Mehr als 600 Inseln befinden sich in der chinesischen Provinz Liaoning, die meisten von ihnen sind unbewohnt. Jetzt will die Regierung, der die Eilande gehören, diese gegen eine „Nutzungsgebühr“ vermieten. Die Inseln liegen im Fluss Yalu, der Nordchina von Nordkorea trennt, und im Gelben Meer.

Wie viel die Regierung für die Insel-Miete verlangt, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten – etwa dem Vorhandensein von Stränden –, aber auch von der vorgesehenen Nutzung der Insel ab. Mieter, die sie für den Tourismus entwickeln wollen, zahlen mehr als solche, die sich dort nur um den Naturschutz kümmern. Günstigste Inseln sind ab umgerechnet rund 450 Euro pro Hektar im Jahr zu haben. Das berichtet „CNN“.

Am oberen Ende der Preisspanne gibt es aber auch Inseln für umgerechnet rund 3 Millionen Euro im Jahr. Sieben verschiedene Nutzungskategorien beeinflussen die Preisfindung, darunter Tourismus, Landwirtschaft, Fischerei, erneuerbare Energien und Stadtentwicklung. Generell will die Regierung aber Anreize für den Schutz der Inseln schaffen.

Bewerbung als Insel-Mieter ist kompliziert

Einen Mietvertrag unterzeichnen und auf eine einsame Insel ziehen – ganz so einfach ist das leider nicht. Die Interessenten müssen einen langen Bewerbungsprozess durchlaufen und unter anderem Projektberichte vorlegen, die zeigen, dass sie Umweltregeln einhalten werden. Hinzu kommen detaillierte Entwicklungs- und Nutzungspläne. Erst nach genauer Prüfung erhalten die Mieter ihre Zusage und dürfen auf die Inseln.

Immerhin: Wer sich davon nicht abschrecken lässt, könnte sich schon bald mit einer Privatinsel brüsten – wenn auch nur gemietet.