Urlaub im eigenen Land ist in diesem Jahr so angesagt wie nie. Ferienhäuser und Hotels in den Alpen und an der Nord- und der Ostsee sind bis auf das letzte Zimmer ausgebucht. Warum also nicht mit dem Wohnmobil verreisen und einen großen Bogen um die Touristenmassen machen? Wir haben für dich sieben Geheimtipps gesammelt – alle in Deutschland und fern vom Trubel.

1. Campen in Monschau in der Eifel, Nordrhein-Westfalen

Wer mit dem Wohnmobil durch die Eifel in Nordrhein-Westfalen fährt, sollte unbedingt in Monschau einen Stopp einlegen. Die kleine Stadt mit knapp 12.000 Einwohnern liegt nahe der belgischen Grenze. Im mittelalterlichen Stadtzentrum reihen sich malerische Fachwerkhäuser entlang von Kopfsteinpflasterstraßen aneinander. Nicht zuletzt deshalb ist Monschau eines der beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsziele in der Eifel. 

Campingplätze findest du im Umkreis von 15 Kilometern. Wenn du einen längeren Aufenthalt planst, solltest du im nahe gelegenen Nationalpark Eifel vorbeischauen. Die Landschaft ist spektakulär, und im Rursee kannst du baden, paddeln und angeln.

Gibt es eine Stadt, die sich noch mehr für eine Postkarte eignet als Monschau in der Eifel?

2. Viel Natur und gute Campingplätze in Saalfeld, Thüringen

In Thüringen ist die Natur nie weit – genauso wie gute Campingplätze. Der Thüringer Wald, der Nationalpark Hainich, das Eichsfeld oder die Rhön eignen sich perfekt zum Wandern und zum Radeln. Für eine Abkühlung bietet sich ein Ausflug unter Tage an – zum Beispiel in der Feengrotte in Saalfeld.

Vor mehr als 100 Jahren wurde hier schwarzes Gestein abgebaut – heute kannst du die Feengrotte besuchen und das einzigartige Naturschauspiel mit eigenen Augen sehen. Als farbenreichste Schaugrotte der Welt ist sie sogar im Guinnessbuch der Rekorde zu finden.

Die Feengrotte in Saalfeld ist ein absolutes Must-see in Thüringen.

3. Mit dem Wohnmobil ins Zittauer Gebirge, Sachsen

Auf einer Reise mit dem Wohnmobil durch Sachsen lernst du die Vielseitigkeit des Bundeslandes kennen – zwischen Erzgebirge, Semperoper und Großstädten wie Dresden oder Leipzig. Besonders zu empfehlen ist das Zittauer Gebirge in der Oberlausitz, Deutschlands kleinstes Mittelgebirge.

Sandsteinfelsen und grüne Berge ziehen sich an der sächsisch-böhmischen Grenze durch die Bilderbuch-Landschaft, ein Paradies für Kletterer und Wanderer. Ein Ausflug in Zittaus historische Altstadt lohnt sich genauso wie ein Besuch des Kurortes Jonsdorf. Gönn dir eine kurze Pause vom Wohnmobil – beide Orte erreichst du am einfachsten mit der Zittauer Schmalspurbahn.

Die Schmalspurbahn im Zittauer Gebirge bringt dich von A nach B – an faszinierenden Landschaften vorbei.

4. Campen und mit dem Kanu fahren im Spreewald, Brandenburg

Riesige Wälder, viel Wasser und idyllische Städte: Der Spreewald in Brandenburg ist eine spannende Urlaubsregion – für viele gilt er noch als Geheimtipp. Die Natur der Umgebung lässt sich am besten auf einer Kanu- oder Bootstour erkunden – das Wohnmobil kannst du in der Zwischenzeit auf dem Campingplatz stehen lassen.

Welche fünf Orte im Spreewald sich am besten für eine Auszeit eignen und welche zehn Aktivitäten du auf keinen Fall verpassen darfst, verrät dir reisereporterin Nadine.

Abenteuer vorprogrammiert: Im Kanu über die Spree im Brandenburger Spreewald.

5. Camping an der Nordsee in Ostfriesland, Niedersachsen

Okay, die Nordsee ist alles andere als ein Geheimtipp, aber am westlichen Rand versteckt sich eine Region, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat: Ostfriesland. Die maritime Atmosphäre macht den Wohnmobil-Urlaub in Niedersachsen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Auf den gut ausgebauten Campingplätzen begrüßt man dich mit einem „Moin“ – mehr braucht es auch gar nicht. Der norddeutsche Charme zieht dich früher oder später sowieso in seinen Bann. Neben sehenswerten Städten wie Aurich und Leer ist eine Seehundstation das absolute Highlight.

Noch immer nicht von einem Trip nach Ostfriesland überzeugt? reisereporterin Alice liefert dir sechs Gründe, warum sich die Reise garantiert lohnt.

Wer Urlaub in Ostfriesland macht, muss mindestens ein Fischbrötchen gegessen haben – zum Beispiel hier, im Hafen von Neuharlingersiel.

6. Fischland-Darß-Zingst: Camping an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern

Von der Nordsee geht’s weiter an die Ostsee– und auch hier gibt es noch ein Fleckchen Erde, dass die wenigsten auf dem Schirm haben. Die Rede ist von Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Die drei ehemaligen Inseln sind heute eine Halbinsel, die zum größten Teil aus einem Nationalpark besteht, in dem Hirsche und Tausende Kraniche leben

Das kannst du alles aus nächster Nähe erleben, denn auf der Insel gibt es einen Stellplatz für dein Wohnmobil. Was du außerdem auf der Insel getan haben solltest, verrät dir reisereporterin Jasmin.

Natur pur: Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bist du von frei lebenden Hirschen und Kranichen umgeben.

7. Idyllische Campingplätze im Nord-Schwarzwald, Baden-Württemberg

Der Schwarzwald im sonnigen Baden-Württemberg hat viel zu bieten: spektakuläre Bergpanoramen, wilde Wälder und traumhafte Badeseen – besonders viel davon bekommst du im Nord-Schwarzwald. Für Entspannung ist ebenfalls gesorgt. Kurorte, wie Bad Liebenzell oder Bad Wildbad sind nicht weit weg. Dort findest du auch Thermen mit eigenen Stellplätzen, perfekt für regnerische Tage.

Im Nord-Schwarzwald kommen Mountainbiker und Wanderer voll auf ihre Kosten.

Die heimelige Atmosphäre im Schwarzwald bekommst du auf deiner Reise im Wohnmobil überall zu spüren, zum Beispiel auf einem der idyllisch gelegenen Campingplätze. Warum wir den Schwarzwald so sehr lieben, erfährst du von reisereporterin Ariane.