1. Ramree Island, Myanmar

Ramree Island vor der Küste Myanmars hat im Zweiten Weltkrieg traurige Berühmtheit erlangt. 1200 japanische Soldaten hatten die Insel besetzt, die damals unter britischer Herrschaft stand. Am 19. Februar 1945 eroberten britische und indische Truppen, die Insel zurück und kreisten die Japaner ein.

Die japanischen Soldaten wollten sich aber nicht ergeben und flohen nachts in die dichten Mangrovensümpfe. Diese Flucht überlebten aber Erzählungen zufolge nur 400 von ihnen. Der Grund: In den Sümpfen lauerten Hunderte Krokodile. Der Vorfall ging als „Massacre of Ramree“ in die britische Militärgeschichte ein.

Obwohl Historiker die Zahl der durch die Tiere getöteten Soldaten anzweifeln und das Ereignis als urbanen Mythos bezeichnen, führt das Guinness-Buch der Rekorde es als „größtes Desaster, was Tiere unter Menschen jemals angerichtet haben“.

Das Leistenkrokodil kann bis zu sieben Meter lang und eine Tonne schwer werden.

2. Plum Island, USA

Plum Island liegt nicht weit von Long Island entfernt, einem beliebten Reiseziel der New Yorker. Nur 2,5 Kilometer entfernt befindet sich die vielleicht gefährlichste Insel New Yorks: Auf Plum Island steht ein Hochsicherheitszentrum zur Erforschung von Tierseuchen und -krankheiten.

Kein Wunder, dass die sieben Quadratkilometer große Insel absolutes Speergebiet ist. Nur wer befugt ist, darf sie betreten. Manch einer ist überzeugt davon, dass auf Plum Island Monster erschaffen werden, seit im Juli 2008 eine tote, bisher unbekannte Kreatur an einen Strand in der Nähe von Montauk in New York gespült.

Sie soll die Größe eines Hundes, spitze Zähne und eine Art Schnabel gehabt haben. Das „Montauk-Monster“ sei fast haarlos und der Körper in Teilen braun und rosafarben gewesen. Wie die „New York Times“ berichtet, wurde schnell spekuliert, ob das unheimliche Wesen bei Experimenten auf Plum Island entstanden und dann geflohen war. Doch bewiesen wurde diese Theorie nie.

3. Insel Riems, Ostsee

Auf der Insel Riems in der Ostsee gilt Sicherheitsstufe vier, denn dort befindet sich ein ähnliches Zentrum wie vor New York: Das Friedrich-Loeffler-Institut ist eine Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten von Tieren. Hinter hohen Zäunen und Stacheldraht verstecken sich Hochsicherheitslabore. Besucher? Fehlanzeige. Nur mit Genehmigung kommt man auf die Insel und muss sich einer aufwendigen Prozedur unterziehen.

Die Viren, die auf der Insel in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern lagern und untersucht werden, könnten Millionen Tiere und Menschen töten und sogar ganze Epidemien und Seuchen auslösen, schreibt die „Berliner Morgenpost“. Aktuell wird unter anderem an Corona getestet, gibt das Institut auf seiner Website bekannt.

Auf der Insel Riems lauern einige der gefährlichsten Bakterien und Viren der Welt.

4. Saba, Niederländische Antillen

Saba ist die kleinste bewohnte Insel der ehemaligen Niederländischen Antillen und liegt östlich zwischen der Dominikanischen Republik und Venezuela. Etwa 1900 Menschen leben auf dem kleinen Eiland in der Karibik. Und das ist ziemlich gefährlich, denn kein anderer Ort auf der Welt wurde in den vergangenen 150 Jahren öfter von Hurrikans heimgesucht, berichtet „The Telegraph“.

Auf der Karibikinsel Saba schlagen immer wieder Monsterstürme ein.

5. Queimada Grande, Brasilien

Queimada Grande in Brasilien ist die vielleicht tödlichste Insel, denn dort leben Tausende der giftigsten Schlangen der Welt. Die „Schlangeninsel“, wie das felsige Eiland deshalb auch genannt wird, ist fest in der Hand der Insel-Lanzenotter. Auf der 44 Hektar großen Insel tummeln sich nach Schätzungen etwa 4000 bis 15.000 Exemplare, berichtet „Deutschlandfunk Nova“.

Seit mehr als 30 Jahren darf die Insel (fast) niemand mehr betreten. Früher gab es auf Queimada Grande noch Leuchtturmwärter, doch keiner von ihnen überlebte lange. Heute dürfen nur noch Wissenschaftler auf die Insel, die immer einen Arzt dabeihaben, der im Notfall sofort das Gegengift spritzen kann.

Betreten verboten: Touristen schauen sich wegen der gefährlichen Schlangen die brasilianische Insel nur vom Bott aus an.

6. North Sentinel Island, Andamanen

North Sentinel Island befindet sich östlich von Indien und ist etwa 75 Quadratkilometer groß. Auf der Insel leben die Sentinelesen, die zu den letzten unkontaktierten Völkern weltweit gehören. Sie verteidigen ihre Isolation mit gewaltsamen Mitteln und reagieren extrem aggressiv auf Besucher.

Seit 1996 ist die Insel Sperrgebiet, doch nicht alle halten sich daran. 2006 wurden zwei Fischer, die sich dem Eiland genähert hatten, tot vor North Sentinel Island aufgefunden. Und im Jahr 2018 versuchte ein 27-jähriger US-Tourist auf die Insel zu gelangen. Er wollte die Sentinelesen missionieren – wurde aber von den Ureinwohnern mit Pfeilen erschossen.

Auf North Sentinel Island leben die Sentinelesen, ein kleiner Stamm Eingeborener, dessen Zahl auf 50 bis wenige Hundert Menschen geschätzt wird – aber wirklich genaue Zahlen kennt niemand.

Wie groß das Volk der Ureinwohner ist, weiß niemand. Schätzungsweise leben zwischen 50 und wenigen Hundert Menschen auf North Sentinel Island. Seit rund rund 60.000 Jahren ist die Andamanen-Insel ihre Heimat. Viel mehr ist nicht über die Sentinelesen bekannt – zum Beispiel ist unklar, ob sie einer Religion angehören oder ob sie Feuer machen können.