Grenze zu, Grenze auf: In Südafrika gibt es ein echtes Hin und Her in Sachen Tourismus. Zunächst war angekündigt worden, die Grenzen frühestens 2021 zu öffnen. Dann kam im Herbst überraschend die Meldung: Zum 1. Oktober ist die Einreise für Urlauber erlaubt. Dann wurde Deutschland gut zwei Wochen später auf die Liste der Corona-Risikoländer gesetzt und die Einreise war wieder tabu. 

Südafrika-Reisen sind wieder möglich

Nun kommt erneut eine Rolle rückwärts: Alle noch bestehenden Reiserestriktionen wurden am 12. November aufgehoben. Die „rote Liste“ mit Ländern, deren Bürger nicht einreisen dürfen, wird abgeschafft. Das kündigte der Präsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa, via Twitter an, später wurden die Änderungen auch im Amtsblatt veröffentlicht. 

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Internationale Flüge zu den drei größten Flughäfen des Landes – Johannesburg, Kapstadt und Durban – sind damit für deutsche Reisende wieder möglich. Vor allem, um dem Winter zu entfliehen, ist Südafrika ein beliebtes Ziel. Denn die Jahreszeiten in Südafrika sind umgekehrt: Der europäische Winter ist dort der Sommer.

Für Südafrika-Reise ist negativer Corona-Test nötig – sonst Quarantäne

Wichtig für die Reisepläne: In Südafrika gilt eine Corona-Testpflicht. Das heißt konkret: Bei der Einreise muss ein negativer Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Der Test muss von einer zugelassenen medizinischen Einrichtung beziehungsweise einem Arzt erstellt und mit dessen Namen und Unterschrift versehen sein. Reisende, die ohne Covid-19-PCR-Test einreisen, müssen auf eigene Kosten für zehn Tage in Quarantäne.

Nach der Landung am Flughafen werden die Touristen auf Corona-Symptome untersucht, es gibt Fieberscreenings. Je nach Ergebnis müssen die Einreisenden in Quarantäne.

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Reisende sollen zudem dazu angehalten werden, sich die kostenlose Corona-App des Landes (Covid Alert South Africa) zu installieren – mit dieser sollen mögliche Infektionsketten nachverfolgt werden.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Südafrika geht offiziellen Angaben zufolge zurück: Noch vor zwei Monaten habe es 12.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben – aktuell seien es noch 2000, so Ramaphosa. Das Testprogramm werde weiter ausgeweitet. In dem Land wurden seit Beginn der Covid-19-Pandemie bisher mehr als 742.394 Corona-Fälle bestätigt, etwa 20.000 Menschen starben. Fast 89 Prozent der Infizierten sind nach offiziellen Angaben wieder genesen. 

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Südafrika gilt weiter

Aber: Auch wenn die Grenzen öffnen, bleibt Südafrika auf der Liste der Corona-Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes, es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Für Urlauber bedeutet das: Sie müssen bei der Rückkehr nach Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, diese kann frühestens mit einem Corona-Test an Tag fünf verkürzt werden. Außerdem sind damit weitere Einschränkungen, zum Beispiel in Bezug auf die Krankenversicherung im Ausland, verbunden. Seit dem 8. November gilt außerdem: Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich vorab digital registrieren.

Wichtige Kennziffer dafür, ob eine Reisewarnung angeordnet ist oder nicht, bleibt voraussichtlich die Inzidenzzahl von 50 gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Aktuell liegt diese bei 16,57 (Stand: 12. November) und somit deutlich unter dem Grenzwert – an den offiziell gemeldeten Infektionszahlen in Südafrika gab es aber große Zweifel.