelhandel ein Alkohol-Verkaufsverbot.

Ampelsystem auf den Kanaren

Die Regionalregierung der Kanaren hat zudem ein Ampelsystem eingeführt – je nach Corona-Lage gelten unterschiedliche Maßnahmen. Derzeit sieht es wie folgt aus (Stand: 25. Dezember): 

Alarmstufe 1 (grün) gilt derzeit keine Insel. Folgen:

  • Erlaubt sind Treffen von maximal zwölf Personen aus mehreren Haushalten – das gilt auch am Strand.
  • Restaurants, Cafés, Bars und Clubs dürfen zu maximal 75 Prozent ausgelastet sein. Wendet der Betreiber die 3G-Regel an, darf voll besetzt werden. Sperrstunde ist um 4 Uhr – Ausnahme bei 3G. Pro Tisch sind maximal zwölf Menschen erlaubt, Tanzen ist verboten. 

Alarmstufe 2 (gelb) gilt auf Lanzarote, La Palma, El Hierro und La Gomera. Folgen:

  • Erlaubt sind Treffen von maximal acht Personen aus mehreren Haushalten – das gilt auch am Strand.
  • Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs dürfen zu maximal 50 Prozent ausgelastet sein. Ausnahme: Bei 3G dürfen 75 Prozent der Plätze belegt werden. Sperrstunde: spätestens um 3 Uhr, bei 3G um 4 Uhr. Tanzen ist nicht erlaubt.
  • Strandkapazität: maximal 75 Prozent.

Alarmstufe 3 (rot) gilt auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura. Folgen:

  • Erlaubt sind Treffen von maximal sechs Personen aus mehreren Haushalten – das gilt auch am Strand.
  • Restaurants, Cafés, Bars und Clubs dürfen zu maximal 33 Prozent ausgelastet sein, bei 3G-Regel bis zu 50 Prozent. Sperrstunde: 2 Uhr, bei 3G 3 Uhr, tanzen ist nicht erlaubt.
  • Strandkapazität: maximal 50 Prozent Auslastung.

Rückreise nach Deutschland

Wer von den Kanaren nach Deutschland fliegen will, muss sich über die Regeln und über eine mögliche Test- oder Quarantänepflicht informieren. In der folgenden Tabelle kannst du nachlesen, was derzeit für die Einreise beispielsweise aus Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura oder Lanzarote gilt.

Da Spanien samt den Kanaren und Balearen als Hochrisikogebiet gilt, musst du dazu in der Zeile „Hochrisikogebiet“ nachschauen.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium