Reiserückkehrer, die in einem Corona-Risikogebiet waren, müssen sich bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Denn in diesen Ländern ist das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) erhöht. 

Wer den Corona-Pflichttest vermeiden will, sollte daher nicht in ein Land reisen, das auf der Liste Risikogebiete steht. Das sind insgesamt mehr als 140 weltweit – darunter viele nichttouristische Länder, aber auch einige sehr beliebte Reiseziele.

Karte: Diese Länder und Regionen sind laut RKI Risikogebiet  

Seit neustem gehört beispielsweise auch viele beliebte Städte wie Wien, Budapest, Amsterdam, Prag und Paris zu den Risikogebieten. Wir geben dir den Überblick:

Diese Ziele in Europa stehen auf der Liste der Risikogebiete

  • Albanien
  • Andorra
  • Belarus
  • Belgien:
    nur Region Brüssel
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien:
    nur der Verwaltungsbezirk Blagoevgrad
  • Frankreich:
    die Regionen Île-de-France,  Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, Korsika, Hauts-de-France
    die Überseegebiete: Französisch-Guyana, Guadeloupe, St. Martin, La Réunion
  • Kosovo
  • Kroatien:
    die Gespanschaften Šibenik-Knin, Split-Dalmatien, Zadar, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Brod-Posavina, Virovitica-Podravina
  • Montenegro
  • Niederlande:
    die Regionen Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland) 
    die Überseegebiete Aruba und St. Maarten
  • Nordmazedonien
  • Österreich:
    das Bundesland Wien
  • Republik Moldau
  • Rumänien:
    die Regionen Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, București, Caras Severin, Iasi, Ilfov, Neamt, Prahova, Vâlcea, Vaslui
  • Russische Föderation
  • Schweiz:
    die Kantone Genf, Waadt (Vaud), Freiburg
  • Serbien
  • Spanien
  • Tschechien:
    Prag, Středočeský (Mittelböhmen)
  • Türkei
  • Ukraine
  • Ungarn
    die Stadt Budapest

(Stand: RKI-Liste zuletzt aktualisiert am: 16. September)

Auch außerhalb von Europa stehen bei Urlaubern sehr beliebte Ziele auf der Liste des RKI.

RKI-Liste: Diese beliebten Urlaubsländern sind Risikogebiet

  • Ägypten
  • Argentinien
  • Bahamas
  • Barbados
  • Brasilien
  • Cabo Verde (Kaverden)
  • Costa Rica
  • Dominikanische Republik
  • Ghana
  • Indien
  • Indonesien
  • Israel
  • Jamaika
  • Kenia
  • Malediven
  • Marokko
  • Mexiko
  • Namibia
  • Nepal
  • Nicaragua
  • Peru
  • Philippinen
  • Seychellen
  • Sri Lanka
  • Südafrika
  • Tansania
  • USA

(Stand: RKI-Liste zuletzt aktualisiert am 16. September 2020)

Wann wird ein Land vom RKI als Risikogebiet eingestuft?

Neben der Liste mit den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gibt es noch die RKI-Liste der sogenannten Risikogebiete. Sie verzeichnet Regionen in der Welt, in denen entweder …

  • … ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit dem Coronavirus (COVID-19) zu infizieren, weil die Infektionszahlen hoch sind (mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen), oder …
  • … in denen die Fallzahlen zwar niedrig sind, es aber zu wenige Testkapazitäten gibt, oder …
  • … in denen die Fallzahlen zwar niedrig sind, es aber unzureichende Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung gibt.

Gibt es einen Unterschied zwischen Risikogebiet und Reisewarnung?

Neben der RKI-Liste zu den Risikogebieten gibt es noch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes – die beiden Einstufungen gelten in der aktuellen Corona-Pandemie zwar meist gleichzeitig für ein Land.

So hatte das RKI am 31. Juli zunächst drei Regionen Spaniens als Risikogebiet eingestuft, wenig später kam die formelle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Mittlerweile gelten Risikogebiet-Einstufung und Reisewarnung für das gesamte Land, mit Ausnahme der Kanaren.

Aber: Die Einstufungen sind nicht automatisch miteinander verknüpft. Ausnahme ist beispielsweise die Türkei: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet. Allerdings wurde die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes trotzdem für vier Urlaubsregionen aufgehoben: Antalya, Aydin, Izmir und Mugla.

Reisewarnung – was bedeutet sie eigentlich?

Eine Reisewarnung ist die höchste Warnstufe der Bundesregierung für Touristen – in der Corona-Krise hat das Auswärtige Amt am 17. März 2020 erstmals eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Die Behörde kann bei einer geltenden Reisewarnung im Zweifelsfall Touristen zur Ausreise auffordern.

Als Voraussetzung für diese höchste Warnstufe gilt eine „konkrete Gefahr für Leib und Leben“ von Urlaubern. Den Schritt begründete die Bundesregierung immer mit dem stark eingeschränkten internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie den Einreisebeschränkungen, den Quarantänemaßnahmen und weiteren Einschränkungen in den Ländern.

Erstmals hatte das Auswärtige Amt im Rahmen der Coronavirus-Pandemie eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, in der Folge stornierten die meisten Reiseveranstalter sämtliche Buchungen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung, die nur für ausgewählte Länder oder Regionen gilt, ausspricht. Die Reisewarnung ersetzt den Sicherheitshinweis.

Für diese Länder in Europa gibt es keine Reisewarnung

Für folgende Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gilt keine Reisewarnung, auch nicht für einzelne Regionen:

  • Dänemark
  • Estland
  • Finnland
  • Irland
  • Italien
  • Griechenland
  • Lettland
  • Litauen
  • Malta
  • Polen
  • Portugal
  • Schweden
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Zypern

Auch für die folgenden Staaten Europas gilt keine Reisewarnungen:

  • Island
  • Liechtenstein
  • Monaco
  • Nordirland
  • Norwegen
  • San Marino
  • Schweiz
  • Vatikanstaat
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien