Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlängert– und zwar bis zum 30. September. Ab Oktober soll die pauschale Einschätzung dann aber enden und durch Bewertungen abgelöst werden, die für jedes Land einzeln zugeschnitten sind.

Die Reisewarnung ist die höchste Warnstufe der Bundesregierung für Touristen – und in der Corona-Krise hatte das Auswärtige Amt am 17. März 2020 erstmals eine weltweite Reisewarnung für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen.

Reisewarnung für gut 160 Länder bis Ende September verlängert

Mitte Juni wurde sie für Länder in der EU, des grenzkontrollfreien Schengenraums sowie Großbritannien, Andorra, Monaco, San Maurino und Vatikanstaat aufgehoben, später auch für Teile der Türkei.

Aber: Zuletzt wurde die Reisewarnung auch für viele beliebte Reiseziele innerhalb der EU reaktiviert. Die Infektionszahlen steigen: Am 4. September wurden europaweit 41.300 Corona-Neuinfektionen registriert – das ist ein neuer Höchststand seit dem 4. April. 

Reisewarnung für beliebte Länder in der EU reaktiviert

Für Urlauber bedeutet die Pandemie daher vor allem eines: Sie müssen flexibel sein. Denn es kommt immer wieder vor, dass Reiseziele über Nacht Risikogebiete werden. Das führt dazu, dass das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausspricht und diese dann umgehend in Kraft tritt. Jüngste Beispiele sind etwa Spanien, Frankreich und Kroatien – viele Reisende hat das im Sommerurlaub 2020 vor Ort überrascht.

Quarantäne und Corona-Test: Wann müssen Reisende reagieren?

Für Urlauber bedeutet die Einstufung als Risikogebiet nicht nur eine erhöhte Infektionsgefahr. Reiserückkehrer müssen außerdem verpflichtend einen Corona-Test machen – in manchen Bundesländern müssen sogar zwei negative PCP-Testergebnisse vorgelegt werden. Und solange kein Testergebnis vorliegt, müssen die Urlauber nach der Rückkehr nach Deutschland in häusliche Quarantäne.

Spazieren gehen, einkaufen, Freunde besuchen, arbeiten: All das ist in dieser Zeit tabu. Und damit drohen auch finanzielle Folgen, denn Arbeitnehmer müssen damit rechnen, für die Quarantäne-Zeit keinen Lohn ausgezahlt zu bekommen. 

Urlauber sollten sich daher vor der Reise und vor Ort immer genau über die Entwicklung der Corona-Pandemie am Urlaubsziel informieren und auch kontrollieren, ob die Zahl der Neuinfektionen stark ansteigt und wie hoch der Inzidenz-Wert ist.

Erklärt: Das bedeutet Inzidenz

Der Begriff Inzidenz beschreibt die Neuerkrankungsrate, sprich: wie viele Menschen einer definierten Bevölkerung – etwa in Deutschland – in einem bestimmten Zeitraum neu erkranken. In der Corona-Pandemie wird vor allem der Zeitraum sieben oder 14 Tage in Bezug auf Länder oder Regionen betrachtet.

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Das Robert-Koch-Institut stuft Länder oder Regionen als Risikogebiete ein, wenn es dort in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat – also eine Inzidenz von 50 überschritten wurde.

Über die Corona-Lage und die Zahl der Neuinfektionen in beliebten Urlaubsländern in Europa informiert der reisereporter dich in folgendem Überblick.

Reisewarnung für Spanien – die Folgen für Urlauber

Spanien ist eines der am schwersten von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Länder mit mehr als 29.418 Corona-Toten und 498.989 Infizierten (Stand: 5. September). Zuletzt stiegen die Infektionszahlen auch auf den Kanaren stark an – darauf reagierte das Auswärtige Amt: Ganz Spanien gilt derzeit als Risikogebiet und steht auf der Liste des RKI.

So hoch ist die Zahl der Neuinfizierten in Spanien

Regionale Infektionsherde gibt es insbesondere in den Autonomen Gemeinschaften Kantabrien, Kastilien und Léon, La Rioja, Navarra, im Baskenland, in der Hauptstadtregion Madrid sowie auf den Kanarischen Inseln mit Schwerpunkten auf Gran Canaria und Lanzarote. Auf Mallorca ist insbesondere Palma de Mallorca betroffen.

Landesweit beträgt die Inzidenz 99,66 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage – das zeigen die Zahlen des Gesundheitsministeriums von 4. September.

Reisewarnung für Spanien: Diese Ziele sind betroffen

Seit Mittwoch, 2. September, ist ganz Spanien wieder Risikogebiet. Gewarnt wird vor Reisen auf das gesamte Festland sowie auf die Balearen mit Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera sowie die Kanaren mit Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, la Gomera und El Hierro. 

Die Konsequenzen für Spanien-Urlauber

Deutschland reagiert mit Maßnahmen für Spanien-Rückkehrer: Seit dem 8. August gilt für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten eine Testpflicht. Sprich: Urlauber, die vom spanischen Festland, den Balearen oder den Kanaren zurückreisen, müssen entweder vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter ist als 48 Stunden. Oder sie müssen nach der Rückkehr innerhalb von 72 Stunden einen PCP-Test in einer der Teststationen in Deutschland machen lassen.

Bis zum Erhalt des Ergebnisses müssen Touristen zu Hause in Quarantäne bleiben (je nach Bundesland ist sogar ein zweiter Test nötig). Spazieren gehen, einkaufen und Freunde besuchen ist tabu. Ist das Testergebnis positiv, muss der Rückkehrer mindestens 14 Tage in Isolation bleiben.

Außerdem canceln Reiseveranstalter Buchungen zu Urlauben in den betroffenen Regionen. So teilt Tui beispielsweise auf der Unternehmens-Website mit: „Selbstverständlich werden wir keine Reisen in die Länder durchführen, für die eine Reisewarnung besteht.“

Katalonien und Balearen: Ungewöhnlich strenge Maskenpflicht

Katalonien, die Balearen, die Kanaren und weitere Regionen reagierten ebenfalls auf die steigenden Infektionszahlen und die Nichtbefolgung von Corona-Regeln und führten eine ungewöhnlich strenge Maskenpflicht ein: Dort muss eine Maske auch im Freien selbst in jenen Situationen getragen werden, in denen der Mindestabstand eingehalten werden kann. Regional gilt ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit, Bars und Restaurants müssen teils um Mitternacht schließen.

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Frankreich: Teil-Risikogebiet und Maskenpflicht

Frankreich ist eines der Länder in Europa, die stark vom Coronavirus getroffen wurden: Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 30.700 Menschen gestorben (Stand: 5. September). In dem Land steigen die Infektionszahlen aktuell massiv, das Land verzeichnet einen Allzeit-Rekord: Innerhalb von 24 Stunden wurden 8975 neue Fälle registriert, wie die Gesundheitsbehörden am Freitagabend mitteilten.

Das Land selbst ist entsprechend dem Infektionsgeschehen in Warnstufen eingeteilt, am Sonntag hat Frankreich sieben neue Corona-Risikogebiete im eigenen Land ausgewiesen. Nach Angaben der Regierung gelten damit nun 28 der etwa 100 französischen Verwaltungsbezirke als „rote Zonen“. Diese Einstufung macht es den Behörden möglich, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen. 

So hoch ist die Zahl der Neuinfizierten in Frankreich

Deutschland warnt bisher nur vor Reisen in zwei bei Urlaubern beliebte Regionen. Das Auswärtige Amt teilt mit: „Frankreich verzeichnet wieder steigende COVID-19 Infektionszahlen. Besonders betroffen sind die Regionen Île-de-France, dort insbesondere das Départements Paris 75, und Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA), dort insbesondere die Départements Bouches-du-Rhône 13 und Alpes-Maritimes 06 an der Mittelmeerküste.“

Reisewarnung für Paris und Teile der Mittelmeer-Küste

Die Konsequenz: Die Bundesregierung hat am 24. August eine Reisewarnung für den Großraum Paris sowie weite Teile der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen. Die Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d’Azur werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt. Das gilt auch für die Überseegebiete Französisch Guyana, Guadeloupe und St. Martin.

Wer als deutscher Urlauber dort Urlaub macht, der muss bei der Rückkehr nach Deutschland einen Coronatest machen und bis zum Ergebnis in Quarantäne.

Maskenpflicht in Frankreich auch für Urlauber

Allerdings heißt es: Maske nicht vergessen. Denn immer mehr französische Großstädte setzen auf eine Maskenpflicht auch im Freien: Nach Paris und Nizza kündigten auch Lyon und Toulouse ähnliche Maßnahmen an. Bei Verstößen droht in der Regel ein Bußgeld von 135 Euro. Touristen sollten sich vor Ort informieren.

Kroatien: Die Küste ist teilweise Risikogebiet

Als die Reisewarnung am 20. August für einige Küstengebiete in Kroatien ausgesprochen wurde, befanden sich mehr als 100.000 deutsche Touristen in Kroatien. Viele von ihnen wurden von den Entwicklungen überrascht. Am 2. September erweiterte das Auswärtige Amt die Reisewarnung auf die beliebte Stadt Zadar.

So hoch ist die Zahl der Neuinfizierten in Kroatien

Kroatien verzeichnet einen Höchststand an Coronavirus-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie: Am 3. September vermeldete das Land 369 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele wie nie zuvor. In den vergangenen sieben Tagen kamen insgesamt 1902 Fälle hinzu. Die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in dem Zeitraum liegt damit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zufolge bei 46,66 (Stand: 4. September).

An der bei Urlaubern besonders beliebten Adria-Küste mit Dubrovnik und auf den Inseln sind die Zahlen bislang eher niedrig.

Teil-Reisewarnung für Kroatien

Aber: „Das Covid-19-Infektionsaufkommen war in Kroatien über mehrere Wochen niedrig, nimmt zuletzt allerdings stark zu. In den Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb das Robert-Koch-Institut diese Landesteile zu Risikogebieten erklärt hat.“

Die Konsequenz: Zuerst haben Österreich und Italien eine Reisewarnung für das beliebte Reiseland an der Adria ausgesprochen. Deutschland folgte mit einer Teil-Reisewarnung für die zwei Gespanschaften (Verwaltungsbezirke) Šibenik-Knin, Split-Dalmatien und Zadar.

Das bedeutet die Reisewarnung in Kroatien für Urlauber

Davon betroffen sind auch beliebte Reiseziele wie Split, die Inseln Brac und Hvar sowie der Nationalpark Krka. Für Reiserückkehrer heißt das: Sie müssen verpflichtend einen kostenlosen PCR-Test – möglichst bereits am Flughafen nach der Landung – machen und bis zum negativen Ergebnis zu Hause in Quarantäne bleiben.

Viele Kroatien-Urlauber bringen Virus nach Deutschland

Dass dies wichtig ist, zeigt der Situationsbericht des Robert-Koch-Institutes: Mehr als 40 Prozent der Deutschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, waren zuvor in einem anderen Land unterwegs. Häufigstes Infektionsland – nach Deutschland – ist demnach das Kosovo. Und auf Platz drei der sogenannten Expositionsländer folgt bereits Kroatien.

Bulgarien: Reisewarnung für zwei Regionen

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Teilen Bulgariens warnt die Bundesregierung seit dem 8. August vor touristischen Reisen in mehrere Regionen des EU-Landes. 

So hoch ist die Zahl der Neuinfizierten in Bulgarien 

Seit Beginn der Pandemie gab es rund 16.954 verzeichnete Coronavirus-Infektionen und 665 Tote in Bulgarien (Stand: 5. September). Die Zahl der Neuinfizierten innerhalb der vergangenen sieben Tage liegt landesweit mit 709 und einer Inzidenz von 10,13 weit unter dem kritischen Grenzwert.

Aber in den Verwaltungsbezirken Blagoewgrad und Dobritsch ist der Wert über 50, so das Auswärtige Amt. Die Reisewarnung für die bulgarische Touristenhochburg Warna mit ihrem wichtigen Flughafen und dem beliebten Urlaubsort Goldstrand wurde jedoch am 21. August wieder aufgehoben, die Infektionszahlen sind dort wieder unter der kritischen Marke.

Teil-Reisewarnung für Bulgarien: Konsequenzen für Urlauber 

Die Konsequenz aus den steigenden Zahlen: Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Bezirke Blagoewgrad und Dobritsch. Auch auf der Corona-Risikogebiete-Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) landen diese Verwaltungsbezirke, allerdings nicht das gesamte Land. 

Für deutsche Urlauber bedeutet das: Wer in einem der Risikogebiete Bulgariens war, muss bei der Einreise nach Deutschland entweder einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter ist als 48 Stunden. Oder er muss innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr einen PCP-Test machen lassen.

Bis zum Erhalt des Ergebnisses müssen die Reiserückkehrer zu Hause in Quarantäne bleiben. Spazieren gehen, einkaufen und Freunde besuchen ist tabu. Ist das Testergebnis negativ, müssen sie mindestens 14 Tage in Isolation bleiben.

In Bulgarien gilt seit dem 22. Juni wieder eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen wie Supermärkten, Banken und Tankstellen.

Österreich: Reisen für Deutsche ohne Folgen

„Österreich ist von Covid-19 inzwischen insgesamt weniger betroffen, erlebt aber derzeit wieder steigende Infektionszahlen“, teilt das Auswärtige Amt mit.

So hoch ist die Zahl der Neuinfektionen in Österreich

Landesweit sind in den vergangenen sieben Tagen 2114 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – die Inzidenz liegt damit bei 23,86 also weit entfernt vom kritischen RKI-Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Die Zahlen steigen jedoch.

Maßnahmen in Österreich

Wegen dieser Entwicklung will Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen. Die Einschätzungen unterscheiden sich mitunter von denen in Deutschland, als Corona-Risikogebiete gelten in unserem Nachbarland das gesamte spanische Festland, Kroatien, die Länder des Westbalkans, aber auch etwa Rumänien, Bulgarien, Schweden, die USA und Russland.

In Kärnten gilt zudem in einigen Tourismusorten eine verschärfte Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz muss dort in der Zeit zwischen 21 und 2 Uhr früh auch in der Öffentlichkeit getragen werden. Diese Pflicht gilt unter anderem in Velden, Villach, Pörtschach, Krumpendorf am Wörthersee und St. Kanzian am Klopeiner See.

Die Regeln bei der Durchreise nach dem Kroatien-Urlaub

Wichtig für Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind und aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, dem Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien oder Serbien über Österreich nach Deutschland fahren wollen: Sie müssen Österreich ohne Zwischenstopp durchqueren. Ein zusätzlicher Urlaub in unserem Nachbarland auf der Rückreise ist nicht möglich.

Italien: Corona-Lage hat sich deutlich verbessert

Im ehemaligen Corona-Hotspot Italien hat sich die Lage extrem verbessert.

So hoch ist die Zahl der Neuinfizierten in Italien

Insgesamt kamen landesweit 8963 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage hinzu – damit liegt die Inzidenz in Italien bei 14,85. Regionale Schwerpunkte sind die Lombardei, gefolgt von Piemont, Emilia-Romagna und Venezien.

Strenge Maskenpflicht am Abend

Weil die Infektionszahlen seit dem 12. August wieder leicht ansteigen, verschärft das Land seine Corona-Regeln wieder. Die Discos müssen bis vorerst zum 7. September wieder schließen – davon betroffen sind auch Events unter freiem Himmel.

Zudem gilt eine verschärfte Maskenpflicht: Die Regierung ordnete an, dass zwischen 18 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen auf allen öffentlichen Plätzen und vor Lokalen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.

Norwegen: Quarantänepflicht für Deutsche

Andere beliebte Länder in Europa setzen hingegen Deutschland auf die Liste der Risikogebiete und erlassen Einreiseverbote oder strenge Quarantäneregelungen. Das gilt vor allem für Staaten in Nordeuropa. 

In Norwegen, Estland, Lettland, Litauen sowie Island beispielsweise müssen deutsche Touristen zunächst zehn bis 14 Tage in Quarantäne, teilweise muss auch ein negativer Coronatest vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt hat zwar keine Reisewarnung ausgesprochen für diese Länder, rät jedoch von Reisen dorthin ab. 

Reisewarnung: Außerhalb Europas sieht es schlecht aus

Wer in ein Land reisen will, für das keine Reisewarnung gilt, sollte am besten in Europa bleiben. Denn: Noch bis mindestens 14. September besteht eine Reisewarnung für nahezu die ganze Welt. Sie umfasst außerhalb von Europa nahezu alle Staaten – bis auf eine kleine Ausnahme: Obwohl die Türkei insgesamt als Risikogebiet gilt, wurden die Reisewarnungen für die im asiatischen Teil des Landes liegenden Provinzen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya zurückgenommen.

Dies ist nicht das einzige Beispiel dafür, dass Reisewarnung und die Einstufung als Risikogebiet nicht immer gleichzeitig gelten. Das zeigt neben der Türkei auch das Beispiel Neuseeland: Obwohl das Land niedrige Fallzahlen hat, besteht eine Reisewarnung. Der Grund: Deutsche Touristen dürfen dort derzeit generell nicht einreisen.