Reisewarnung, Reisehinweis, ein Abraten vom Reisen oder gar keine Reisewarnung? Wer einen Urlaub machen will, muss  noch aufmerksamer die Infos des Auswärtigen Amtes lesen. Denn mit dem Aufheben der pauschalen Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb von Europa stellt die Bundesbehörde für jedes Land eigene Hinweise zur Verfügung.

Was bedeutet die Aufhebung der pauschalen Reisewarnung?

Seit Beginn der Corona-Pandemie warnte das Auswärtige Amt vor „nicht notwendigen touristischen Reisen“ in mehr als 160 Länder weltweit – und zwar unabhängig von der Einstufung als Risikogebiet. Nun gibt die Behörde individuelle Reisehinweise und Reisewarnungen für jedes Land heraus, die auf den Einschätzungen des Robert-Koch-Institutes beruhen. Konkret gilt seit dem 1. Oktober ein dreistufiges System – eine Art Ampelsystem.

Da das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag nun erneut mehrere Risikogebiete ausgerufen hat, treten am 17. Oktober dementsprechend für 15 Länder in Europa Reisewarnungen in Kraft. Nach diesem Prinzip gilt für die Länder eine Reisewarnung: 

Höchste Warnstufe rot: Eine Reisewarnung folgt automatisch auf die Einstufung eines Landes oder einer Region als Risikogebiet. Diese erfolgt, wenn ein Gebiet mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen hat.

Mittlere Warnstufe gelb: Das Auswärtige Amt rät von Reisen ab, wenn Länder Einreiseverbote aussprechen, Einreisebeschränkungen wie Quarantäne gelten oder der Flugverkehr eingeschränkt ist.

Warnstufe grün: In diesen Fällen gilt keine Reisewarnung und die Grenzen sind geöffnet.

Die Einstufung kann sich aber über Nacht ändern, sodass die Reiseplanung weiterhin genauso dynamisch erfolgen muss wie die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Im Folgenden gibt es den Überblick über die verschiedenen Warnstufen der Behörde – und auf welche Länder und Regionen sie aktuell zutreffen:

Für diese Länder in Europa gelten Reisewarnungen

Das Auswärtige Amt ruft eine Reisewarnung aus, wenn die Corona-Infektionszahlen den kritischen RKI-Wert übersteigen, also mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. In Europa erfolgt das detailliert für die Regionen. 

Reisewarnungen für Polen, Belgien, Frankreich, die Niederlande, Österreich und Kroatien

Das Robert-Koch-Institut aktualisiert die entsprechende Risikogebiete-Liste regelmäßig, sodass Urlauber sowohl vor dem Antritt einer Reise als auch vor Ort aufmerksam mögliche Änderungen verfolgen sollten. Hier kommt der Überblick über Reisewarnungen für Länder, die (teilweise) in Europa liegen:

  • Albanien
  • Andorra
  • Belarus
  • Belgien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien: Reisewarnung für die Verwaltungsbezirke Blagoevgrad und Targowischte
  • Dänemark: Reisewarnung für die Region Hovedstaden mit Kopenhagen
  • Estland: Reisewarnung für den Kreis Ida-Viru
  • Finnland: Reisewarnung für die Region Österbotten
  • Frankreich
  • Georgien
  • Irland: Reisewarnung für die Hauptstadt Dublin, Border Region,  Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands
  • Island
  • Italien: Reisewarnung für die Regionen Kampanien und Ligurien
  • Kosovo
  • Kroatien: Reisewarnung für Gespanschaften Lika-Senj, Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Vukovar-Srijem, Sisak-Moslavina, Krapina-Zagorje, Virovitica-Podravina, Medimurje und die Stadt Zagreb
  • Litauen: Reisewarnung für Bezirke Šiauliai (Schaulen) und Kaunas (Kauen) 
  • Luxemburg
  • Montenegro
  • Malta
  • Moldau (Republik Moldau)
  • Niederlande (bis auf Provinz Zeeland sowie nach Aruba, Curaçao und nach St. Maarten)
  • Nordmazedonien
  • Österreich: Reisewarnung für die Bundesländer Wien, Tirol (außer Jungholz) und Vorarlberg (außer Mittelberg/Kleinwalsertal)
  • Polen: Reisewarnung für Woiwodschaften Kujawsko-pomorskie (Kujawien-Pommern), Malopolskie (Kleinpolen), Podlaski (Podlachien), Pomorskie (Pommern) und Świętokrzyskie (Heiligkreuz) 
  • Portugal: Reisewarnung für Lissabon und die Region Norte
  • Rumänien
  • Russische Föderation
  • Schweiz: Reisewarnung für die Kantone Genf, Waadt (Vaud), Freiburg (Fribourg), Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zug und Zürich
  • Serbien
  • Slowenien: Reisewarnung für die Regionen Primorsko-Notranjska, Koroška, Zasavska, Osrednjeslovenska, Savinjska und Gorenjska, Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska
  • Slowakei
  • Spanien
  • Schweden: Reisewarnung für die Provinzen Uppsala, Örebro, Stockholm und Jämtland
  • Tschechien
  • Türkei: keine Reisewarnung für die Provinzen Aydin, Izmir, Muğla, Antalya
  • Ukraine
  • Ungarn: Reisewarnung für die Hauptstadt Budapest sowie in die Komitate Győr-Moson-Sopron, Pest, Csongrád-Csanád, Nógrád, Baranya, Hajdú-Biahr, Jász-Nagykun-Szolnok, Borsod-Abaúj-Zemplén, Komárom-Esztergom, Szablocs-Szatmár-Bereg, Vas, Veszprém
  • Vereinigtes Königreich: Reisewarnung für die Regionen North West, North East, Yorkshire and The Humber in England, nach Schottland, Wales, Nordirland, Gibraltar, East Midlands und West Midlands

    (Stand: 17. Oktober 2020)

Für diese Länder gilt keine Reisewarnung

Für neun Länder in Europa gibt es aktuell flächendeckend keine Reisewarnung mehr. Hier gibt es die Liste der Länder, die (teilweise) in Europa liegen, für die keine Reisewarnung gilt und bei denen das Auswärtige Amt auch nicht von einer Reise abrät:

  • Griechenland
  • Liechtenstein
  • Monaco
  • San Marino
  • Zypern (griechischer Teil)

    (Stand: 17. Oktober 2020)

Für diese Länder weltweit gelten Reisewarnungen

Für die meisten Länder weltweit gilt auch nach dem 1. Oktober weiterhin eine Reisewarnung. Wer in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes schaut, findet bei entsprechenden Ländern zwei mögliche Erklärungen für die Einstufung:

  1. „Aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen weiterhin gewarnt.“
  2. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt.“

Hier kommt die aktuelle Liste mit Reisewarnungen für Länder außerhalb Europas:

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Algerien
  • Angola
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Belize
  • Benin
  • Bhutan
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Cabo Verde
  • Chile
  • Costa Rica
  • Côte d’Ivoire
  • Dominikanische Republik
  • Dschibuti
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Eritrea
  • Eswatini
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Guatemala
  • Guinea
  • Guinea-Bissau
  • Guyana
  • Haiti
  • Honduras
  • Indien
  • Indonesien
  • Irak
  • Iran
  • Israel
  • Jamaika
  • Jemen
  • Jordanien
  • Kamerun
  • Kasachstan
  • Katar
  • Kenia
  • Kirgistan
  • Kolumbien
  • Komoren
  • Kongo (Demokratische Republik Kongo)
  • Kongo (Republik Kongo)
  • Korea
  • Kuwait
  • Lesotho
  • Libanon
  • Liberia
  • Libyen
  • Madagaskar
  • Malawi
  • Malediven
  • Mali
  • Marokko
  • Mauretanien
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Mosambik
  • Nepal
  • Nicaragua
  • Niger
  • Nigeria
  • Oman
  • Pakistan
  • Palästinensische Gebiete
  • Panama
  • Papua-Neuguinea
  • Paraguay
  • Peru
  • Philippinen
  • Sambia
  • Saudi-Arabien
  • Senegal
  • Sierre-Leone
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Südafrika
  • Sudan
  • Südsudan
  • Suriname
  • Syrien
  • São Tomé und Principe
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Timor-Leste
  • Togo
  • Trinidad und Tobago
  • Tschad
  • Tunesien
  • Turkmenistan
  • USA
  • Usbekistan
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zentralafrikanische Republik

    ​​(Stand: 17. Oktober 2020)

Von Reisen in diese Länder weltweit wird abgeraten

„Von nicht notwendigen, touristischen Reisen wird derzeit aufgrund fortbestehender Einreisebeschränkungen abgeraten.“ Diesen Satz werden Reisende aktuell häufig in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes lesen. Denn auch wenn die pauschale Reisewarnung aufgehoben ist, haben immer noch etliche Länder ihre Grenzen geschlossen und lassen Touristen nicht einreisen.

Im Folgenden findest du die komplette Liste der Länder außerhalb Europas, für die die Warnstufe gelb gilt. Das Auswärtige Amt rät also in einem Reisehinweis von Reisen ab:

  • Australien
  • Antigua und Barbuda
  • Barbados
  • Botswana
  • Brunei Darussalam
  • China
  • Cookinseln
  • Dominica
  • Estland
  • Fidschi
  • Finnland: Vor Reisen in Ladesteile ohne Reisewarnung wird abgeraten
  • Grenada
  • Hongkong
  • Irland: Vor Reisen in Ladesteile ohne Reisewarnung wird abgeraten
  • Japan
  • Kambodscha
  • Kanada
  • Kiribati
  • Kuba
  • Laos
  • Lettland
  • Litauen
  • Macau
  • Malaysia
  • Marshallinseln
  • Mauritius
  • Mikronesien
  • Myanmar
  • Namibia
  • Nauru
  • Neuseeland
  • Norwegen
  • Palau
  • Ruanda
  • Salomonen
  • Samoa
  • Seychellen
  • Singapur
  • Sri Lanka
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Südkorea
  • Taiwan
  • Thailand
  • Tonga
  • Tuvalu
  • Uganda
  • Uruguay
  • Vanuatu
  • Vietnam

    ​​(Stand: 17. Oktober 2020)