Wegbeschreibung

Wir begeben uns auf historischen Boden: Start und Ziel der Wanderung ist das Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen bei Duderstadt. Schon bei Ankunft mit dem Auto wird deutlich: Hier dreht sich alles um die Geschichte der innerdeutschen Grenze und der Wiedervereinigung.

Entlang der Bundesstraße die ersten Schritte zu wandern ist daher nicht - wie an manch anderem Ort - ein Nachteil der Route, sondern vielmehr ein Vorteil. Denn so können wir direkt einsteigen in den Besuch eines großen Freilicht-Museums.

Eckdaten der Wanderung:

  • Länge: 9 Kilometer
  • Dauer: 2 Stunden

Entlang der Strecke sind Infotafeln aufgebaut, sodass ein erster Überblick leicht gegeben ist. Statt nach links zum ehemaligen Grenzturm zu gehen – ein Besuch lohnt sich, vor allem im Zusammenhang mit dem Grenzlandmuseum, überqueren wir die Straße und begeben uns auf den Wanderweg, der parallel zu rehemaligen Grenze verläuft.

Schon bald gelangen wir an eine Wegkreuzung die uns in den Wald führt. Hier wird der Weg ein bisschen anspruchsvoller, aber sehr schön. Bis zum Wulfertalgraben folgen wir ihm – und noch ein bisschen darüber hinaus, um das West-Östliche Tor zu besuchen und den herrlichen Ausblick zu genießen. 

Danach drehen wir um, folgen dem Weg bis in den Wald bei Wehnde. Wer die Kondition hat, kann hier einen Abstecher zur Wehnder Warte einbauen. Über die Straße am Sportplatz geht es vorbei an Victor's Residenz-Hotel zurück zum Museum.

Grenzlandmuseum Eichsfeld

Seit 1995 befindet sich am ehemaligen Grenzübergang Duderstadt/Worbis das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Wer einen Besuch dort plant, sollte Zeit mitbringen und bequeme Schuhe tragen. Denn nicht nur in den Räumen des ehemaligen Zollabfertigungsgebäudes gibt es viel zu entdecken, der angegliederte Grenzlandweg verbindet auf einem sechs Kilometer langen Rundweg 24 Informationspunkte.

Der große, weißgraue Grenzkontrollturm auf dem Pferdeberg soll saniert und Besuchern zugänglich gemacht werden.

Dazu gehören zum Teil original erhaltene Grenzsperranlagen und Beobachtungsbunker. Die Wanderung entspricht nicht der heute von uns vorgeschlagenen Route und sollte anders kalkuliert werden, damit genügend Zeit bleibt, die Infotafeln zu den Exponaten zu studieren.

Im Inneren des Gebäudes wird auf rund 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche deutsch-deutsche Geschichte transparent und erlebbar. Dabei ist die Ausstellung nicht nur für Erwachsene mit eigenen Erinnerungen an die innerdeutsche Grenze geeignet, sondern durch zahlreiche interaktive Elemente auch für Kinder.

Bärenpark Worbis

Nur eine Viertelstunde Autofahrt entfernt vom Start und Ziel unserer Route befindet sich der Alternative Bärenpark Worbis. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen dort Tiere, deren Geschichte oft eine leidvolle ist, und die nun in natürlicher Umgebung leben dürfen.

Im Bärenpark Worbis finden Bären aus schlechten Verhältnissen eine artgerechte Haltung.

Außer Bären sind Wölfe, Haus- und Hoftiere im großzügigen Gelände zu sehen. Festes Schuhwerk ist angesagt! Der Alternative Bärenpark bietet Führungen und Events an, wenn es die Corona-Bedingungen zulassen. Mehr Infos dazu findest du hier. Geöffnet ist zwischen März und Oktober jeweils von 10 bis 18 Uhr. Einzeltickets kosten zwischen 2 Euro für den Hund und 9 Euro für Erwachsene.

Burg Bodenstein

Noch mehr Geschichte gefällig? Dann bietet sich ein Besuch auf Burg Bodenstein an. Sie wird von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland heute als Familien- und Erholungszentrum betrieben, Übernachtungen und Programm möglich. 

Auf der Burg Bodenstein kann auch rustikal gemütlich übernachtet werden.

Nähere Infos und Buchungsmöglichkeiten gibt es auf der eigenen Webseite.