Von Heiligenstadt aus geht es durch die Buntsandsteinhügellandschaft über Mengelrode und Streitholz nach Bischhagen, wo wir hinter dem Ortsausgang von Thüringen zurück nach Niedersachsen radeln. Entlang der Landesgrenze führt der Weg nach Bremke und vorbei an der Akademie Waldschlösschen nach Reinhausen.

Der beschilderte Radweg verläuft weiter parallel zum Wendebach direkt auf den Stausee zu. Nach dem Ansturm im Sommer kann dieser nun wieder etwas entspannter besucht werden. Über Stockhausen fahren wir auf der Landesstraße nach Groß Schneen. In Friedland erwarten uns eine Reihe von Sehenswürdigkeiten.

Ist ein Museumsbesuch geplant? Zeit mitbringen! Es lohnt sich. Nach einem kurzen Stück Bundesstraße gelangen wir nach Marzhausen und damit nach Hessen. Zwischen Eichenberg und Hohengandern, etwa auf Höhe der Schienen, befinden wir uns dann im Dreiländereck. Über Arenshausen und Uder geht es zurück nach Heiligenstadt.

Das sind die Rahmendaten:

  • Länge: 55 Kilometer
  • Dauer: 3:30 Stunden

Tipps:

Literaturmuseum „Theodor Storm“ Heiligenstadt

Eines der bekanntesten Kinder Heiligenstadts ist Theodor Storm. Heiligenstadts? Richtig, der Schriftsteller wurde dort 1825 getauft. Hätten Sie nicht gewusst? Dann sollte das ein Grund mehr sein, das Literaturmuseum „Theodor Storm“ zu besichtigen.

Es befindet sich seit seiner Eröffnung 1988 in den Räumen eines der ältesten Häuser der Stadt, im 1436 im fränkischen Fachwerkstil errichteten Mainzer Haus. Übrigens ist das Museum auch etwas für Rosenfans: Ein Besuch des Gartens lohnt sich!

Fotostudio Edler

Die Dauerausstellung präsentiert in sechs Räumen die Lebenswelt und das künstlerische Schaffen Theodor Storms zwischen 1856 und 1864. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 14.30 bis 16.30 Uhr. Das Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe zur frisch umgestalteten Innenstadt.

Heimkehrer-Mahnmal Friedland

Das Denkmal thront auf dem Friedländer Hausberg, dem Hagenberg. Es wurde durch den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Georg Diederichs (SPD) im Oktober 1967 eingeweiht.

Die Form des Heimkehrer Denkmals symbolisiert die in alle 4 Himmelrichtungen geöffneten Tore des Lagers.

Die vier Wandscheiben mit einer Höhe von bis zu 28 Metern, die symbolisch nach allen vier Himmelsrichtungen geöffnete Lager-Tore darstellen, wurden von den Künstlern Hans Wachter und Martin Bauer errichtet. Ihre Form soll die Spannungen erahnen lassen, unter denen die Heimkehrer und Flüchtenden standen und stehen.

Rosenpark Reinhausen

Ein Besuch im Rosenpark Reinhauseen dürfte Naturbegeisterte locken. Der Rosenpark liegt am Fuße des ehemaligen Klosters Reinhausen. Auf 1,4 Hektar Fläche wachsen hier mehr als 2000 Rosensorten. Der Park ist nicht nur ein Schaugarten für edle Blütengewächse, sondern auch ein Refugium für brütende Vögel und Insekten.

Der Rosengarten erstreckt sich über 1,4 Hektar Fläche, das entspricht zwei Fußballfeldern.

Eigentlich wird jedes Jahr im Rosenpark ein großes Fest ausgerichtet. Das musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie jedoch ausfallen. Als kleine Entschädigung sind die Öffnungszeiten nun verlängert worden.

Im Rosenpark Reinhausen wachsen mehr als 2000 verschiedene Rosenarten.

In der Nebensaison (ab September) können Interessierte den Park mittwochs von 14.30 bis 17 und freitags von 10 bis 15.30 Uhr besuchen. An Sonn- und Dienstagen sowie an Feiertagen hat der Park geschlossen. Der Eintritt ist frei.