Auch zu Beginn des Jahres 2021 verzeichnet ganz Europa hohe Corona-Zahlen. Daher verschärfen immer mehr Länder ihre Einreisebestimmungen. In Deutschland gilt beispielsweise in den meisten Bundesländern seit dem 11. Januar eine Test- und Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Nun verschärft auch Belgien die Einreise-Regeln: Ab sofort besteht für alle Reisenden eine Anmeldepflicht. Deutsche müssen in Quarantäne.

Welche Einreise-Regeln muss ich bei einem Belgien-Urlaub beachten?

Alle Belgien-Urlauber müssen nun grundsätzlich 48 Stunden vor ihrer Einreise online ein Anmeldeformular ausfüllen und verschicken. Der Nachweis darüber sollte ausgedruckt oder elektronisch bei der Einreise mitgeführt werden, so das Auswärtige Amt. Wer dies nicht tut, riskiert ein Bußgeld von 250 Euro. 

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Aufgrund des hohen Infektionsrisikos stuft Belgien außerdem Deutschland als „rote Zone“ ein, also quasi als Risikogebiet. Bei der Einreise besteht mindestens eine siebentägige Quarantänepflicht, die mit einem negativen Corona-Test aufgehoben werden kann. Von diesen Regelungen ausgenommen sind Personen, die weniger als 48 Stunden in Belgien verbleiben und nicht mit dem Flugzeug oder Schiff einreisen.

Muss ich vor und nach dem Urlaub in Belgien einen Corona-Test machen?

Wer außerdem länger als 48 Stunden im Land bleiben möchte, muss einen negativen PCR-Test mit sich führen. Die Abstrichentnahme darf maximal 72 Stunden zurückliegen.

Da auch Belgien in Deutschland als Risikogebiet gilt, müssen Urlauber, die aus Belgien nach Deutschland zurückkommen, müssen entweder einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen oder sich unmittelbar bei der Einreise testen lassen. Dafür gibt es in Deutschland zahlreiche Corona-Teststationen. Dennoch gilt die digitale Anmeldepflicht und eine Quarantänepflicht von zehn Tagen, die erst nach dem fünften Tag mit einem negativen Corona-Test verkürzt werden kann. 

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Die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland lehnen neue Beschränkungen beim kleinen Grenzgang an den Grenzen zu Frankreich und den Benelux-Staaten ab. Allerdings unterliegen in Baden-Württemberg auch Tagesausflüge unter 24 Stunden aus touristischen Gründen oder zu Zwecken des Einkaufs der Quarantäne- und Testpflicht. Ausnahmen bestehen nur, wenn ein triftiger Grund vorliegt, beispielsweise  berufliche, dienstliche, geschäftliche, schulische, medizinische oder familiäre Zwecke. 

Gilt in Belgien eine Maskenpflicht? 

Eine Maskenpflicht auch im Freien gibt es in der Hauptstadt Brüssel seit dem 12. August. Im Rest des Landes ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Flughäfen, Bahnhöfen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften vorgeschrieben. 

Restaurants, Cafés und Bars sind geschlossen. Restaurants dürfen bis 22 Uhr jedoch weiterhin Essen über Lieferdienste und zur Mitnahme anbieten. Die Gruppengröße bei privaten Treffen ist auf zehn Personen beschränkt. Ab 20 Uhr darf kein Alkohol mehr verkauft werden. In Brüssel gilt ein generelles Verbot von Alkoholkonsum im öffentlichen Raum. 

Hotels sind zwar geöffnet, Mahlzeiten müssen aber in den Zimmern eingenommen werden. Ferienparks sind hingegen geschlossen.

Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Belgien? 

Den Höhepunkt der Corona-Neuinfektionen scheint Belgien hinter sich zu haben. dieser lag am 29. Oktober bei 23.921 gemeldeten Infizierten innerhalb eines Tages. Danach sank der Wert stätig und pendelte sich etwa bei 2000 ein, aber mit Abweichungen. Am 13. Januar wurden 2927 Neuinfektionen gemeldet, zwei Tage zuvor waren es nur 960.

Das RKI stuft ein Land unter anderem als Corona-Risikogebiet ein, wenn der Inzidenz-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage überschritten wird. In Belgien liegt dieser Wert derzeit bei 125,80 pro 100.000 Einwohner (Stand: 14. Januar). Somit besteht auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. 

Reisewarnung und Risikogebiet: Kann ich meinen Belgien-Urlaub stornieren?

Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist ein starkes Indiz dafür, eine Reise kostenlos stornieren zu dürfen. Letztendlich ausschlaggebend ist aber die juristische Frage, ob außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände am Reiseziel vorliegen. Dies ist im Einzelfall zu klären.

Wenn am Reiseziel oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen, ist kostenloses Stornieren also möglich. Bei vielen Veranstaltern kannst du jedoch generell während der Corona-Krise kostenlos stornieren oder umbuchen.