Ständig wechselnde Reisewarnstufen in der Corona-Krise bereitet Urlaubern zunehmend Sorgen. Viele Fragen sich: Wohin kann ich überhaupt noch reisen?  Fernweh macht sich breit.

Eine absolut sichere Variante gibt es aber, um Top-Locations trotz Corona zu genießen – und zwar virtuelles Reisen am Computer. Drohnen-Flüge über den Urlaubs-Highlights bieten dabei eine völlig neue Perspektive. Außerdem dienen die Videos als perfekte Inspiration für Reiseziele nach der Corona-Krise. Von daher wollen wir euch diese sieben beeindruckenden Drohnen-Videos nicht vorenthalten.

Norwegens Lofoten: Malerische Berge, Küsten und Fischerdörfer

Die 80 Inseln der Lofoten liegen etwa 100 bis 300 Kilometer nördlich des Polarkreises vor Norwegens Küste. Ihre Kombination aus alpinen Bergen, den mannigfaltigen Küstenformen und zahlreichen Fischerörtchen zieht mittlerweile Hunderttausende Touristen jährlich in die norwegische Provinz Nordland – aus diversen Gründen.

Neben der malerischen Natur sind die Inseln für zahlreiche Möglichkeiten bekannt: Beispielsweise kannst du Wale beobachten, angeln und dich auf eine Spurensuche nach den Überresten der Wikinger-Kultur begeben. Außerdem ist es der nördlichste Surfspot der Welt.

Wegen der zuletzt steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland musst du bei einer Norwegen-Reise seit dem 29. August aber wieder eine Quarantänepflicht in Kauf nehmen. Die Drohnenvideos vom Youtube-Kanal von Stefan Zimmermann erhöhen daher sicher die Vorfreude auf die Nach-Corona-Zeit.

Malediven: Das Insel-Paradies von oben

Die Einreise auf die Malediven ist für Touristen seit dem 15. Juli grundsätzlich wieder möglich. Jedoch zählt der Inselstaat im Indischen Ozean auch ohne Corona-Krise zu den exquisitesten Reisezielen der Welt. Die meisten Urlauber kommen als Pauschaltouristen auf die Malediven und verbringen ihren Urlaub auf einer der mehr als 70 Ferieninseln. Eine, die schon viel von den Urlaubs-Paradiesen erzählen kann, ist Madeleine Schneider-Weiffenbach.

Die deutsche Reise-Influencerin, zeigt als Pilotmadeline ihren Instagram-Followern die Highlights der Traumdestination – aus Drohnen-Sicht. Traumhafte Sandstrände, kristallklares, blaues Meer und wehende Palmen. Und die Vogelperspektive begeistert: Bereits über 4,8 Millionen Mal wurde der Clip über das Insel-Paradies angeklickt.

Kolumbien: Über die Treppen vom Piedra de El Peñol

Im vergangenen Jahr verzeichnete Kolumbien wiederholt Rekorde im Tourismus-Sektor: Laut offiziellen Zahlen kamen über 4,5 Millionen ausländische Touristen in das südamerikanische Land. Zuvor galt Kolumbien wegen seiner Drogen-Kartelle und der ständigen Gefahr des Ausbruchs eines Bürgerkriegs als zu gefährlich. Heute ist es bei Touristen wegen Landschaft und Kultur besonders beliebt: Zu den Highlights einer Kolumbien-Reise gehören neben dem angesagten Medellín der bunte Fluss Caño Cristales und die Artenvielfalt des tropischen Amazonas-Regenwaldes.

Von März an bis zum 19. September dieses Jahres war die Einreise für Touristen nach Kolumbien für die Dauer der Corona-Krise nicht möglich. In der Zeit hat sich das sonst stark verschmutzte Küstenwasser in der beliebten Hafenstadt Cartagena wieder türkisblau gefärbt.

Die Must-Sees des Landes zeigt dir der britische Fotograf Jacob Riglin in hochauflösender Qualität. Besonders seine Drohnen-Aufnahmen vom Piedra de El Peñol, einem über 200 Meter hohen Felsen im Umland von Medellín, beeindrucken.

Südafrika: Flug über die Drakensberge

Du suchst Erlebnisse in der Wildnis, beeindruckende Sonnenuntergänge, hervorragendes Essen und möchtest gleichzeitig moderne Städte mit Traumstränden erleben? Dann wäre eine Rundreise durch Südafrika perfekt für dich. In dieser Hinsicht gibt es gute Nachrichten: Südafrika öffnet ab Oktober seine Grenzen für den internationalen Tourismus.

Wem eine Reise wegen der Corona-Krise aber zu unsicher ist, der kann auch auf dem Bildschirm eine Safari-Tour machen. Der Südafrikaner Jacques Crafford hat die faszinierende Schönheit seines Heimatlandes per Drohne eindrucksvoll festgehalten.

Besonders die Landschaften der bis zu 3482 Meter hohen Drakensberge (zu Deutsch: Drachenberge), die seit dem Jahr 2000 zum Unesco-Welterbe gehören, zeigt er und hält deren Gipfel, Schluchten und Höhlen hochauflösend fest.

Los Angeles: Menschenleere Metropole

Allein in Los Angeles wurden bislang über 260.000 Corona-Virus Infektionen bestätigt. Das Auswärtige Amt stuft derzeit die gesamten USA als Risikogebiet ein. Zusätzlich dürfen Touristen aus dem europäischen Schengenraum seit dem 13. März nicht einreisen.

Zum Höhepunkt des Lockdowns hat der amerikanische Youtube-Star Jesse Wellens die menschenleeren Straßen von L.A. per Drohne festgehalten. Gespickt mit einer guten Portion Humor, entstand dabei ein wilder Flug über die Stadt der Engel. 

Die größte Salzpfanne der Erde in Bolivien

Zwar hat Bolivien seine Grenzen für den internationalen Flugverkehr seit dem 1. September wieder geöffnet, allerdings sind die Regeln so strikt, dass sich ein Urlaub dort kaum lohnen würde. Viele Touristen sehen daher von einem Besuch des südamerikanischen Landes ab.

Zu den Highlights eines Bolivien-Trips gehört ein Abstecher zum Salar de Uyuni im Südwesten. Die mehr als 10.000 Quadratkilometer große Salzpfanne ist die größte der Erde. Sie entstand vor etwa 10.000 Jahren, als an der Stelle ein See austrocknete. 

Der amerikanische Fotograf Quin Schrock nimmt dich auf seinem Instagram-Kanal everchanginghorizon mit in die Salzwüste. Die dabei entstandenen Drohnen-Aufnahmen hinterlassen das Gefühl, auf einen fremden Planeten zu schauen.

Über der Pagode in Myanmar

Den beeindruckenden Mount Popa in Mayanmar kannst du wegen der Corona-Krise derzeit nicht erreichen. Doch auch unabhängig von der Pandemie rät die Bundesregierung derzeit von Reisen in viele Teilbezirke des früheren Burma ab. Der südostasiatische Staat trägt im Vorfeld zu seinen Neuwahlen einen internen Konflikt aus. Es kommt sogar zu bewaffneten Kämpfen zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär. Viele Einwohner des Landes wissen nicht einmal von der gegenwärtigen Corona-Krise, weil die Regierung das Internet in weiten Teilen des Landes abgeschaltet hat.

Leonard Clifford zeigt den 737 Meter hohen inaktiven Vulkan in der Myingyan-Ebene in beeindruckender Detailschärfe. Auf dem Gipfel befindet sich die Tuyin-Taung-Pagode. Der Aufstieg zum Gipfel führt dich über eine überdachte Treppe, an der viele Affen leben, die sich von den Gaben der Besucher ernähren.