Prag, Paris, Wien, Budapest – diese vier Städte sind nicht nur extrem beliebte Ziele für Kurzurlaub in Europa, sie gelten auch als Corona-Risikogebiet. Diese Einstufung durch das Auswärtige Amt erfolgt in der Regel, wenn die Neuinfektionen vor Ort in den vergangenen sieben Tagen über einen Wert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner gestiegen sind.

Auch in Deutschland haben Touristen für eine Städtereise aktuell nicht immer die freie Wahl – denn in einigen Bundesländern gibt es ein Behergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten in Deutschland. Und der Blick Richtung Ausland wird noch schwieriger. Denn immer mehr beliebte Ziele landen auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes und das Auswärtige Amt spricht eine Reisewarnung aus. 

Corona-Test nach Städtetrip: In welchem Fall er droht

Die Folge: Touristen müssen nach einer Reise in die betroffenen Gebiete zurück in Deutschland einen Corona-Test machen und bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses in häusliche Isolation. Nach den Herbstferien soll sich das aber ändern: Ab dem 8. November sollen Rückkehrer für mindestens fünf Tage in Quarantäne. Die Quarantänezeit wäre damit länger als so mancher Städtetrip, der nur ein verlängertes Wochenende dauert.

Während unter anderem Stockholm seit dem 15. Oktober neu auf der Liste des Robert-Koch-Institutes ist, zählen andere europäische Städte wie Amsterdam, Budapest und Wien schon länger zu den Orten mit erhöhter Infektionsgefahr bezüglich Corona. Wir geben dir den Gesamtüberblick.

Diese beliebten europäischen Städte stehen auf der RKI-Liste

  • Amsterdam (Niederlande)
  • Barcelona (Spanien)
  • Brüssel (Belgien)
  • Budapest (Ungarn)
  • Bukarest (Rumänien)
  • Bratislawa (Slowakei)
  • Dublin (Irland)
  • Dubrovnik (Kroatien)
  • Edinburgh (Schottland)
  • Genf (Schweiz)
  • Istanbul (Türkei)
  • Kopenhagen (Dänemark)
  • Krakau (Polen)
  • Kotor (Montenegro)
  • Lausanne (Schweiz)
  • Lissabon (Portugal)
  • Ljubljana (Slowenien)
  • Lyon (Frankreich)
  • Marseille (Frankreich)
  • Madrid (Spanien)
  • Nizza (Frankreich)
  • Paris (Frankreich)
  • Prag (Tschechien)
  • Rotterdam (Niederlande)
  • Stockholm (Schweden)
  • Valencia (Spanien)
  • Wien (Österreich)

(Stand: 15. Oktober 2020)

Diese beliebten Städte in Europa gelten aktuell nicht als Risikogebiet

  • Athen (Griechenland)
  • Florenz (Italien)
  • London (England)
  • Mailand (Italien)
  • Pisa (Italien)
  • Riga (Lettland)
  • Rom (Italien)
  • Salzburg (Österreich)
  • Sankt Petersburg (Russland)
  • Tallinn (Estland)
  • Venedig (Italien)

(Stand: 15. Oktober 2020)

Was muss ich bei der Planung eines Städtetrips beachten?

Du willst trotz der unsicheren Lage in der Corona-Pandemie eine Städtereise planen? Dann solltest du einige Punkte beachten. Ganz wichtig ist es, die aktuellen Infektionszahlen an deinem potenziellen Reiseziel zu verfolgen, damit du nicht vor Ort von der Einstufung als Risikogebiet überrascht wirst. 

Außerdem solltest du bei der Buchung deiner Reise auf die Stornierungsbedingungen der Anbieter achten. Während Pauschalreiseveranstalter in der Regel die Buchungen nach einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes selbstständig stornieren und du dein Geld zurückbekommst, ist das bei einer individuellen Reise anders.

Hotel oder Flug wegen Corona stornieren?

Buchst du Hotel und Flug einzeln, solltest du dir über folgende Punkte im Klaren sein: Storniert die Airline den Flug nicht von sich aus, hast du schlechte Karten, das Geld fürs Ticket zurückzubekommen, selbst wenn der Zielflughafen in einem Risikogebiet steht. Kostenlose Umbuchungen hingegen bieten aktuell die meisten Fluggesellschaften an.

Und auch bei Hotelbuchungen erhältst du bei einer Stornierung nur dann das Geld wieder, wenn dies in den AGB so aufgeführt ist oder der Betreiber des Hotels kulante Regelungen aufgrund der Corona hat.