Gute Nachrichten für Südafrika-Fans: Das Land will seine Grenzen ab dem 1. Oktober wieder für internationale Touristen öffnen. Das kündigte Präsident Cyril Ramaphosa an. Dann sollen die drei größten Flughäfen des Landes – Johannesburg, Kapstadt und Durban – für internationale Flüge geöffnet werden.

„Wir sind bereit, unsere Türen wieder für die Welt zu öffnen und Reisende einzuladen, unsere Berge, unsere Strände, unsere lebhaften Städte und unsere Safari-Parks in Sicherheit und mit Vertrauen zu genießen“, sagte das Staatsoberhaupt am 16. September.

Südafrika öffnet Grenzen für Touristen aus Ländern mit wenig Corona-Fällen

Die Grenzen werden jedoch nicht für alle Länder geöffnet. Touristen aus Hochrisikoländern dürfen nicht einreisen – eine Liste dieser Länder soll in Kürze veröffentlicht werden, so Ramaphosa.

Für Südafrika-Reise ist negativer Corona-Test nötig

Außerdem gilt auch in Südafrika eine Corona-Testpflicht. Das heißt konkret: Bei der Einreise muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Nach der Landung am Flughafen werden die Touristen auf Corona-Symptome untersucht, es gibt Fieberscreenings. Je nach Ergebnis müssen die Einreisenden zunächst in Quarantäne.

Reisende sollen zudem dazu angehalten werden, sich die kostenlose Corona-App des Landes (Covid Alert South Africa) zu installieren – mit dieser sollen mögliche Infektionsketten verfolgt werden.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Südafrika geht offiziellen Angaben zufolge zurück: Noch vor zwei Monaten habe es 12.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben – aktuell seien es noch 2000, so Ramaphosa. Das Testprogramm werde weiter ausgeweitet. In dem Land wurden seit Beginn der Covid-19-Pandemie bisher mehr als 651.500 Corona-Fälle bestätigt, etwa 15.600 Menschen starben. Fast 89 Prozent der Infizierten sind nach offiziellen Angaben wieder genesen. 

Was ist mit der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Südafrika?

Aber: Auch wenn die Grenzen öffnen, ist unklar, ob die Reise nach Südafrika Konsequenzen für deutsche Urlauber hätte. Denn noch gilt das Land als Risikogebiet, außerdem gibt es noch die pauschale Reisewarnung für alle Länder außerhalb Europas. Diese soll am 30. September enden, ab Oktober soll dann das Infektionsgeschehen individuell je nach Land bewertet werden.

Wichtige Kennziffer dafür, ob eine Reisewarnung angeordnet ist oder nicht, bleibt voraussichtlich die Inzidenzzahl von 50 gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Aktuell liegt diese bei 18,81 (Stand: 16. September) und somit deutlich unter dem Grenzwert – an diesen offiziell gemeldeten Infektionszahlen in Südafrika gibt es aber großen Zweifel.

Daher ist es wahrscheinlich, dass das afrikanische Land weiter auf der RKI-Liste der Risikogebiete bleibt. Für Urlauber würde das bedeuten: Sie müssen bei Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne, außerdem sind damit weitere Einschränkungen, zum Beispiel in Bezug auf die Krankenversicherung im Ausland, verbunden.

Corona-Lockerungen treten in Südafrika in Kraft

Am Montag, 21. September, startet in Südafrika „Lockdown Level 1“, das mit vielen Lockerungen für die Bevölkerung verbunden ist. In dem Land gilt aber weiter eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen, auch die nächtliche Ausgangssperre zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens bleibt bestehen, Alkohol darf nur zwischen Montag und Freitag von 9 bis 17 Uhr verkauft werden.