Nicht immer läuft im Urlaub alles nach Plan – das steht außer Frage. Einige Urlauber scheinen das Unglück mit ihren tollpatischigen, unüberlegten oder schlicht riskanten Aktionen aber förmlich herauszufordern. Welche kuriosen Vorfälle auf Reisen haben in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen gesorgt? Der reisereporter liefert dir den Überblick:

Feurige Snacks

Der Ausbruch des Vulkans Kilauea auf der Big Island von Hawaii versetzte die Einheimischen 2018 in Angst und Schrecken. Einige Menschen – besonders Urlauber – sahen die Lavaströme allerdings weniger als Bedrohung und mehr als Attraktion.

Dabei kamen sie auf teilweise abstruse Ideen: So posteten mehrere Leute in den sozialen Medien Fotos von sich, wie sie über den glühenden Lavaströmen Marshmallows oder Hotdogs rösteten. Und das, obwohl eine zuständige US-Behörde explizit vor diesem Verhalten gewarnt hatte.

Münzen bringen nicht immer Glück

Das Ritual sollte Glück bringen – stattdessen führte es zu Flugausfall und Flugverspätungen. Die Rede ist von Geldmünzen, die abergläubige Passagiere in China vor dem Start in die oder in Richtung der Flugzeugturbinen warfen. Tatsächlich ist das kein Einzelfall, sondern bereits mehrfach passiert.

Nach einem Vorfall bei China Southern Airlines in Shanghai 2017, bei dem eine Frau Münzen in eine Turbine geworfen hatte, hat ein Mann im vergangenen Jahr dadurch ebenfalls einen Abflug in Kunming bei Lucky Air vereitelt.

Mit ihrer Aktion wollten die Fluggäste nach eigenen Aussagen Unheil abwenden. Dabei hätte das zum Gegenteil führen können: Wenn metallische Fremdkörper wie Münzen in die Turbine gezogen werden, können diese blockieren. Im schlimmsten Fall ist ein Absturz die Folge.

Die Flüge verspäteten sich aufgrund der gefährlichen Glücksrituale um mehrere Stunden beziehungsweise einen ganzen Tag.

Falsche Tür am Flugzeug gewählt

Eigentlich wollte die Passagierin eines Fluges ab Manchester vor dem Start nur kurz auf die Toilette. Doch statt der Klotür öffnete sie den hinteren Notausgang – die Notrutsche wurde dadurch ausgelöst. Die Folge: Der Flieger konnte nur mit Verspätung und mit knapp 40 Personen weniger starten. Denn ohne die Notrutsche hatte das Flugzeug eine geringere Evakuierungskapazität.

Auch mehrere andere Flüge konnten Manchester an dem Tag im Juni 2019 nur verspätet verlassen. Außerdem sorgte die Verwechslung für hohe Kosten: Das Öffnen der Notrutsche kostet mehrere Tausend Euro. Wie die Frau die Tür überhaupt öffnen konnte, war zunächst unklar.

Falsch geparkt – in der U-Bahn!

Eine weitere kuriose Verwechslung ereignete sich im August vergangenen Jahres in München. Dort sorgte ein Urlauber-Paar aus Frankreich für Furore. Der Grund: Es war mit seinem Auto in den Aufgang der U-Bahn-Station Marienhof gefahren.

Offenbar hatte es diesen mit der Einfahrt einer Tiefgarage verwechselt. Auf den Treppenstufen blieb das Auto stecken, die Feuerwehr musste anrücken, um den Pkw zu bergen. Dem Paar war der Vorfall extrem peinlich. Der Mann gab an, von der Sonne geblendet worden zu sein und deshalb nicht schnell genug reagiert zu haben.

Disneyland auf Drogen

Zugegeben: Die bunte, fröhliche Welt im Disneyland Paris kann einem schon mal wie ein rauschender Trip vorkommen. Auf einen Schweizer trifft das aber sogar buchstäblich zu: Er hatte bei seinem Besuch 2019 die Droge LSD eingeschmissen und stürzte daraufhin in einen See.

Seine Partnerin verständigte die Parkleitung, eine groß angelegte Rettungsaktion mit jeweils zehn Tauchern und Polizeibeamten, 30 Feuerwehrleuten und 80 Parkmitarbeitern folgte. Obwohl auch ein Hubschrauber und eine Wärmebildkamera zum Einsatz kamen, blieb der Mann verschwunden. Am nächsten Tag tauchte er allerdings wieder auf: Er lief splitterfasernackt durch einen Nachbarort.

Ein Autofahrer sammelte ihn ein und brachte ihn zurück ins Disneyland, wie die „Washington Post“ berichtete. Das Paar kam zunächst aufgrund von Drogenmissbrauchs ins Gefängnis, durfte aber noch am selben Tag wieder gehen – es hatte der Polizei zufolge „schon genug durchgemacht“.