Spanische und ausländische Touristen sollen künftig unbesorgt auf die Kanaren reisen können. Denn die kanarische Regierung versichert Urlauber ab dieser Woche gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Service umfasst sowohl Behandlungskosten beim Arzt oder im Krankenhaus als auch Kosten für die Rückführung oder einen verlängerten Aufenthalt aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen. Einzige Bedingung: Die Reisenden dürfen vor Reiseantritt nicht gewusst haben, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Kanaren versichern Urlauber gegen Corona

Damit seien die Kanaren die erste Region in Spanien, die einen solchen Service anbiete, erklärte die Tourismusministerin der Kanaren, Yaiza Castilla, am Donnerstag auf Twitter:

Die Regierung arbeitet mit dem Versicherungsanbieter Axa zusammen, der zu diesem Zweck eine Hotline eingerichtet hat, an die sich betroffene Urlauber wenden können. Der Versicherungsschutz soll zunächst für zwölf Monate gelten, berichtet die lokale Tageszeitung „ARA Balears“. „Damit machen die Kanarischen Inseln einen weiteren Schritt, um den Touristen mehr Sicherheit und Ruhe zu bieten“, so die Ministerin.

Ein ähnliches Konzept wie auf den Kanaren gibt es bereits in Usbekistan: Dort zahlt die Regierung Urlaubern, die im Land an Covid-19 erkranken, unter bestimmten Bedingungen 3000 US-Dollar Entschädigung.

Angst vor zweiter Corona-Welle in Spanien

Spanien war eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa. Eigentlich ist die Situation in weiten Teilen des Landes derzeit unter Kontrolle. In den Regionen Katalonien, Aragón und Navarra steigen die Zahlen seit einigen Wochen aber wieder deutlich an.

Das Auswärtige Amt warnt deshalb vor Reisen in die Regionen, in denen auch Barcelona und beliebte Strände an der Costa Brava liegen. Weil sie vom RKI als Risikogebiete deklariert wurden, müssen sich Reiserückkehrer aus den Regionen ab Samstag verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen.