Eigentlich hätte der SAS-Flieger von Nizza im Südwesten Frankreichs in die norwegische Hauptstadt Oslo um 0.10 Uhr am Samstagmorgen landen sollen – doch die Piloten beeilten sich und holten einige Minuten in der Luft auf. Sie wollten verhindern, dass die 158 Passagiere in Norwegen in Quarantäne müssen.

Zehn Minuten vor Plan landete die Maschine zwar, aber das reichte nicht. Weil das Flugzeug um Punkt Mitternacht aufsetzte, müssen sich nun alle an Bord für zehn Tage isolieren, berichtet die norwegische Zeitung „Dagbladet“. 

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Flug landet um Mitternacht – alle Passagiere müssen in Quarantäne

Aufgrund der hohen Anzahl von Corona-Neuinfektionen gilt in Norwegen seit Samstag eine Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich, der Schweiz, Monaco, Tschechien und Teilen Schwedens. Die Fluggäste hatten die Hoffnung, durch eine etwas schnellere Flugzeit die Selbstisolation umgehen zu können. Auch die Airline tat ihr Bestes und hat das Boarding extra beschleunigt. 

Fast hätte es auch geklappt. Doch die Regierung ließ nicht mit sich reden. Das Gesundheitsministerium bestätigte am Samstagmorgen, dass man sich mit dem Flug auseinandergesetzt habe, die Antwort aber sei eindeutig: Mitternacht ist bereits Samstag, und damit gilt die Quarantänepflicht.