Weihnachtsgebäck und Süßigkeiten wie Spekulatiuskekse und Schokoladen-Weihnachtsmänner landen gefühlt jedes Jahr früher in den Regalen der Supermärkte. Im August sind sie allerdings noch nirgends zu finden (oder?). Wenn du von der Sorte Mensch bist, die gar nicht früh genug in Weihnachtsstimmung kommen kann, dann solltest du die Stadt Vigo im Norden von Spanien in Betracht ziehen für eine Reise. Denn dort hängen bereits jetzt erste Weihnachtslichter.

Mit dem Aufbau der riesigen Leuchtsterne, Kreise und Lichterbögen in bunten Farben hat die Stadt schon Mitte August begonnen. Der Grund für das frühe Aufbauverfahren ist – wie so oft in diesem Jahr – das Coronavirus. Denn die Verantwortlichen befürchten, dass die geltenden Sicherheitsprotokolle zum Schutz vor der Pandemie die Arbeiten verlangsamen könnten. Denn bis zur dritten Novemberwoche sollen in 334 Straßen und an 450 Bäumen in Vigo 2700 Ornamente und zehn Millionen LED-Lichter hängen.

Dann werden sie für Einwohner und Touristen eingeschaltet, um ihnen eine der größten Weihnachts-Lichtershows weltweit zu bieten. 800.000 Euro hat Vigo in die Beleuchtung investiert, die erst Mitte Januar wieder abgehängt werden soll.

Mehr als vier Millionen Menschen wollten 2019 die Lichtershow sehen

Das gleiche Spektakel inszenierte die Stadt erstmals im vergangenen Jahr. Allein an dem großen Lichterbaum auf dem Porta-do-Sol-Parkplatz gingen laut dem Stadtrat im vergangenen Jahr fast vier Millionen Menschen vorbei. Um den Tourismus anzukurbeln, wollen die Verantwortlichen trotz Corona Ähnliches erreichen.

Besucherzahlen sollen bei der Weihnachtsshow in Vigo kontrolliert werden

Zum Schutz vor Covid-19 kündigte der Stadtrat ein „Sicherheitsprotokoll mit viel strengeren Standards als in Spanien“ an. Beispielsweise sollen die Besucherzahlen in den Straßen Porto do Sol, Policarpo Sanz, Príncipe und Colón kontrolliert werden. Wie genau das gehen soll, spezifizierte der Stadtrat nicht, berichtet die Tageszeitung „La Voz de Galicia“. Ob die Stadt im Corona-Jahr 2020 in Sachen Besucherzahlen an das vergangene Jahr anknüpfen kann, ist aber fraglich. 

Derzeit gilt Spanien als Corona-Risikogebiet, und es besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Reisen sind zwar weiterhin möglich, allerdings müssen Rückkehrer im Anschluss in Quarantäne oder einen negativen Corona-Test vorweisen.