In Afrikas Nationalparks, Wildreservaten und Naturschutzgebieten kannst du eine große Artenvielfalt an wild lebenden Tieren auf einer Safari-Reise entdecken – darunter Berggorillas, schwarze Nashörner, Löwen, Giraffen, Elefanten, Nilpferde und Antilopen. Doch nicht immer gibt es eine Garantie, dass du die Wildtiere auch tatsächlich siehst. 

Die Website Expert Africa hat deshalb aus Tierbeobachtungen von Reisenden für 26 Tierarten eigene Karten zusammengestellt, die aufzeigen, in welchem afrikanischen Land die Chancen gut stehen, eines der Tiere zu sehen. So können Urlauber ihre Safari mit Hinblick auf ihre Lieblingstiere selbst planen oder planen lassen – Camps sind mit aufgelistet. 

Schimpansen, Elefanten, Raubkatzen: Wie wahrscheinlich ist eine Sichtung in Afrika?

Du willst zum Beispiel unbedingt Schimpansen sehen? Laut den Experten hast du die besten Chancen im Nyungwe-Wald in Ruanda und im Mahale-Mountains-Nationalpark in Tansania. Einige Sichtungen gab es aber auch im Rubondo-Nationalpark.

Auch die Sichtung einer Elefanten-Herde ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 91 Prozent sehr hoch – in Kenia, Tansania, Sambia, Simbabwe, Botsuana und Namibia gibt es die meisten der Tiere. Dort kannst du zu 80 Prozent meist auch Löwen beobachten. Die Chance, einen Berggorilla zu sehen, hast du hingegen nur in Ruanda. Dafür liegt die Wahrscheinlichkeit dort aber bei 95 Prozent.

Wesentlich geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Geparden-Sichtung – die liegt nur bei 29 Prozent. Die besten Chancen dafür hast du in der Masai Mara in Kenia. Aber auch im Hwange-Nationalpark in Simbabwe schleichen die Raubkatzen herum, jedoch nicht im Mana-Pools-Nationalpark im Westen des Landes – zumindest gab es dort bisher keine Sichtungen.

Mit nur 2 Prozent ist es recht unwahrscheinlich, ein Schuppentier (auch bekannt als Tannenzapfentier) zu entdecken. Wenn du dennoch dein Glück versuchen willst, solltest du nach Sambia oder Namibia reisen – wie in vielen anderen Ländern in Afrika sind die Grenzen für Deutsche trotz Corona wieder offen

Im Kafue-Nationalpark oder Naturschutzgebiet Okonjima hast du die beste Chance auf eine Sichtung. Noch nie gesehen wurde das Schuppentier bisher zum Beispiel in Kenia oder Tansania. 

Wildtierforscher in Afrika nutzen Daten zu Analysen

Die Daten von Expert Africa stammen von mehr als 700 Reiseveranstaltern und basieren auf rund 38.000 Reise-Berichten zu Tierbeobachtungen seit März 2018. Sogar Wildtierforscher sollen laut Chris McIntyre, Managing Director von Expert Africa, die Daten analysieren, um die Verteilung der Tiere im östlichen und südlichen Afrika besser zu verstehen. Beispielsweise hätten Hyänenforscher so neue Gebiete für drei Hyänenarten identifiziert.