Wie drei Punkte reihen sich die Äolischen Inseln Vulcano, Lipari und Salina vor der Nordküste Siziliens auf. Dabei wäre Salina auch ein Ausrufezeichen wert! Immerhin hat sie ganz schön Feuer unterm Hintern: Die Insel besteht aus zwei (erloschenen) Vulkanen. Die „Zwillingsvulkane“ Monte Fossa delle Felci und Monte dei Porri ragen jeweils rund 900 Meter aus dem Meer.

Klassischer Strandurlaub? Dann fahr lieber nicht nach Salina

Mit einer Fläche von 26,8 Quadratkilometern ist Salina in etwa so groß wie Norderney. Während die Nordseeinsel aber mit weißen, feinen Sandstränden aufwartet, zeugen die Strände auf Salina von ihrem vulkanischen Ursprung: Hier breiten Besucher ihr Handtuch auf dunklen Kieseln aus, die das Meerwasser rund gespült hat.

Wer klassischen Strandurlaub will, sollte deshalb vielleicht nicht nach Salina kommen. Umso mehr freuen sich Reisende, die wandern, Ruhe und Natur lieben.

Auf Salina spielt der Tourismus nur die zweite Geige – und das auch nur in den Sommermonaten. Viel wichtigere Einnahmequellen sind Wein und Kapern. Bettenburgen und Touristenmassen? Nicht auf Salina!

Dafür haben die Insulaner gesorgt. Obwohl immer wieder reiche Ausländer Interesse an den verwitterten Villen der Insel bekundet haben, dachten die Einheimischen gar nicht daran, zu verkaufen.

Eine der Haupteinnahmequellen auf Salina ist die Fischerei.

Die Insel Salina ist charmant geblieben

Und so kannst du heute in einer Villa über dem Hafen von Rinella übernachten, der schon längst in ein protziges Privatanwesen verwandelt worden wäre, wenn es nach einem ehemaligen Ferrari-Boss gegangen wäre, wie die „Welt“ berichtet. Selbst in der Hochsaison wirken die sieben Orte auf Salina nicht von Urlaubern belagert. Stattdessen verbreiten sie einen herrlich verschlafenen Charme.

Trotzdem gibt es einiges zu entdecken: die in den Felsen geschlagenen Bootshäuser von Pollara im Westen, Wanderungen auf die Vulkane, kleine Strände und jede Menge Aussichtspunkte. Und natürlich die Überbleibsel der Salzseen im Nordosten, die an die riesigen Salinen erinnern, die der Insel ihren Namen gaben. Trotz ihres vulkanischen Ursprungs ist Salina übrigens alles andere als karg: Eine Süßwasserquelle sorgt für ungewöhnlich üppig-grüne Vegetation.

Die meisten Strände auf Salina bestehen aus Steinen statt aus Sand.

Dafür, dass Salina Siziliens kleines Geheimnis bleibt, sorgt auch die Anreise: Hin kommst du entweder mit der Fähre von Neapel aus, die zwölf Stunden lang über Nacht fährt, oder über einen „Umweg“ nach Sizilien. Von dort bringen dich die Fähren zum Hafen in Santa Marina Salina – zwischendurch musst du einmal umsteigen.