Gute Nachrichten für Südafrika-Fans: Das Land hat seine Grenzen am 1. Oktober wieder für internationale Touristen geöffnet. Internationale Flüge zu den drei größten Flughäfen des Landes – Johannesburg, Kapstadt und Durban – sind wieder möglich.

„Wir sind bereit, unsere Türen wieder für die Welt zu öffnen und Reisende einzuladen, unsere Berge, unsere Strände, unsere lebhaften Städte und unsere Safari-Parks in Sicherheit und mit Vertrauen zu genießen“, twitterte Präsidet Cyril Ramaphosa.

Südafrika öffnet Grenzen für Touristen aus Ländern mit wenig Corona-Fällen

Die Grenzen werden jedoch nicht für alle Länder geöffnet, Touristen aus Hochrisikoländern dürfen nicht einreisen. Eine Liste dieser Länder hat die Regierung online veröffentlicht, sie soll alle 14 Tage aktualisiert werden.

Deutschen ist die Einreise erlaubt, wenn sie in den zehn Tagen zuvor nur in Deutschland waren.

Für Südafrika-Reise ist negativer Corona-Test nötig – sonst Quarantäne

Außerdem gilt auch in Südafrika eine Corona-Testpflicht. Das heißt konkret: Bei der Einreise muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Der Test muss von einer zugelassenen medizinischen Einrichtung beziehungsweise Arzt erstellt und mit dessen Namen und Unterschrift versehen sein. Reisende, die ohne Covid-19-PCR-Test einreisen, müssen auf eigene Kosten für zehn Tage in Quarantäne.

Nach der Landung am Flughafen werden die Touristen auf Corona-Symptome untersucht, es gibt Fieberscreenings. Je nach Ergebnis müssen die Einreisenden in Quarantäne.

Reisende sollen zudem dazu angehalten werden, sich die kostenlose Corona-App des Landes (Covid Alert South Africa) zu installieren – mit dieser sollen mögliche Infektionsketten verfolgt werden.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Südafrika geht offiziellen Angaben zufolge zurück: Noch vor zwei Monaten habe es 12.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben – aktuell seien es noch 2000, so Ramaphosa. Das Testprogramm werde weiter ausgeweitet. In dem Land wurden seit Beginn der Covid-19-Pandemie bisher mehr als 651.500 Corona-Fälle bestätigt, etwa 15.600 Menschen starben. Fast 89 Prozent der Infizierten sind nach offiziellen Angaben wieder genesen. 

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Südafrika gilt weiter

Aber: Auch wenn die Grenzen öffnen, ist unklar, ob die Reise nach Südafrika Konsequenzen für deutsche Urlauber hätte. Denn noch gilt das Land als Risikogebiet, außerdem gibt es noch die pauschale Reisewarnung für alle Länder außerhalb Europas. Diese soll am 30. September enden, ab Oktober soll dann das Infektionsgeschehen individuell je nach Land bewertet werden.

Wichtige Kennziffer dafür, ob eine Reisewarnung angeordnet ist oder nicht, bleibt voraussichtlich die Inzidenzzahl von 50 gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Aktuell liegt diese bei 15,63 (Stand: 1. Oktober) und somit deutlich unter dem Grenzwert – an diesen offiziell gemeldeten Infektionszahlen in Südafrika gibt es aber großen Zweifel.

Das afrikanische Land steht daher weiter auf der RKI-Liste der Risikogebiete und es gilt eine Reisewarnung. Für Urlauber würde das bedeuten: Sie müssen bei Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne und einen Corona-Test machen. Außerdem sind damit weitere Einschränkungen, zum Beispiel in Bezug auf die Krankenversicherung im Ausland, verbunden.

Corona-Lockerungen treten in Südafrika in Kraft

Am Montag, 21. September, startete in Südafrika „Lockdown Level 1“, das mit vielen Lockerungen für die Bevölkerung verbunden ist. In dem Land gilt aber weiter eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen, auch die nächtliche Ausgangssperre zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens bleibt bestehen, Alkohol darf nur zwischen Montag und Freitag von 9 bis 17 Uhr verkauft werden.