Das ist mal ein echter Warmstart! Vom Zentralen Omnibus-Parkplatz in Duderstadt - die Anreise zur Tour ist easy mit dem Auto oder dem Bus möglich – radelst du vom Weterturm durch die historische Innenstadt. Hier gibt es gleich zu Beginn die volle Ladung Sehenswürdigkeiten! Kirchen, Fachwerkhäuser, das Rathaus, der Schützenbrunnnen und, und, und.

Wem es eher ums Sportliche geht, der kann sich den Sightseeing-Part auch für die Rückkehr aufheben und dann in einem der Lokale einkehren, die auch Außenplätze auf historischem Pflaster bieten. In dem Fall geht es über das Obertor aus der Stadt heraus. Am Eiergrund vorbei geht es am Forsthaus in Richtung Fuhrbach und durch den Ort. Von einem Bergdorf ins andere führt ein neuer Radweg entlang der Landstraße.

In Brochthausen geht die Strecke parallel zum Soolbach weiter. Wer sich für Geschichte interessiert, kann am Landgasthof „Endstation“ einen Abstecher zu der Plattform machen, von der aus früher ein Blick in die ehemalige DDR möglich war. Danach führt der Radweg nach Hilkerode, allerdings nicht in den Ortskern hinein, sondern daran vorbei und weiter durch die Felder.

Oberhalb der L 530 führt die Strecke entlang und schleicht sich förmlich dem Highlight der Tour von hinten an – die Rhumequelle. Ein Umrunden zu Fuß lohnt sich! Zu entdecken gibt es Erinnerungsstücke von verliebten Pärchen und Glücksjägern. Durch den Krebsgraben führt der Weg über die Herzberger Straße an der Rhume zur Bahnhofstraße und über die kaum befahrene Landstraße nach Hilkerode.

Dieses Mal fährst du durch den Ort und durch die Felder nach Langenhagen und weiter entlang herrlicher Landschaft zur Sielmann-Stiftung und durch den Leeren zurück nach Duderstadt.

Das sind die Rahmendaten:

  • Länge: 19 Kilometer
  • Dauer: ca. 1:15 Stunden

Highlights deiner Radtour

Rhumequelle

Wow, was für eine Farbe! Wer die Rhumequelle noch nicht gesehen hat, dürfte beim ersten Anblick der blau-grünen Färbung so oder ähnlich reagieren. So sehen eigentlich nur verwunschene Gewässer in Märchenfilmen aus. Und es wird noch interessanter: Die Quelle war einst ein Opferplatz, wie bei Untersuchungen des Quellgrundes festgestellt wurde. Ein bisschen ist das bis heute so, nur dass keine Christusfiguren mehr versenkt werden, sondern Münzen – in der Hoffnung auf einen kleinen Geldsegen. Paare hinterlassen an einem Brückengeländer bis heute Schlössel mit gravierten Namen oder Initialen.

An der Rhumequelle.

Gut Herbigshagen

Natur-Erlebnis-Zentrum mit Ausstellung, KI.KA-Baumhaus, Kletterpfad, Damwildgatter, Bioland-Bauernhof und Schau-Ställe - auf Gut Herbigshagen ist richtig viel los. Auch ein Café gibt es wieder, sodass vor der Rückkehr nach Duderstadt ein erlebnisreicher letzter Stopp eingelegt werden kann.

In den Ausstellungsräumen auf Gut Herbigshagen gibt es viel zu entdecken.

Baumpark Rüdershausen

Ganz in der Nähe der beschriebenen Route befindet sich der Baumpark Rüdershausen. Ein Abstecher dorthin lohnt sich, allerdings sollten sich Familien mit Kindern und ungeübte Radfahrer darüber im Klaren sein, dass der Weg zum Park und auch die Weiterfahrt eine Herausforderung sein können: Es gibt einige Höhenmeter zu absolvieren. Zu sehen gibt es eine Kollektion der „Bäume des Jahres“ – und eine wirklich hübsche Anlage.

Der Baumpark in Rüdershausen.

Davon solltest du gehört haben

Aktion „Raus in die Natur"

„Eine Tour zum Seeburger See, einen Abstecher zu Max und Moritz nach Ebergötzen, ein Besuch des Grenzlandmuseums in Teistungen oder eine Fahrt zu Rhumequelle – das Eichsfeld bietet eine Reihe schöner Ausflugsziele. Das Projekt Fachwerk5Eck stellt für die Radfahrer und Wanderer die schönsten Strecken vor“.

Mit der Aktion „Raus in die Natur – dafür ist Südniedersachsen ideal“, wirbt das Fachwerk5Eck, ein Projekt der Städte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode, für Rad- und Wanderwege in der Region. „Wir wollen darauf hinweisen, dass man gerade nach den Lockerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in unserer Region viel erleben kann. Viele verreisen derzeit nicht und die Strecken liegen allesamt sehr stadtnah“, sagt Julia Hofmann, Projekleiterin des Fachwerk5Ecks. Seit 2014 arbeiten die fünf Städte auf kommunaler Ebene zusammen.

„Unsere Idee ist einfach, die Leute in die nahe Umgebung zu schicken. Der Weg in den Wald ist aus den Städten meistens nicht weit. Zudem kann man in diversen Museen, die wieder öffnen dürfen, ein wenig lokale Geschichte erleben“, betont Hofmann.

Die Länge der Strecken variiert zwischen 16 und 34 Kilometer und könne mit dem E-Bike locker, aber auch mit jedem anderen Fahrrad absolviert werden. Wandertipps kommen ebenfalls nicht zu kurz. Hier werden drei Wege besonders empfohlen, die thematisch auch zu den Radtouren passen: Eichsfelder Grenzspuren, Sielmanns Höhenweg und der Grenzlandweg bieten auch einen Einblick in die Historie der Region. Die Wanderwege haben eine Strecke zwischen sechs und 21 Kilometer.