Reisewarnungen, Risikogebiete und Infektionsgefahr: Die Sommerzeit wird von Pandemie-Begriffen überschattet. Und mit jedem neuen dieser Begriffe steigt auch die Verunsicherung bei Urlaubern. Und das ist auch kein Wunder, denn Planungssicherheit gibt es seit dem Auftauchen des Coronavirus nicht mehr – so verändert sich auch die Lage in den Urlaubsländern nahezu täglich. 

Die Frage, vor der viele Fernwehgeplagte deshalb dieser Tage stehen: Wohin kann ich aktuell überhaupt noch reisen? Der reisereporter zeigt dir im Überblick, wie die Pandemielage in Europas Urlaubsländern ist. Und damit eben auch, welche Orte aktuell am besten für einen Urlaub geeignet sind. 

In diese Länder kannst du (fast) ohne Bedenken reisen

Trotz steigender Corona-Zahlen ist eine Reise in einige Länder Europas nach wie vor ohne große Einschränkungen möglich. So hat etwa Dänemark zuletzt die Beschränkung von einer Mindestaufenthaltsdauer von sechs Nächten für deutsche Urlauber aufgehoben. 

Großbritannien und Portugal ermöglichen ebenfalls die uneingeschränkte Einreise von Deutschen, verlangen allerdings die Bekanntgabe von Ziel, Dauer und Zweck bei der Einreise. 

Auch die Niederlande, Italien, Luxemburg, Malta, NorwegenÖsterreich, Polen, Schweiz, Slowenien, Schweden, Tschechien und Ungarn erlauben eine Einreise aus Deutschland ohne Einschränkungen, insofern der Urlauber sich nicht vor Kurzem in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

In diesen Ländern gibt es Einreisebeschränkungen

Deutsche Urlauber können grundsätzlich wieder nach Frankreich reisen, müssen vor Ort allerdings mit Einschränkungen rechnen. So gilt wegen der steigenden Infektionszahlen etwa in Paris eine strenge Maskenpflicht, auch unter freiem Himmel.

Ähnlich sieht das in Griechenland aus: Bis mindestens zum 24. August gelten strenge Maßnahmen in Athen und auf vielen bei Urlaubern beliebten griechischen Inseln. Dazu zählt eine weiträumige Maskenpflicht und feste Schließzeiten von Tavernen und Bars. Einreisende müssen sich außerdem spätestens 24 Stunden vor Anreise elektronisch anmelden. 

Irland und Island schicken Neuankömmlinge nach der Einreise erst mal in eine 14-tägige Quarantäne. In Island kann diese Quarantäne durch zwei negative Tests (bei Ankunft und nach fünf Tagen) auf rund eine Woche verkürzt werden. 

Diese Länder stehen auf der Liste der Risikogebiete

Kroatien ist das jüngste Reiseziel auf der Liste der Risikogebiete. Wegen akut steigender Infektionszahlen warnt das Auswärtige Amt seit dem 20. August vor Reisen in zwei beliebte Urlaubsregionen Kroatiens. Betroffen sind konkret die Gespanschaften Sibenik-Knin und Split-Dalmatien. Reisende, die einen Aufenthalt in anderen Regionen des Landes planen, müssen bei der Einreise lediglich ihr Reiseziel angeben. 

In Belgien sind die Corona-Zahlen zuletzt deutlich angestiegen. Deshalb gilt in dem Land nun auch auf öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht, und an Flughäfen wird die Temperatur von Einreisenden gemessen. Grundsätzlich ist die Einreise für Deutsche allerdings möglich. Auf der Liste der Risikogebiete stehen die Hauptstadt Brüssel sowie die Provinz Antwerpen. 

Das Auswärtige Amt warnt wegen steigener Infektionszahlen auch vor Reisen in einige Gebiete Bulgariens. So gehört die Touristenhochburg Warna zu den Risikogebieten, genauso wie die Regionen Blagoewgrad und Dobritsch. Aber auch sonst haben viele Urlaubsorte am Schwarzen Meer noch geschlossen, weil schlichtweg die Urlauber fehlen. 

Spanien ist das beliebteste Urlaubsland auf der Liste der Risikogebiete. Abgesehen von den Kanarischen Inseln ist die Zahl der Infektionen aber überall in dem Land so hoch, dass eine Reisewarnung folgen musste. Pauschalreisen nach Mallorca oder Barcelona dürften damit zunächst einmal nicht stattfinden. Rückkehrer aus Spanien müssen sich einem Corona-Test unterziehen und mindestens bis zum Ergebnis in Quarantäne bleiben. 

Gute Nachrichten hingegen gibt es für Fans der Türkei: Zwar steht das Land grundsätzlich auf der Liste der Risikogebiete, allerdings hat die Bundesregierung kürzlich die Reisewarnung für die wichtigsten Urlaubsregionen aufgehoben. Konkret sind die Provinzen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya von der Reisewarnung ausgenommen.

Wegen der hohen Zahl an neuen Infektionen gibt es außerdem eine Reisewarnung für Montenegro, Russland, Serbien und die Ukraine.